Jetzt wachsen schon die ersten würzigen Küchenkräuter in den Gärten und auf den Balkonen.
Auf den Märkten wird das Angebot von einheimischem, knackig frischen Frühlingsgemüse vielfältiger und die große Fan - Gemeinde des Spargels kann sich freuen: es ist bald soweit, im April kommen die ersten unter Folie gezogenen Stangen in den Handel, oder, noch besser, man holt sie sich direkt vom Spargelbauern.
Saison aus heimischem Anbau haben:
- Champignons
- Spinat
- Radieschen
- Bärlauch
- Kresse
- Schnittlauch
- Rettich
- Rhabarber
- Spargel
- Frühlingszwiebeln
- junge Möhren
- erste Zuckerschoten
Unser Tipp: zarter Kohlrabi
Der zweijährige Kohlrabi gehört zur großen Kohlfamilie. Er besteht im Gegensatz zu Weißkohl nicht aus Blättern bzw. nicht aus Blüten wie Brokkoli, sondern bildet eine oberirdische Wurzelknolle.
Kohlrabi ist ein typisch deutsches Gemüse: pro Saison kommen rund 65.000 t Kohlrabi aus der Freiland - Produktion. Aus dem Freiland schmeckt das Gemüse kräftiger und würziger als die derzeitig angebotene Unterglasware.
Kohlrabi kennen wir auch als Oberrübe, Rübkohl oder "pompeianischer" Kohl.
Von April bis Ende Mai kommt der Kohlrabi aus den Glashäusern, danach bis zum November aus dem Freiland.
Beim Einkauf darauf achten, dass die Knollen ganz und mit frischen Blättern versehen sind. Da die Knolle an der Wurzel zuerst verholzt, sollte man darauf achten, dass diese nicht breit und faserig ist, deutet das auf Verholzung hin.
Wenn Sie doch einmal Pech gehabt haben, streichen Sie das Gemüse nach dem Kochen durch ein feines Sieb, so kann man es z. B. noch gut in Suppen verwenden.
Große Blätter nach dem Kauf entfernen, sie entziehen Feuchtigkeit. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Kohlrabi gut 8 Tage, Tiefgefroren in Stiften oder Scheiben ca. 8 Monate, geschälte Knollen 3 Monate.
Kohlrabi ist vielseitig verwendbar: in Suppen und Eintöpfen, Aufläufen und Gratins, als Beilage zu Fleisch, gefüllt mit Hack/Reis, als Salat oder Rohkost.
Zubereitung
Entfernen Sie den Wurzelansatz großzügig und schneiden Sie die Blätter mit einem Messer dicht an der Knolle ab. Kleinere Knollen wie einen Apfel spiralförmig abschälen. Große Knollen vorher in Viertel oder dicke Scheiben schneiden.
Zum Füllen eignen sich gut kleinere Knollen. Am besten vorgaren und mit einem Kugelausstecher oder Löffel aushöhlen.
Als Gemüsebeilage klein schneiden: halbierte Knolle in keilförmige "Halbmonde" oder erst in dünne Scheiben, dann in feine Stifte oder Würfel schneiden. Diese dann in heißem Fett andünsten. Danach mit etwas Brühe oder Wasser ablöschen, zugedeckt garen.
Blättchen immer, sehr gut gewaschen, mitverwenden. Die zarten Herzblättchen aus der Mitte in feine Streifen schneiden und einfach wie Küchenkräuter überstreuen.
Deutsche Pute
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