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Herrlich duftendes und knusprig leckeres Brot selber backen

Brot gehört in Deutschland zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Unsere Backtradition ist weltweit bekannt, sodass im Ausland wie beispielsweise in den USA und Australien deutsche Bäckereien entstehen, die Brot und Brötchen nach traditionellen Rezepten backen. Doch richtig gutes Brot ist inzwischen in Deutschland nicht mehr so leicht zu bekommen. Daher liegt es im Trend, sein Brot selber zu backen.

Warum schmeckt selbstgebackenes Brot so gut?

Bereits der Duft aus dem Ofen lässt einem das Wasser im Mund zusammen laufen. Doch nicht allein das herrliche Aroma, das sich in der Küche verbreitet, sobald das selbstgebackene Schwarz- oder Vollkornbrot fertig ist, machen den Reiz aus. Wenn du Brot selber backst, weißt du ganz genau, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Dies ist vor allem für eine gesunde Ernährung wichtig. So kannst du Vollkornmehl, hochwertiges Öl und weitere Zutaten verwenden, die deiner Gesundheit zuträglicher sind als beispielsweise Weißmehl und künstliche Konservierungsstoffe. Auch wenn du unter einer Unverträglichkeit (z.B. Gluten) leidest, kannst du Brot und Brötchen mit entsprechenden Zutaten selbst backen. So weißt du ganz genau, was in den Backwaren enthalten ist und vermeidest schlimme Diätfehler. Du schwörst auf Low Carb? Dann back dir ein Eiweißbrot selbst. Aufgrund der hohen Menge an pflanzlichem Eiweiß und nur einer geringen Menge an Kohlenhydraten passt es sehr gut zu deiner Ernährungsweise. Da das Eiweißbrot beim Bäcker normalerweise recht teuer ist, kannst du außerdem Geld sparen, wenn du dich entscheidest, dieses Brot selber zu backen.

Die Vorteile noch einmal zusammengefasst:

  • Individueller Geschmack
  • Volle Kontrolle über die Zutaten
  • Optimal für Allergiker
  • Meistens günstiger
  • Brot backen ist zu jeder Zeit möglich, sodass du es immer frisch genießen kannst
  • Du kannst verschiedene, vielseitige Rezepte ausprobieren

Brotbackautomat vs. Selber backen

Zugegeben: Brot selber backen bedeutet schon ein wenig Arbeit. Je nach Rezept sind verschiedene Schritte notwendig, die teilweise ihre Zeit brauchen (z.B. Sauerteig selbst herstellen). Du musst zuerst die Zutaten abwiegen und dann miteinander verkneten. Verwendest du Hefe, muss der Teig zwischendurch immer wieder gehen. Anschließend musst du das Brot in Form bringen und in den Ofen schieben.
Wenn dir das zu aufwendig ist, kannst du dich auch für einen Brotbackautomaten entscheiden, den es in verschiedenen Ausführungen und in unterschiedlichen Preiskategorien von Herstellern wie Unold, Panasonic oder Kenwood gibt. Ein Vorteil der Geräte ist, dass sie nicht nur Brot selber backen können, sondern zudem auch verschiedene Teige für Brötchen, Apfelkuchen und weiteres Gebäck sowie Joghurt und Marmeladen zubereiten. Zudem ist die Bedienung sehr einfach. Du musst nur die Zutaten hineingeben, das richtige Programm einstellen und auf den Startknopf drücken. Anschließend übernimmt der Brotbackautomat und du kannst in kurzer Zeit frisches selbstgebackenes Brot genießen. Ein Nachteil ist allerdings, dass abhängig vom Modell die Knethaken im Brot stecken und dadurch unschöne Löcher in einigen Scheiben entstehen. Zudem richtet sich die Form des Brots nach der Form im Brotbackautomaten. Ein klassischer Laib oder Stollen ist daher nicht realisierbar. Eine Lösung dafür ist, nur den Teig in der Maschine zubereiten zu lassen und ihn anschließend herauszunehmen, zu Formen und im Backofen zu backen. Allerdings kann den Teig auch eine Küchenmaschine herstellen und du musst dich fragen, ob sich die Investition in einen Brotbackautomat für dich tatsächlich lohnt.
Sehr komfortabel ist jedoch die Funktion, dass du mittels einer Zeitschaltuhr einstellen kannst, wann dein Brot fertig ist (z.B. morgens um 7 Uhr oder abends um 20 Uhr).

Brot selbst backen

Brot im Backautomaten backen

Laibe und Stollen möglich

Alle Zubereitungsschritte werden übernommen

Kruste wird knuspriger und schöner

Per Zeitschaltuhr wird bestimmt, wann das Brot fertig sein soll

Perfekte Scheiben

Vielseitige Programme (Brötchen, Kuchen, Pizzateig, Joghurt, etc.) nutzbar

Welche Zutaten brauchst du?

