Was wir nicht kennen, essen wir umso lieber – so lautete doch der Spruch, oder? Habt euch nicht so! Ein wenig Abenteuerlust gehört in jede abwechslungsreiche Küche – und die Abwechslung ist in greifbarer Supermarkt-Nähe!

Im Jahr 1950 wusste in Europa kaum jemand, wer oder was eine Kiwi ist. Heutzutage ist es die Guave oder Kumquat. Kum-what? Jaja, wir klären auf und verraten euch, welche unglaublich leckeren Gerichte ihr aus exotischen Früchten zaubern könnt. Hier kommen 6 Exoten, die ihr unbedingt mal probieren solltet!

1. Kumquat oder Zwergorangen

Fangen wir doch gleich mit der Kumquat an. Die Kumquat ist ungefähr so groß wie eine Pflaume und erinnert durch ihre Form sowie die orangegelbe Farbe an eine Miniorange und hat deshalb den Beinamen Zwergorange erhalten. Botanisch gehört sie allerdings nicht zu den Zitrusgewächsen. Der Anbau von Kumquats erstreckt sich heute auf alle subtropischen Regionen, ursprünglich stammt sie aber aus China.

Das Innere der Kumquat ist wie bei einer Apfelsine angeordnet, das Fruchtfleisch ist in Kammern aufgeteilt. Ebenso ähnlich ist der Geschmack, also süß-säuerlich, allerdings schmeckt die Kumquat viel herber, fast bitter. Die Schale und die Kerne kann man mitessen, was das intensive Aroma noch verstärkt.

Verwendung und Küchentipp

Eine Kumquat isst man mit Schale und Kernen. Das Schälen der kleinen Frucht wäre sehr aufwendig und eine schöne Matscherei. Praktischerweise schiebt man die kleine Frucht also ganz in den Mund oder beißt sie einmal durch. Kumquats eignen sich in Scheiben geschnitten hervorragend als Deko für Cocktails oder schmecken in Verbindung mit Sekt sehr lecker. Auch Marmelade oder Kumquatchutney ist eine delikate Variante, die Früchte zu verarbeiten.

Maracuja-Soufflé

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Hähnchen-Ananas-Curry mit Reis

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Kiwi-Sorbet

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Avocado-Papaya-Salat

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Frischkäse-Kiwi-Torte

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Caipirinha Sorbet mit Ananas

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Käsekuchen mit Kumquats

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Spargel mit Maracuja-Vinaigrette und Garnelen

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Tropischer Fruchtsalat

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Gebratene Jakobsmuscheln auf in Portwein geschmortem Chicoree und Physalis

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Crostini mit Ziegenkäse und Sharon-Frucht

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Obsttorte

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Creme von Pitahaya, Mango, weißer Schokolade und Joghurt

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Rote Pomelo mit Cranberries auf Sauerrahmcreme

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Ananas-Weincreme

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Tomatensalat mit Physalis

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Maracuja-Käse-Sahne-Torte

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Buttermilch-Quark-Creme mit Kumquats

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Lamm-Gewürz-Gulasch mit Kumquats

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Papaya Frühstücksboote

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Gurken-Kiwi-Salat

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Karotten-Kaki-Salat

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Kaki-Mango-Marmelade

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Pomelo-Torte

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Heiße Pomelo

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Wachmacher Smoothie aus Kaki, Orange und Tomate

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2. Cherimoya: Rahmapfel oder Cremefrucht

Die Cherimoya stammt hauptsächlich aus Südkolumbien, Ecuador und Nordperu, wird aber heute weltweit in allen Regionen mit geeignetem subtropischem Klima angebaut. 

Die Früchte sind erdbeerförmig und etwa so groß wie ein kleiner Apfel. Die grüne bis bräunliche Fruchthülle, je nach Reifegrad, ist ledrig und schuppenartig. In reifem Zustand ist das helle Fruchtfleisch schön weich und cremig und von schwarzen festen Kernen durchsetzt.

Die Cherimoya schmeckt sehr süß, je nach Sorte vanillig oder nach einer Mischung aus Birne, Erd- und Himbeere. Sie zählt wie die Mango oder Avocado zu den nachreifenden Früchten und ist erst vollreif ein Genuss.

Verwendung und Küchentipp

Die Cherimoya am besten erst verwenden, wenn die anfangs grüne Schale bräunliche Flecken bekommt und unter leichtem Druck nachgibt. Zur Verwendung die Frucht schälen, in Spalten schneiden und von den Kernen befreien. Wem das zu umständlich ist, der schneidet die Frucht der Länge nach in zwei Hälften, entfernt die ungenießbaren schwarzen Kerne und löffelt die Cherimoya aus.

Fruchteis mit Cherimoyageschmack ist wohl in Chile weit verbreitet, hier hat das Obst seinen Platz allerdings noch nicht so richtig gefunden. Auf einem grünen Salat kann man die Frucht aber ohne Bedenken platzieren und im Obstsalat fühlt sich eine Cherimoya sicher ebenfalls wie zu Hause.

3. Guave

Optisch ähnelt die grün oder gelbschalige Guave einer Birne, die Sortenvielfalt ist mit Äpfeln vergleichbar. Das Fruchtfleisch ist je nach Sorte weiß, hellgelb, orange oder rosarot. Die Konsistenz ist weich, je nach Reife an den Samen fast schleimig.

Im Inneren der Guave befinden sich ringförmig angeordnet viele kleine Kerne, die essbar sind. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Quitten und Feigen, und kann, wiederum ähnlich wie beim Apfel, süß bis säuerlich sein.

Ursprünglich aus Zentralamerika, wird die Guave heute vor allem in Mexiko, Brasilien, Kalifornien oder auch Florida angebaut. Die zur Familie der Myrtengewächse gehörende Guave ist in den Tropen das ganze Jahr hindurch verfügbar und findet sich bei uns von September bis Mai in unseren Obsttheken.

