Besorgen Sie sich ein gutes vegetarisches Kochbuch und lassen Sie sich inspirieren.
Kochen Sie kein rein vegetarisches Menü, das könnte dem Geschäftspartner unangenehm sein.
Bauen Sie stattdessen ein Menü auf, in dem so wenig Fleisch wie möglich vorkommt.
Bauen Sie ein einheitliches Menü auf, bei dem nur ganz selten - am besten nur ein- oder zwei Mal - Fleisch mit einem vegetarischen Gericht ausgetauscht werden muss. Erstens ist das einfacher und übersichtlicher, zweitens hat das gemeinsame Essen ja auch eine soziale Funktion. Das Essen sollte so viele gemeinsame Berührungspunkte wie möglich haben.
Überspringen Sie den Fischgang ganz.
Überlegen Sie genau, ob im Moment etwas besonderes auf dem Markt ist. Ist Jahreszeit für frische Trüffel, ist Spargelsaison oder gibt es im Moment die besonders feinen Artischocken aus Frankreich?
Machen Sie - auch zum Fleischgang - keine Saucen, die auf einem Fleischfond aufbauen. Vermeiden Sie Saucen überhaupt, wenn es geht. Vegetarier betrachten sie oft skeptisch, vor allem, wenn sie den Koch im Grunde nicht kennen.
Machen Sie sich mit Tofu vertraut, die meisten Vegetarier essen es sehr gerne und es ist ein wunderbarer Fleischersatz. Falls Sie kein Tofu servieren wollen, kann das Tofu in vielen Rezepten mit Austernpilzen ausgetauscht werden. Das gilt auch für das Tofu-Rezept im folgenden Menüvorschlag.
Menüvorschlag:
Mangold-Creme-Süppchen mit Shrimps, aber mit in Kräuterbutter gerösteten Toastbrotwürfeln für den vegetarischen Gast
Selbstgemachte Tagliatelle in Butter geschwenkt, mit gehobelten schwarzen Trüffeln
Gemüseterrine
Gefüllte Zucciniblüten*, Rahmkartoffeln und in Mandeln panierte Schweinelendchen. Für den vegetarischen Gast: in Mandeln paniertes und in Madeira mariniertes Tofu*
Dessert nach Lust und Laune, jedoch mit Beeren oder Obst und auf jeden Fall ohne Gelatine
Käse
REZEPTE:
Ratatouille (auch für Veganer geeignet):
Alles Gemüse klein würfeln, die Knoblauchzehen enthäuten und fein hacken, die Tomaten blanchieren, enthäuten und entkernen und würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch kurz glasig rühren, die Auberginen dazu geben und sautieren. Die Paprikaschote dazu geben, ebenfalls 2 Minuten sautieren. Die Zucchiniwürfel dazugeben, mit 1 EL getrocknetem Basilikum würzen, langsam mit Gemüsebrühe aufgießen. Die Tomatenwürfel dazugeben. Eine Stunde köcheln lassen. Am Ende noch einmal mit Basilikum würzen. Erst am Ende salzen, wenn notwendig.
Champignon-Salat (auch für Veganer geeignet):
Die Champignons putzen, in einem Topf mit viel Wasser und 2 EL Zitronensaft und 1 Lorbeerblatt 5 Minuten kochen. (Die Champignons müssen mit der Flüssigkeit bedeckt sein)
Abgießen, abkühlen lassen, dann in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden.
Aus Olivenöl, Zitronensaft, Petersilie und Pfeffer ein Dressing machen und über die Champignons geben. 1 Knoblauchzehe mit dazu geben. Den Salat eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren mit frischer Petersilie bestreuen.
Grüne Bohnen in Tomatensauce (auch für Veganer geeignet):
Die Tomaten blanchieren, enthäuten und entkernen.
Die Zwiebel fein hacken, in Olivenöl glasig dünsten, die Tomaten dazugeben. Evtl. mit etwas Gemüsebrühe aufgießen (die Sauce darf aber auf keinem Fall zu dünn werden), salzen und pfeffern, 10 Minuten köcheln lassen. Die Petersilie dazu geben. Erst kurz vor dem Servieren die Bohnen unterheben und erwärmen. Auf diese Art behalten sie ihre schöne, grüne Farbe. Falls der Gast kein Veganer ist, werden die Bohnen besser, wenn man am Ende noch einen EL Butter unterhebt.
Weisse Bohnen in Salbei (auch für Veganer geeignet):
Die Bohnen über Nacht einweichen, dann in reichlich Salzwasser eineinhalb Stunden köcheln. Tomaten blanchieren, enthäuten, entkernen und würfeln.
Olivenöl erhitzen, Salbeiblätter und Knoblauch dazu geben, die gekochten Bohnen in das Öl geben und 5 Minuten sautieren.
Am Ende die Tomatenwürfel unter die Bohnen heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Arme-Leute-Tortilla
Kartoffeln kochen und schälen. In Scheiben schneiden. Eine Zwiebel fein hacken und in Olivenöl glasig werden lassen, die Kartoffelscheiben dazu geben. Eier mit etwas Sahne verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen, über die Kartoffeln geben. Einen Deckel auf die Pfanne legen und bei kleiner Hitze stocken lassen.
Gefüllte Zucchiniblüten (ohne Käse auch für Veganer geeignet):
folgende Megenangaben reichen für acht Blüten:
Die Tomaten blanchieren, enthäuten, entkernen und würfeln. Die Schalotte in Öl glasig dünsten, die Tomaten dazu geben und 5 Minuten dünsten lassen. Das feingehackte Gemüse kurz in kochendem Wasser blanchieren, dann zur Tomatenmasse geben. Mit fein gehacktem Toastbrot binden, evtl. und nach Geschmack geriebenen Parmesan dazu geben.
Die Zucchini-Blüten mit der Masse füllen und die Spitzen der Blüten zusammendrehen.
10 Minuten vor dem Servieren die Blüten in einem Topf mit Dampfeinsatz 8 Minuten dämpfen. Als Dampfflüssigkeit einen Gemüsefond verwenden. Ein langer Fischtopf, in dem die Blüten nebeneinander auf dem Dampfeinsatz liegen können, eignet sich dafür hervorragend.
In Mandeln panierte, marinierte Tofuscheiben
Folgende Mengenangaben gelten für 2 Personen:
Einen Tofu-Block in zwei Scheiben schneiden, die jeweils ca. 1.5 bis 2 cm dick sind. Mit Madeira beträufeln und 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Mandeln sehr fein hacken. Die Tofuscheiben abtrocknen, dann in Mehl, Ei und schließlich in den gehackten Mandeln wenden. In Keimöl von beiden Seiten knusprig braten.
Von Ingrid_R

Henglein
Rama Cremefine

