"Was koche ich nur zu Weihnachten?" Für viele, wenn nicht die meisten Familien, stellt sich diese Frage nicht - es gibt jedes Jahr das gleiche Menü, vielleicht schon seit Generationen.
Weihnachten hat soviel mit (Familien)tradition zu tun, da würden ganze Generationen in Streik treten, wenn das Weihnachtsfest nicht durch den Duft des "Weihnachtsgulaschs" (eine Kreation meiner Tante Nelli und nun in der dritten Generation bei ihren Töchtern DAS Weihnachtsgericht) eingeläutet würde.
Die Weihnachtsklassiker reichen von Würstchen mit Kartoffelsalat über den Weihnachtskarpfen, Fondue, Wild, Gänsebraten. Bei meiner schlesischen Großmutter z.B. gab es traditionell Weihnachtswürste (das waren mit Wein aromatisierte gebratene Weißwürste) mit Sauerkraut und Salzkartoffeln und anschließen Mohnklöße, dazu ein Moselriesling, meine Patentante machte jedes Jahr Fasan auf Champagnerkraut.
Dem jeweiligen Hausherrn oblag dann immer die Auswahl des richtigen Getränkes zum Essen und die reichten vom sorgfältig gezapften Pils bis zum edelsten Champagner.
Kartoffelsalat mit Wurst
Natürlich ist die erste Idee (und die ist nicht immer die verkehrteste) – ein Bier! Vor allem die Bockwurst und der Kartoffelsalat und ein sorgfältig gezapftes kühles Pils, das ist eine Kombination, die sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen kann. Im Süddeutschen gibt es eine der Weißwurst verwandte Spezialität, die „Wollwürste“, gebraten oder in Wasser erhitzt und in Bayern gibt es noch etwas ganz herrliches dazu, den "Weihnachtsbock", ein sehr süßesleicht bitteres Starkbier, welches zu einem solchen Weihnachtessen und vor allem zum Lebkuchen, den es dann zum Nachtisch gibt, ganz hervorragend schmeckt. Dann ziehen sich die Herren mit einer letzten Maß und einer guten Zigarre zurück und überlassen den Rest der Familie den weihnachtlichen Gepflogenheiten.
Und Wein passt hier nicht? Natürlich – es gibt nur wenige Gerichte, zu denen wirklich kein Wein passt. Hier kann man einen frischen Grünen Veltliner nehmen, der mit seiner frischen und knackigen Pfeffernote einen Kartoffelsalat (dem man vielleicht ein wenig Feldsalat oder Rucola beigegeben hat) bestens begleitet. Auch ein Riesling, ruhig eher trocken, aus der Pfalz oder aus dem Rheingau passt hier.
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Rama Cremefine
Salakis
Toppits