Die wichtigste Grundzutat ist neben Wasser in jedem Fall das Mehl. Verwende am besten ein hochwertiges aus dem Bio-Markt oder Reformhaus. Denn je hochwertiger deine Zutaten sind, desto höher ist auch die Qualität deines Brots und desto besser ist seine Wirkung auf deine Gesundheit.

Wichtige Grundzutaten, um Vollkornbrot, Roggenbrot und weitere Brote selber zu backen:

Mehlsorten

  • Weizenmehl glatt (Type 1050 in Deutschland, 700 in Österreich)
  • Weizenvollkornmehl
  • Roggenvollkornmehl
  • Dinkelvollkornmehl

Getreideprodukte als Teigzugabe

  • Hirseflocken
  • 5-Korn-Flockenmischung
  • Haferkleie

Weitere Grundzutaten

  • Frische Hefe
  • Grobes Meersalz, am besten aus der Mühle
  • Honig

Gewürze

  • Anis
  • Fenchel
  • Kümmel
  • Koriander

Toppings

Wenn du dein Brot selber backst, kannst du es vor dem Backen mit einem Topping verzieren. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne eignen sich ebenso wie Sesam oder Kreuzkümmel. Dies sieht zum einen sehr lecker aus und verleiht deinem Brot zudem eine individuelle Geschmacksnote. Darüber hinaus haben einige von diesen Toppings auch eine positive Wirkung auf deine Gesundheit.

Topping

Inhaltsstoffe

Wirkung

Sonnenblumenkerne

Ungesättigte Fettsäuren

Vitamin E

Vitamin D

Vitamin K

Vitamin A

+ weitere Vitamine und Mineralien

Helfen u.a. gegen Durchblutungserkrankungen wie Thrombose, Multiple-Sklerose

Beugt Schüttelfrost und Wechselfieber vor

Kürbiskerne

Wertvolle Vitamine und Enzyme

Ungesättigte Fettsäuren

Magnesium

Eisen

Zink

Selen

Helfen z.B. bei Reizblase und Stärken die Prostata

Sesam

Ungesättigte Fettsäuren

Linolsäure

Lecithin

Essentielle Aminosäuren

Calcium

Magnesium

Positiv für bspw. Stoffwechsel, Cholesterinspiegel, Haut

Beugt durch hohen Calciumgehalt Osteoporose vor

Kreuzkümmel (Cumin)

Ungesättigte Fettsäuren

Natrium

Kalium

Vitamin A

Calcium

Eisen

Magnesium

Verbessert u.a. Verdauung, Blutdruck, Husten, Darmflora

Krebsvorbeugend

Hilft beim Abnehmen

Kümmel

Omege-3-Fettsäuren

Omega-6-Fettsäuren

Reich an wertvollen Flavanoiden

Entzündungshemmend

Antioxidativ

Krebsvorbeugend

Positiv für Darmgesundheit

Leinsamen

Ungesättigte Fettsäuren wie beispielsweise wichtige Omega-3-Fettsäuren

Calcium

Vitamin E

Schleimstoffe wie Xylose und Galactose

Verbessert die Darmtätigkeit

Krebsvorbeugend

Mohn

Calcium

Magnesium

Linolsäure

B-Vitamine

Schmerzstillend

Beruhigend

Chia-Samen

Kupfer

Mangan

Phosphor

Calcium

Bor

Unterstützen u.a. Bewegungsapparat, Blutgerinnung

Senken Cholesterinspiegel und Blutfettwerte

Verdauungsfördernd

Entgiftend

* Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Inhaltsstoffe und Wirkungsweisen sind möglich.

Ideen für Brot-Rezepte

Einfaches Vollkornbrot backen

Zutaten Sauerteig (ergibt ungefähr 500g):

250 ml warmes Wasser
1 TL Honig
150 g Roggen-Vollkornmehl

Zutaten für das Vollkornbrot:

250 ml warmes Wasser
500 g Sauerteig
500 g Roggenvollkornmehl
1 EL Meersalz 
1 TL Brotgewürz (eine Mischung aus Anis, Fenchel, Koriander und Kümmel) nach Geschmack
Zum Bestreuen Kerne oder Samen nach Belieben

Zubereitung:

  1. In einer großen Schüssel das Wasser mit dem Honig verrühren und anschließend das Mehl hinzufügen. Alles mit einem Holzlöffel zu einem glatten Teig verarbeiten.
  2. Die Schüssel mit einem Tuch oder passenden Deckel abdecken. Anschließend an einen warmen Platz (mindestens 20°) stellen und 3 Tage stehen lassen.
  3. Jeden Tag am besten morgens und abends den Sauerteig kräftig durchrühren.
  4. Ist der Sauerteig fertig, alle Zutaten für das Vollkornbrot in eine Schüssel geben und ordentlich miteinander verkneten.
  5. Anschließend den Teig in eine Kastenform füllen, die mit Backpapier ausgelegt ist. Mit einem Tuch abdecken und für 12 Stunden ruhen lassen. Der Teig sollte danach ein wenig aufgegangen sein.
  6. Den Ofen auf 270° vorheizen und einen kleinen Topf oder eine feuerfeste Schale auf den Boden des Backofens stellen.
  7. Das Brot mit etwas Wasser befeuchten, nach Geschmack Körner oder Samen darauf streuen und in den Ofen schieben.
  8. Nach 5 Minuten die Backtemperatur auf 200° reduzieren und das Brot weitere 40 Minuten backen.

