Wilde Beeren


Einige Wildbeeren


Wilde Beeren Sanddorn wächst bei uns an Nord- und Ostsee, in Alpennähe und in Flussauen. Die erbsengroßen Beeren sind in voller Reife orangegelb bis rot und relativ weich. Da die Sträucher reich bedornt sind, vorsichtig bei der Ernte sein. Bei uns macht man zumeist Saft und Sanddornmus aus den Beeren oder Marmelade. Frisch gepresster Sanddornsaft gärt sehr schnell, deshalb müssen die Flaschen sofort 20 Minuten bei 85 Grad sterilisiert werden.

Holunderbeeren wachsen hingegen in Dolden und sollten auch als solche vom Strauch geschnitten werden. Wählen Sie vollreife Früchte, die violett bis schwarz sind. Unreif enthalten sie das giftige Sambunigrin.

Holunderbeeren eignen sich prima zum Entsaften, aber auch für die Herstellung von Kompott, z.B. kombiniert mit Äpfeln oder als Marmelade.

Hagebutten nur dann vom Strauch pflücken, wenn die roten Früchte noch fest sind. Kühl und trocken gelagert sind sie einige Zeit haltbar.

Mit Holunderbeeren und Hagebutten kann man wunderbar Konfitüren herstellen. Früchte dafür vorher gut waschen, trocken tupfen und dann von den Kernen befreien.

Auf der Grundlage von Hagebuttenmark kann man so manche Köstlichkeit herstellen: Sehr reife Hagebutten in wenig Wasser (auf 1000 g etwa 1/2 Tasse) in 30 Minuten weich kochen und durch ein sehr feines Haarsieb streichen; am besten mit dem Mixstab.

Holzäpfel sind gelblichgrüne, oft nur stachelbeergroße Früchte, die man bis in den November hinein ernten kann. Sie enthalten viel Kalium und Vitamin C und ergeben ein sehr gutes Gelee.

Schlehen verwendet man heute kaum noch. Vielleicht, weil die Früchte extrem sauer und sehr herb sind. Das ändert sich, allerdings nur wenig, wenn die Schlehen einmal richtig Frost abbekommen haben.
Schlehen ergeben jedoch einen ganz vorzüglichen, gesunden Saft, für Marmeladen und Konfitüren eignen sie sich nicht.

Schlehensaft:

2 kg Früchte in ein emailliertes Gefäß füllen und mit 3 Liter kochendem Wasser übergießen. 1 Tag ziehen lassen. Den Saft abgießen, wieder zum Sieden bringen, ein zweites Mal über die Schlehen gießen ,und wieder über Nacht ziehen lassen. Dieses noch ein drittes Mal wiederholen.
Den abgegossenen Saft mit 450g Zucker süßen, 10 Minuten kochen, dabei abschäumen und in Flaschen füllen, die sofort mit Gummikappen verschlossen werden. Zur Geleebereitung, aber auch heiß mit Rotwein, Nelken, Zimt und Zucker zu Schlehenpunsch geeignet.

Schlehen süß - sauer eingelegt:

  • 500 g Schlehen
  • 1 kleine Tasse Essig
  • 150 g Zucker
  • 3 Nelken
  • 1 Stückchen Zimtrinde

Den mit 4 Tassen Wasser verdünnten Essig mit Zucker und Gewürzen durchkochen. Die Schlehen in kleine Gläser füllen, mit Essigwasser übergießen, verschließen und 20 Minuten bei 100 Grad einkochen. Eignet sich hervorragend als Beilage zu einem festlichen Rinderbraten oder zu Wild.

Zum Schluss noch der Hinweis, den man unbedingt beachten sollte: nur Beeren, die man wirklich kennt sammeln. Im Zweifelsfalle lieber nicht pflücken oder sich beraten lassen.

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Artikel vom 18.09.2006
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