Zimt: Vom Zimtstern über Kochen bis zu Wellness

Zimt: gesund oder ungesund?

Zimt WellnessSeit rund 5000 Jahren, zunächst offenbar in China, verfeinert Zimt Speisen und hilft bei Magenschmerzen, Mundgeruch oder Blähungen. Die Römer der Antike nutzten Zimt als Gewürz und Arznei, als Parfüm, Räucherwerk oder als Opfergabe. Dass Zimt dem Magen gut tut und die Verdauung anregt, ist seit Jahrtausenden bekannt. Inzwischen weiß man auch, dass Zimt hilfreich für Diabetiker des Typs 2 sein kann, da Zimt sich positiv auf die Insulin- und Cholesterinwerte auswirkt. Zimt ist in unseren Regionen seit dem Mittelalter bekannt für seine Heilkraft. Allergiker müssen jedoch vorsichtig sein. Bei einer Überempfindlichkeit kann es beispielsweise zu Hautrötungen kommen.

Cumarin im Zimt

Vor allem im Cassia-Zimt, aber auch in Ceylon-Zimt, ist Cumarin enthalten, das als gesundheitsschädlich gilt. Cassia-Zimt enthält ca. 2g Cumarin pro kg, die gleiche Menge Ceylon-Zimt enthält dagegen nur ca. 0,02 g Cumarin. Cumarin kann ab einer bestimmten Dosierung die Leber schädigen, weshalb das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor allem vor Weihnachten alljährlich eine Warnung vor zu viel Zimt-Konsum ausspricht. Vor allem in Fertigprodukten ist oft der billigere Cassia-Zimt mit höherem Cumarin-Gehalt enthalten. Ein Kleinkind etwa sollte täglich nicht mehr als 6 kleine Zimtsterne essen.

Für die Verwendung von Zimt in der Küche, zum Beispiel bei Milchreis, etc., empfiehlt das BfR, sich an folgende Höchstwerte zu halten: Ein Erwachsener (Körpergewicht 60 kg) kann täglich 2g Zimt verzehren und ein Kleinkind (Körpergewicht 15 kg) darf täglich 0,5g Zimt zu sich nehmen, immer unter der Voraussetzung, dass auf keinem anderen Weg (durch Kosmetika über die Haut oder durch Einnahme von Zimt-Kapseln) Zimt zugeführt wird.

Die vollständige Empfehlung vom BfR vom 27. September 2012 zum Thema Zimt finden Sie hier >>