Schnelles Roggenbrot selber backen

Zutaten:

20 g frische Hefe
300 ml Wasser
350 g Roggenmehl, (Type 1150)
150 g Weizenmehl, (Type 550)
1 TL Salz
1 TL Brotgewürzmischung
150 g flüssiger Sauerteig, selbst angesetzt oder aus dem Beutel
Etwas Mehl

Zubereitung:

  1. Hefe mit einer Prise Zucker im lauwarmen Wasser mit einer Gabel auflösen.
  2. Mehlsorten, Salz, Brotgewürz und Sauerteig zusammen mit der Hefemischung in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine verkneten.
  3. Ist der Teig schön geschmeidig, ihn auf ein mit Mehl bestäubtes Backpapier geben und zugedeckt ungefähr 40 Minuten gehen lassen.
  4. Anschließend den Teig flach drücken und die Ränder von außen nach innen verkneten. Auf diese Weise entsteht ein runder Laib.
  5. Den Laib mit Mehl bestäuben und mit einem Messer 4 Mal leicht einschneiden, sodass sich ein Quadrat ergibt. In die Mitte ein kleines Kreuz einritzen und das Brot mit dem Backpapier auf ein Backblech legen.
  6. Backofen auf 240° vorheizen und eine mit Wasser gefüllte Schale, einen Topf oder Auflaufform auf den Backofenboden stellen.
  7. Ist der Ofen vorgeheizt, das Brot auf dem Backblech in den Ofen schieben und für 10 Minuten backen. Dann die Temperatur auf 200° herunterdrehen und das Brot in weiteren 30 Minuten fertig backen.

Low Carb Eiweißbrot selber backen

Zutaten:

3 Eier
100 g Joghurt
50 g Butter, geschmolzen
1 TL Natron
1 TL Salz
100 g Sesam
50 g Kürbiskerne
200 g Mandeln, gemahlen
150 g Sonnenblumenkerne
50 g Leinsamen

Zubereitung:

  1. Die Eier aufschlagen und mit dem Joghurt zusammen in einer Schüssel vermengen.
  2. Butter schmelzen und ebenfalls untermengen.
  3. Natron und Salz sowie Mandeln, Kerne und Leinsamen hinzufügen und alles miteinander gut vermischen.
  4. Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen und bei 175° etwa eine Stunde backen.
  5. Die Nüsse und Kerne können nach eigenem Geschmack verändert werden.

Tipps und Tricks rund ums Brot selber backen

  • Lass deinem Brot Zeit. Damit es später schön locker ist, müssen Brote aus Hefe- oder Sauerteig erst einmal vor dem Backen aufgehen.

     

  • Vermeide beim Brot backen Zugluft, denn das mag der Teig gar nicht.

     

  • Stelle zu Beginn der Backzeit eine Schale Wasser in den Backofen. So bleibt das Brot saftig, bekommt einen schönen Glanz und eine tolle Kruste.

     

  • Hast du eine Hefe- oder Histaminallergie? Dann verwende anstelle von Hefe Backpulver. 1 Päckchen reicht für 500 g Mehl.

     

  • Wenn du zum Beispiel ein Dinkelbrot selber backst, siebe das Mehl vorher, damit keine Klümpchen entstehen. Bei Roggen- und Weizenvollkornmehl ist das Sieben nicht notwendig, bei allen anderen Mehlsorten schon.

     

  • Am längsten hält sich Brot in einem speziellen Brotkasten, -topf oder –sack bei 12 bis 18°. Die Lagerung sollte trocken und belüftet erfolgen.

     

  • Damit kein Schimmel entsteht, solltest du den Brotkasten jede Woche mit Essigwasser auswischen.

     

  • Nur im Sommer bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit darf Brot in den Kühlschrank. Ansonsten ist die Lagerung dort ungeeignet, weil es dadurch schnell alt schmeckt.

     

  • Brot schmeckt einfach frisch am besten. Backe daher lieber kleiner Laibe oder Stollen und dafür öfter.

     

  • Alternativ kannst du Brot auch sehr gut auf Vorrat einfrieren. Dies ist sowohl im Ganzen als auch in Scheiben möglich. Das Auftauen funktioniert am besten bei Zimmertemperatur.