Man sammelt die jungen Blätter im April und Mai, also noch vor der Blüte, die Zwiebeln im Spätsommer und Herbst. Bärlauchzwiebeln können genau so verwendet werden wie Knoblauch. Magenempfindliche Personen sollen Blätter und Zwiebeln, kleingeschnitten, mit warmer Milch übergießen, zwei bis drei Stunden ziehen lassen und dann diese Flüssigkeit schluckweise trinken. Um auch das Jahr über die Heilkraft des Bärlauchs im Haus zu haben, bereitete man früher einen Bärlauchgeist zu. Das kann man natürlich auch heute noch machen:
Kleingeschnittene Blätter oder Zwiebeln werden locker bis zum Hals in eine Flasche gefüllt, mit 38 bis 40% - igem Korn oder sonstigem ähnlichen Schnaps übergossen und 14 Tage in die Sonne, an die Heizung oder in Herdnähe gestellt.
Von diesem Geist nimmt man täglich 10 bis 12 Tropfen in etwas Wasser. Diese Tropfen verhelfen zu einem ausgezeichneten Gedächtnis, beugen der Arterienverkalkung vor und vertreiben viele andere Beschwerden.
Oder: Bärlauchwein
Man nimmt eine Handvoll kleingeschnittene Blätter, koche sie kurz in etwa 1/4 Liter Weißwein auf, süße nach Geschmack mit Honig oder Sirup und trinke von diesem Wein tagsüber langsam, schluckweise.
Man kann den Bärlauch auch fein gehackt mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern einfrieren
Der Bärlauch verdankt, der Sage nach, seinen Namen den alten Germanen. Man glaubte, dass der Bär seine Kraft und Fruchtbarkeit auch auf bestimmte Pflanzen übertragen kann und sich der Mensch durch deren Verzehr Bärenkräfte einverleiben konnte. Nach entbehrungsreichen Wintern sorgten frische Bärlauchblätter sicherlich für einen abwechslungsreiche Speiseplan nach der eintönigen Winterkost.



