Das Einlegen von Früchten in Alkohol ist keine Erfindung unserer Zeit, sondern stammt aus Jahrhunderten, in denen das Haltbarmachen noch ein Problem war.
Auch hier ist aus der Not eine Tugend geworden, denn der gut abgelagerte, aromatische Rumtopf ist viel mehr als nur eine Sammlung gemischter Früchte. Er hat seinen eigenen, unnachahmlichen Duft und seinen eigenen, unvergleichlichen Wohlgeschmack, in dem sich die Aromen des Sommers harmonisch vereinen.
Begonnen wird mit den Erdbeeren im Mai und das Ende sind dann die späten Obstsorten im Oktober. In regenreichen, kühlen Sommern muss man evtl. auf den Rumtopf verzichten. Die Früchte eignen sich dann nicht dafür und verderben meist auch bei sorgfältigster Vorbehandlung.
Viele haben eine gewisse Scheu vor der Zubereitung eines Rumtopfes, weil es landläufig als schwierig angesehen wird - ist aber nicht so! Bei Beachtung einiger Grundregeln gelingt der Rumtopf ganz leicht.
- absolute Sauberkeit aller Geräte, Gefäße und Materialien, die mit dem Inhalt des Rumtopfes in Berührung kommen
- alle Früchte für den Rumtopf müssen vollreif und ohne jeden Fehler sein
- je besser der Alkohol, desto besser der Rumtopf (es muss übrigens nicht immer Rum sein, wer, den Rumgeschmack nicht liebt, kann ohne weiteres Wodka oder Weinbrand verwenden, nur hochprozentig, mindestens 54%, muss der Alkohol sein)
Auch sollte der Rumtopf kühl aufbewahrt werden und keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein!
Das Gefäß wird peinlichst gesäubert, ausgespült und ausgetrocknet.
Alle Beeren und Früchte werden gewaschen und abgetrocknet. Sollten dabei einige verletzt werden, werden sie aussortiert.



