Der Gänsebraten ist einer der absoluten Weihnachtsfavoriten, auch wenn er in vielen Gegenden schon zu Sankt Martin auf den Tisch kommt; klassische Beilagen sind Kartoffelknödel und Rotkohl. Das Geheimnis des besonderen Rotkohlaromas in unserer Gegend ist der gute Stich Gänseschmalz, Johannisbeergelee und eine Aachener Printe.
Und ein Gänsebraten verlangt schon nach einem richtig guten kräftigen Wein, hier ist ein Bier fast überfordert.
Ich mag gerne einen Merlot betonten Wein zur Gans, wenn sie mit den klassischen Beilagen und Komponenten daherkommt wie Rot- oder Rosenkohl, Kartoffelknödeln und Füllungen mit Majoran, Beifuss und Maronen, also ein Bordeaux von der rechten Seite ein St. Emilion oder Pomerol, ein sanft-würziger Syrah von der Rhône, aber auch ein Brunello de Montalcino oder ein sanft-feuriger Tempranillo z.B. aus Rioja oder Ribero del Duero also ein feuriger Spanier kann sehr gut passen. Wichtig ist, dass der Wein auf die Hauptaromen (eher süß-würzig oder eher herzhaft) des Gerichtes abgestimmt wird.
Eine ganz besondere Köstlichkeit unter den Geflügelbraten ist der Entenbraten à la Fräulein Jensen, der Weihnachts-CK-Klassiker, der seine besonderen Aromen durch die Trockenfrüchte und den Apfelnoten aus dem Calvados bezieht. Hier kann man zu einem Pinotage greifen, dem Klassiker aus Südafrika, der exotisch- weiche Aromen von Gewürzen und Fruchtkompott aufweist.
Überhaupt wird Ente gerne mit fruchtigen Komponenten serviert (z.B. Orangen- oder Kirschsauce), da würde ich zu einem fetten australischen Shiraz greifen, oder vielleicht, wenn jemand nicht so gerne Rotwein mag, auch zu einem Elsässer Gewürztraminer, je nach Beilagen.



