Schokoladeherstellung
Es war der Niederländer Conrad Van Houten, der 1828 mit seiner Erfindung der Schokoladenherstellung einen neuen Impuls verlieh. Dank seiner Maschine konnte die Kakaobutter von der flüssigen Kakaomasse getrennt werden. Mit Zucker gesüßter Kakao löste die zuvor mit luxuriösen Gewürzen zubereitete reine Trinkschokolade ab. Aus der Kakaobutter konnte durch Beimischungen ein neues Produkt gewonnen werden - die Schokolade zum Essen.
Holland wurde der erste Großproduzent von Kakao und Tafelschokolade. Die Schweiz folgte mit der Innovation Milchschokolade.
Rodolphe Lindt erfand 1879 das Verfahren des Conchierens - eines langwierigen Rührens und Walkens, wodurch die Rohschokolade geschmeidiger und glatter wurde.
Neben den großen Marken gibt es zunehmend kleine Hersteller, die mit ausgewählten, schonend fermentierten, langsam gerösteten Bohnen Schokolade kreieren, die den ursprünglichen, unverfälschten Charakter des Kakaos erhalten.
Gute Chocolatiers besinnen sich auf die fast vergessene Geschmacksvielfalt der alten Sorten und schreiben den Ursprung der Kakaobohnen oder den Namen der Plantage auf die Verpackung. Sie verarbeiten, ausgesuchte Bohnen aus kleineren Fabriken, wo verschiedene Sorten geröstet und gemischt werden können.
Nur zwei Prozent der Kakaowelternte sind Edelkakaos. Dazu gehören die Trinitario-Sorten (Trinidad) und Arriba (Ecuador).
Schokoladenverbrauch
Schokolade war bis vor dem Ersten Weltkrieg Luxus. Bei den Polarexpeditionen von Amundsen und Nansen wurde Tafelschokolade erstmals als vollwertiges Ersatznahrungsmittel verwandt. Erst in den 50er-Jahren wurde die braune Süßigkeit zur Massenware.
Der Schokoladenkonsum wuchs stetig. Statistiken weisen einen pro Kopf - Verbrauch von ca. 8 - 10 kg im Jahr aus.
Und damit das schlechte Gewissen ob der vernaschten Kalorien nicht zu sehr drückt, haben Mediziner gesunde Stoffe im Kakao entdeckt, die blutdrucksenkend wirken sollen. Bittere Sorten sind sogar während der Diät erlaubt.
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