Verwendung und Küchentipp

Die reife druckempfindliche Frucht kann mit Schale und Kernen verzehrt werden, doch ähnlich wie bei dickhäutigen Birnen, mag die Schale nicht jeder. Dann kann man die Guave einfach schälen oder wie eine Kiwi aufschneiden und auslöffeln.

Trotz unspektakulärem Geschmack ist die Guave eine Vitamin C-Bombe und eignet sich wie die Quitte hervorragend, um zu Marmelade oder Chutney verarbeitet zu werden. Sie macht sich aber auch in Obstsalaten, Quarkspeisen, Kuchenbelag oder als Joghurtdrink gut. Oder probiert die exotische Frucht doch einmal zum Kassler!

    4. Kaki oder Sharon

    Optisch ähnelt die Kaki einer großen Tomate mit vier Kelchblättern am Stielansatz, die Schale ist tieforange. Unreife Früchte sind eher gelb und auch das Fruchtfleisch ist noch hellorange, es sei denn, es handelt sich um die Züchtung einer Sharon. Diese besitzt weniger Gerbstoffe und kann auch in festem Zustand genossen werden. Eine Kaki ist vollreif, wenn sowohl Schale als auch Fruchtfleisch dunkelorange und die wenigen Kerne im Inneren ganz weich sind, erst dann schmeckt sie honigsüß und ähnelt geschmacklich einer Aprikose.

    Ursprünglich aus China wird die Kaki mittlerweile in Italien, Israel (die israelische Zuchtvariante nennt man Sharonfrucht), Japan, Neuseeland und Kalifornien angebaut. Der Kakibaum gehört zur Familie der Ebenholzgewächse, die Früchte zählen zu den Beerenfrüchten. Erntezeit des derzeitigen Hauptproduzenten Italien ist von Oktober bis Ende November.

    Verwendung und Küchentipp

    Bis auf die Blätter kann diese Frucht komplett verzehrt werden, aber auch auslöffeln bietet sich bei sehr weichen Exemplaren an.

    Ähnlich wie Aprikosen kann man die Kaki vielseitig verwenden. Ob süß zu Marmelade, einer Mousse oder einer Torte verarbeitet oder als Hauptgericht, z.B. gebraten mit weißen Bohnen, der persönlichen Experimentierfreude sind bei dieser Frucht kaum Grenzen gesetzt. Und auch wenn Weihnachten noch etwas hin ist, das Rezept einer weihnachtlich gefüllte Kaki sollte man sich jetzt schon speichern!

    5. Karambole oder Sternfrucht

    Diese Früchte sind einzigartig in ihrem Aussehen und daher nicht zu verwechseln. Sie sind 10-15 cm lang und haben in Längsrichtung fünf tiefe Rillen. Schneidet man die einzelne Frucht nun in ca. 1 cm dicke Querscheiben, erhält man den dekorativen Stern, der häufig als Verzierung an Cocktailgläsern oder auf Desserttellern zu finden ist.

    Die Schale der Sternfrucht ist je nach Reifegrad grün bis goldgelb, ebenso das Fruchtfleisch. Ist die Karambole noch nicht reif und blassgrün, schmeckt sie nach nichts, ist sie dagegen ausgereift, besticht sie durch einen süß-sauren Geschmack.

    Die Karambole stammt aus Malaysia und wird von dort aus immer noch hauptsächlich exportiert. Saison hat die Sternfrucht in Malaysia das ganze Jahr über, deshalb ist die dekorative Frucht aus der Familie der Sauerkleegewächse auch bei uns in der Regel zu jeder Jahreszeit erhältlich.

    Verwendung und Küchentipp

    In Sterne geschnitten kann die Karambole mit Schale und weichen Kernen komplett verzehrt werden. Am besten sollten die fünf Kanten schon eine leichte Braunfärbung aufweisen, denn erst dann kommt das Aroma, z.B. in einem Obstsalat, einer Obsttorte oder einem Karambole Prosecco Gratin gut zur Geltung. Auch mit Putengeschnetzeltem macht die Sternfrucht eine gute Figur, ebenso an den Gläsern zahlreicher Cocktails, z.B. beim „Unschuldsengel“.

    6. Kiwano: Horngurke oder Hornmelone

    Die Kiwano hat die Form und Größe einer kleinen Honigmelone, deren Schale mit hornartigen weichen Stacheln bedeckt ist. Die Farbgebung reicht von sonnengelb bis tieforange, das Fruchtfleisch hingegen ist von einem hellen Grün.

    Wie eine Melone hat die Kiwano weiße flache Samen, die sich zwischen dem geleeartigen Fleisch befinden und mitgegessen werden können. Geschmacklich erinnert die dekorative Frucht an ihre Verwandten Melone und Gurke, ist aber eher säuerlich als süß.

    Ursprünglich aus der Kalahariwüste stammend, wird diese Frucht heute auch in Neuseeland, Kenia und Israel angebaut.

    Verwendung und Küchentipp

    Das Fruchtfleisch der Kiwano wird gelöffelt, nachdem man sie vorher längs halbiert hat. Sie schmeckt pur nicht besonders intensiv, ist aber mit Joghurt oder auf Vanilleeis eine erfrischende Idee. Die Schale der Kiwano ist nicht essbar, aber man kann die dekorative Hülle z.B. mit Obstsalat befüllen und somit ein Buffet optisch aufwerten.

    Hunger auf mehr?

    Kein Wunder! Neues zu entdecken, macht ganz schön hungrig! Deswegen solltet ihr euch diese Schätzchen genauer ansehen: 

    Viel Spaß beim Stöbern und Kochen mit unseren Exoten!