Kochen mit frischen, grünen Kräutern



Kochen mit frischen Kräutern macht Spaß, ist gesund, macht fit und schmeckt hervorragend.

Frische Gewürze Wer seine Speisen mit frischen, grünen Kräutern würzt, braucht weniger Salz und beugt Herz- und Kreislauferkrankungen vor. Wegen ihres hohen Mineralstoff- und Vitamingehaltes leisten Kräuter außerdem einen wichtigen Beitrag zur gesunden Ernährung. Damit die wertvollen Inhaltstoffe erhalten bleiben, sollten die meisten Kräuter frisch verwendet werden, also möglichst nicht erhitzen. Waschen Sie sie unzerkleinert und nur, wenn es nötig ist. Und: Erst kurz vor dem Garen und nicht zu fein hacken!

Basilikum

passt zu fast allen Gerichten aus der Mittelmeerküche. Sein einmaliges Aroma kommt frisch am besten zur Geltung. Basilikum wirkt appetitfördernd und hat eine entschlackende Wirkung. Frisch gekaute Blätter sorgen für reinen Atem.

Bärlauch

schmeckt wie Knoblauch, man riecht jedoch nicht danach. Er ist eisenhaltig, wirkt blutbildend, blutdrucksenkend und herzstärkend.

Beifuss

ist das ideale Kraut für fette und deftige Speisen. Es regt den Gallenfluss an und unterstützt damit optimal die Fettverdauung.

Bohnenkraut

schmeckt leicht pfeffrig und wird im ganzen mitgekocht. Es gibt Hülsenfrüchten oder Schmorgerichten den typischen Geschmack. Bohnenkraut stärkt den Magen, fördert die Verdauung und wirkt belebend.

Borretsch

erinnert geschmacklich an Gurken. Er gilt als herzstärkend, harn- und schweißtreibend und soll die Lebensgeister wecken. Borretschblätter möglichst jung ernten, ihre rauen Härchen sind dann nicht so ausgeprägt

Brennnesseln

werden nicht roh, sondern kurz überbrüht verwendet und schmecken ähnlich wie Spinat. Sie wirken stark entwässernd und werden darum sehr geschätzt. Brennnesseln sind reich an Vitaminen und Mineralsalzen und unterstützen die Blutbildung.

Brunnenkresse

schmeckt ein wenig wie Rettich und passt zu Milchprodukten, Eiern oder Huhn. Sie enthält viel Vitamin C und stärkt die Abwehrkräfte.

Dill

wird eine nervenberuhigende Wirkung nachgesagt, Er regt den Appetit an und lindert Verdauungsstörungen. Dill ist ideal für Gurkengerichte und frischen Fisch.

Estragon

hat einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, die für seinen herb - bitteren, Geschmack verantwortlich sind. Er regt den Appetit und die Magensekretion an und gibt z. B. Kräuterbutter den besonderen Pfiff.

Kerbel

regt den Stoffwechsel an, reinigt das Blut und entschlackt. Er ist gut für feine Suppen, Eier- und Geflügelgerichte geeignet. Erst kurz vor dem Servieren zufügen.

Koriander

ist ein typisches Kraut für die asiatische Küche und schmeckt etwas nach Anis. Er passt zu Gerichten aus dem Wok, fördert den Appetit und lindert Völlegefühl.

Liebstöckel

wird hauptsächlich für Suppen und Eintöpfe verwendet. Es wirkt harntreibend und ist deshalb hilfreich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht und Rheuma.

Lorbeer

würzt saure Speisen wie Sauerbraten und Sülzen. Die getrockneten Blätter müssen mitgegart und sparsam dosiert werden. Sie wirken appetitanregend und verdauungsfördernd.

Majoran

darf in keiner Leberwurst fehlen, passt aber auch zu Frikadellen oder Bratkartoffeln. Besonders auf die Magenschleimhäute wirkt das Kraut beruhigend und entspannend.

Minze

passt zu Süßspeisen, aber auch zu Fleisch und Fisch mit Joghurtsoße. Die ätherischen Öle der Minze regen den Gallenfluss an und beruhigen Magen und Darm.

Oregano

schmeckt herb, leicht pfeffrig und wird viel in der italienischen und griechischen Küche verwendet. Er fordert den Appetit und beruhigt die Nerven.

Petersilie

passt zu fast allen Gerichten. Sie ist reich an Provitamin A, Vitamin C, Bi und B2 sowie Kalzium. Petersilie regt die Nierentätigkeit an, wirkt blutreinigend und ist fördert die Verdauung.

Rauke/Rucola

schmeckt pfeffrig - würzig und säuerlich frisch. Ihre Bitterstoffe regen den Appetit und die Verdauung an. Rauke eignet sich für Salate, aber auch kurz gedünstet für Risotto, Nudeln oder Fischragout.

Rosmarin

soll Kopfschmerzen lindern, bei Nervosität beruhigen und die Magen-, Darm- und Gallentätigkeit positiv beeinflussen. Als Badezusatz regt Rosmarinöl den Kreislauf an.

Salbei

besitzt ein sehr würziges, leicht bitteres Aroma und sollte darum nur sparsam verwendet werden. Er wird wegen seiner entzündungshemmenden und verdauungsfördernden Wirkung geschätzt.

Schnittlauch

stärkt mit seinem hohen Vitamin-C- Gehalt die Abwehrkräfte. Er passt zu fast allen herzhaften Gerichten und zu Salaten.

Thymian

hat einen würzig - süßlichen Geschmack und entfaltet erst beim Kochen sein herrliches Aroma. Er wirkt beruhigend sowie krampf- und schleimlösend.

Waldmeister

wurde durch die Maibowle berühmt. Er hat eine beruhigende Wirkung und hilft bei Schlafstörungen, sollte jedoch nur sparsam dosiert werden, da das in ihm enthaltene Kumarin bei Überdosierung Kopfschmerzen verursachen kann.

Zitronenmelisse

schmeckt zu allen Gerichten, die man auch mit Zitronensaft würzen würde. Ihr werden virushemmende und bakterizide Eigenschaften bescheinigt.
Melissentee ist nervenstärkend und hilft bei Kopf- und Zahn- schmerzen. . Aromatische Zitronenmelisse dient auch als Grundstoff für den berühmten Melissengeist.


Artikel vom 06.08.2006
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