Angeblich ist die Niedergarmethode durch Zufall von einem Angloamerikaner namens Sir Benjamin Thomson entdeckt worden. Der Experimentalphysiker soll um 1800 eine Lammschulter in den Ofen gegeben, allerdings diesen unbeabsichtigt nur mäßig heiß eingestellt haben. Nachdem er das Fleisch aus dem Ofen holte, bemerkte er, dass es noch vollkommen roh war und schob es erneut hinein. Abgelenkt von seiner Arbeit, vergaß er das Lamm über mehrere Stunden im Ofen, auch die Temperatur wurde nicht nachgeregelt. Als ihm schließlich einfiel, dass er noch nichts gegessen hatte, war die Lammschulter noch genießbar, ja sie schmeckte sogar so saftig und zart, dass er kaum Worte für die Beschreibung des außergewöhnlichen Genusses fand.
Nachahmer dieser Zufallsentdeckung soll es allerdings erst 180 Jahre später gegeben haben – Gut Ding will eben Weile haben…
Heute ist das Niedergaren eine beliebte Technik, die für manchen Hobbykoch zur Passion geworden ist. Die Erfahrungen werden gerne weitergegeben, um anderen Zeit und Geld sowie eine eventuelle Pleite zu ersparen. Auch in den Chefkoch-Foren wird sich seit langem rege über die Niedergarmethode unterhalten, Tipps an den Mann oder die Frau gebracht. Wieder andere verbreiten ihr Wissen im Web und tragen so zur Verbreitung ihrer erlangten Fertigkeiten bei. So auch Brigit und Roger Ramuz, die auf ihrer Hobbyinternetseite die genaue Abfolge der Zubereitung einer Rinderhuft mit Fotos präsentieren und einige gute Tricks und Hinweise für Niedergar-Neulinge parat haben.
Damit auch Sie von diesem Wissen profitieren können, haben wir mit Unterstützung von den Niedergar-Profis ein kleines Basiswissen zusammengestellt.

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