Pelmeni sind die russische Antwort auf italienische Tortellini, deutsche Maultaschen und polnische Piroggen. Viel wichtiger aber ist: Wenn es Pelmeni gibt, versammelt sich die Familie in der Küche und alle leisten ihren Beitrag, dass die kleinen Teigtaschen auf den Tisch kommen!

Bei den Pivovars sind Pelmeni eine Familienangelegenheit: Die Mama bereitet den Teig und die Hackfleischfüllung vor, während die Töchter und der Papa fleißig Pelmeni formen. Alles muss schnell gehen, denn das Wasser im Topf kocht auf – eine Fuhre Pelmeni nach der anderen muss rein. Dafür ist der Moment umso schöner, wenn alle gemeinschaftlich am Tisch sitzen und über die Pelmeni herfallen.

Gerade weil wir im Rudel kochen, würde ich Pelmeni nicht als Alltagsgericht bezeichnen, sondern als Festessen – und das, obwohl die Zutaten einfach und unkompliziert sind. Was ihr für den Teig braucht: Mehl, Wasser, etwas Salz, ein Ei. Meine Mama nimmt ein Ei auf ein Glas Wasser, um genau zu sein. Der Teig muss fest sein, das betont sie immer wieder. Dafür muss der Teig gut geknetet werden, ruhen und erneut geknetet werden.

Meine Mama hat noch ein Geheimnis: auf ein halbes Kilo gemischtes Hackfleisch kommt eine Zehe Knoblauch und eine Zwiebel. Salzen und pfeffern – und schon ist die Hackfleischfüllung fertig.

So einfach die Zutaten sind, geschmacklich kommt kein Trüffel an hausgemachte Pelmeni heran. Wenn ihr jetzt schon Hunger bekommen habt, dann schaut euch erst einmal die Rezeptstrecke an!

Pelmeni mit Butter oder Senf

Pelmeni mit Butter oder Senf

(Foto: Nastüha)
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Pelmeni mit Hackfleisch

Pelmeni mit Hackfleisch

(Foto: evlys)
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Sibirische Pelmeni

Sibirische Pelmeni

(Foto: m-power-gz)
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Pelmeni mit Rote Bete-Füllung

Pelmeni mit Rote Bete-Füllung

(Foto: rapunzelchen30)
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Pelmeni

Pelmeni

(Foto: leeni2507)
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Pelmeni mit Lachs

Pelmeni mit Lachs

(Foto: Hendrike2)
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Pelmeni mit Butter oder Senf
Pelmeni mit Hackfleisch
Sibirische Pelmeni
Pelmeni mit Rote Bete-Füllung
Pelmeni
Pelmeni mit Lachs

Pelmeni müssen nicht lange kochen – ihr erkennt den fertigen Garpunkt, wenn die Teigtaschen an der Oberfläche schwimmen. Der erste Test: eine Teigtasche herausgreifen und schauen, ob das Hackfleisch durch ist. Dann aber schnell zu Tisch!

Tipps von echten Pelmeni-Narren

1. Mehrere Gabeln in eine Schüssel stecken, in der sich die Hackfleischfüllung befindet. So kann jeder Helfer schnell zugreifen und sich die gewünschte Menge auf den ausgerollten Teig legen.

2. Nicht mit Mehl sparen – sowohl bei der Herstellung des Teigs, als auch bei der anschließenden Verarbeitung der Pelmeni.

3. Pelmeni gut verschließen – sonst schwimmen kleine Hackfleischklößchen herrenlos im Wasser herum.

4. Eine Butterflocke zu den fertigen Pelmeni geben, dann kleben sie nicht aneinander.

5. Pelmeni müssen klein sein – umso mehr passen in den Mund!

Zu Pelmeni muss der richtige Dipp her. Klassisch wird Schmand dazu gegessen. In meiner Familie mögen wir es scharf und essen Pelmeni mit Ogonek (übersetzt: Feuerchen) aus pürierten Tomaten, Paprika und viel Knoblauch. Ich persönlich liebe es, meine Pelmeni in Brühe und Essig zu tunken – dafür haben wir keine Bezeichnung, aber immer eine extra Schale zum Abtauchen.