Katerfrühstück: Was wirklich gegen den Kater hilft

Katerfrühstück: Wie man den Kater vermeidet

Bevor Sie an einem Kater leiden und ein Katerfrühstück überhaupt nötig haben, sollten Sie es lieber gar nicht dazu kommen lassen. Wir haben Tipps, wie Sie den Kater vermeiden.

Wassershots zwischendurch statt Schnaps

Wasser statt SchnapsWer über mehrere Stunden nur Alkohol trinkt, sollte zwischendurch auch einmal Wasser trinken. Alkoholische Getränke sind keine Durstlöscher, sondern Genussmittel. Tanzen Sie die Nacht durch und gehen durstig zur Bar, bestellen Sie nicht nur alkoholische Getränke, sondern auch einen alkoholfreien Durstlöscher, am besten Wasser.

Wenn Sie merken, dass ihr Rausch am Limit ist und Sie es über sind, die nächste Runde Schnaps mitzutrinken, aber nicht unhöflich sein möchten, weil jemand eine Runde spendiert, dann ist eine gute Lösung ebenfalls Wasser. Mit einem Schnapsglas voll Wasser kann man trotzdem mit anstoßen. Selbst wenn Sie nicht zuhause, sondern unterwegs sind, ist das Barpersonal meist so freundlich, einfach Leitungswasser in ein Glas zu schenken.

Iss fettig, dann verträgst Du mehr

Eine weit verbreitete Meinung ist, dass man vor dem Feiern eine ordentliche Grundlage schaffen soll, denn dann würde man „mehr" vertragen. Alkohol wird über die Schleimhäute im Verdauungstrakt aufgenommen. Richtig ist, dass der Alkohol im gefüllten Magen zumindest verzögert über die Schleimhäute aufgenommen wird. Trotzdem verträgt man deshalb nicht mehr Alkohol. Ganz im Gegenteil, werden die getrunkenen Schnäpse sogar unterschätzt, da die berauschende Wirkung zeitverzögert auftritt. Die größere Trinkfestigkeit wird durch diese Zeitverzögerung nur vorgetäuscht. Ist der Magen hingegen leer, steigt einem der Alkohol schneller zu Kopf, da er sehr schnell in den Blutkreislauf gelangt, die Menge und die damit verbundene Wirkung bleibt immer gleich. Glauben Sie nach einem deftigen Essen also nicht, Sie könnten mehr vertragen.

Durcheinander trinken - ja oder nein?

„Bier auf Wein, das lass sein. Wein auf Bier, das rat ich Dir", lautet ein bekannter Spruch. Häufig wird er damit interpretiert, dass die Reihenfolge der Getränke eine Rolle spielen würde, wenn es einem am nächsten Tag besonders schlecht geht. Die wenigsten wissen jedoch, dass dieses Zitat von dem deutschen Bankier und Unternehmer Münchmeyer stammt. Dieser hat mit der Reihenfolge der Getränke wohl eher eine Metapher für den gesellschaftlichen Auf- bzw. Abstieg gemeint. Denn früher trank der Pöbel Bier und der Adel Wein. Diese Interpretation wird auch medizinisch bestätigt, denn die Reihenfolge der Getränke hat keinen Einfluss auf die Wirkung des Alkohols. Das heißt, man darf alkoholische Getränke und Cocktails ohne Befürchtungen ganz nach Belieben durcheinander trinken.

Eine Wirkung des Durcheinandertrinkens gibt es jedoch - man verliert leicht den Überblick. Trinkt man zunächst nur Wein oder Bier, lassen diese den Alkoholpegel langsam ansteigen. Trinkt man zwischendurch Schnäpse, knallen die entsprechend stärker rein. Je betrunkener man ist, desto weniger hat man im Blick, wie viel man schon getrunken hat, schmeckt den Alkohol aus Mischgetränken weniger heraus und trinkt deshalb eher über den „Durst". Die Gefahr zu viel zu trinken, ist beim Durcheinandertrinken deshalb größer, als wenn man sich für ein Getränk entscheidet. Eine Maßnahme dagegen ist, dass Sie leere Flaschen stehen lassen. So behalten Sie die Alkoholmenge besser im Blick und können darauf reagieren. Außerdem hilft es, sich vor der Feier ein Limit zu setzen, an das man sich hält. 

Ein Kater nach einem Glas Wein - kann das sein?

Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie einen Kater hatten, obwohl Sie nur ein Glas Wein oder Sekt getrunken haben? Hier ist nicht die Menge Alkohol entscheidend, sondern die Toleranzschwelle von Histamin. Die Symptome einer Histamin-Intoleranz sind einem Kater ähnlich. Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Migräne und Schwindel können auftreten. Histamin ist vor allem in Rotwein, Champagner, Sekt und Likör enthalten. Wenig Histamin ist hingegen in Weißwein und Schnaps. Wenn Sie empfindlich auf Histamin reagieren, dann sollten Sie das bei der Getränkeauswahl berücksichtigen.

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