Obstkuchen: saftiger Kuchen mit frischen Früchten

Obstkuchen: Fruchtige Vielfalt für auf und in den Kuchen

Der Sommer bringt eine Vielzahl an sonnengereiften Früchten hervor, die allesamt darauf warten, zu köstlichen Kuchen und anderen Leckereien verarbeitet zu werden. Einige der Früchte stellen wir Ihnen im Folgenden kurz vor:

Süßkirschen

Die Haupterntezeit beginnt Ende Mai und dauert bis in den Juli hinein. Süßkirschen nehmen schnell Fremdgerüche an und sollten darum im Kühlschrank nicht in der Nähe sehr aromatischer Lebensmittel aufbewahrt werden.
Süßkirschen werden gern frisch gegessen. Man kann sie aber auch einfrieren. Dafür entfernt man am besten die Kerne und bestreut das Obst mit etwas Zucker oder beträufelt es mit Sirup.
Die roten Früchtchen sind reich an Kalium und Kohlenhydraten.

Sauerkirschen

Die weichfleischigen Früchte werden von Ende Juli bis Ende August geerntet. Die bekanntesten Sorten sind Schattenmorellen und Knorpelkirschen. Sie sollten im perforierten Kunststoffbeutel im Kühlschrank gelagert und innerhalb von zwei Tagen verzehrt werden.
Sauerkirschen werden selten roh gegessen, meist kocht man sie ein. Ihr zartes Aroma verleiht Kompott, Konfitüren, Kuchen, Mus und Likören eine feine Note.
Die kleinen Früchte sind reich an für den Mineralien- und Wasserhaushalt wichtigem Kalium und Ballastoffen. Sie enthalten außerdem Betakarotin, eine Vorstufe des Provitamin A (gut für die Sehkraft).

Mirabellen

Haupterntezeit ist August. Es gibt aber auch heimische Sorten, die schon im Juli reif sind. Die kirschgroße gelbe Pflaumenart hält sich zwei bis vier Tage im Kühlschrank und etwas länger, wenn man sie mit Ölpapier abdeckt.
Mirabellen schmecken roh, gekocht, als Kuchenbelag und getrocknet.

Blaue Pflaumen

Haupterntezeit ist von Juli bis September. Weiches und süßes Fleisch ist meist rötlich gefärbt. Da die Früchte schnell verderben, am besten gleich verzehren oder weiterverarbeiten.
Reife Pflaumen sind gut zum Einfrieren geeignet. Man sollte die Steine aber vorher entfernen, da die Früchte sonst leicht bitter schmecken. Frisch lassen sie sich auch roh verzehren. Sie werden auch gern für Kompott und Mus verwendet und sind ein beliebter Kuchenbelag.
Pflaumen sind gute Kaliumlieferanten.

 

Gelbe Pflaumen

Die einheimischen Sorten werden von Juli bis September geerntet. Sie halten sich im Kühlschrank bis zu drei Tage lang frisch, wenn ihre Haut noch vom Wachsfilm geschützt ist.
Die Früchte schmecken als Snack und in Obstsalaten, eignen sich zum Einkochen sowie für Konfitüre und Kompott. Auch als Kuchenbelag sind sie ideal. Ihr volles Aroma entwickeln sie aber nur, wenn sie völlig ausgereift sind.
Vitamin C und B 2 sind in Spuren enthalten, dafür sind die gelben Pflaumen wie andere dieser Familie reich an Kalium.

Renekloden

Die runde grüne oder gelbe Pflaumenart hat ihre Haupterntezeit im August. Sie reift bei Zimmertemperatur nach. Verwendung: Renekloden haben festes Fleisch und schmecken säuerlich. Ihr Stein lässt sich meist nur schlecht herauslösen. Das Aroma entfaltet sich beim Einkochen am besten. Deshalb sind sie besonders für Kompott geeignet. Man kann sie aber auch roh genießen oder zu feiner Konfitüre verarbeiten.
Unreife Früchte sollte man nicht verzehren.
Renekloden enthalten viel, Kalium, etwas Vitamin C und B 2.

Zwetschen/Zwetschgen

Diese Pflaumenart wird von Juli bis in den Oktober hinein geerntet. Zu den bekanntesten Sorten zählen die Bühler Zwetschgen. Sie haben einen natürlichen weißlichen Wachsfilm auf der Schale, der beim Kauf noch vorhanden sein sollte. Er schützt die Früchte vor dem Austrocknen und kann mit warmem Wasser abgewaschen werden. Zwetschgen sind von allen Pflaumenarten die haltbarsten. Man kann sie drei bis vier Tage im Kühlschrank lagern.
Sie enthalten mehr Zucker und weniger Wasser als andere Sorten. Ihr Stein lässt sich gut herauslösen. Die Früchte schmecken als Kuchenbelag, Mus, Gelee und werden gern zu Schnaps gebrannt.

Pfirsiche

Ab Mitte Mai kommen sie aus Spanien. Erst ab Mitte Juli ist die erste heimische Ware auf dem Markt. Reife Pfirsiche verderben rasch. Man lagert sie am besten im Kühlschrank.
Die saftigen Früchte (am aromatischsten sind Weinbergpfirsiche) eignen sich als Imbiss, für Fruchtsalate oder als Kuchenbelag. Sie schmecken auch als Kompott, Konfitüre oder Likör.

Aprikosen

Die intensiv gelb oder orange gefärbten Aprikosen gibt es im Hochsommer. Sie sind bei Lagerung um den Gefrierpunkt maximal drei Wochen haltbar.
Die ausgereiften Früchte sind zwar aromatisch, dabei aber nicht sehr saftig. Deshalb werden sie vor allem zu Kompott, Konfitüre, Likör oder Trockenobst verarbeitet und als Kuchenbelag verwendet.
Eingemacht entfaltet sich ihr Aroma besser als eingefroren.
Aprikosen sind die karotinreichsten Früchte, die es gibt. Dieser Stoff, eine Vorstufe des Vitamin A, schützt die Haut im Sommer vor zuviel Sonne und schädlichem UV-Licht.

Nektarinen

Die druckempfindliche Sommerfrucht ist eine Kreuzung zwischen Pflaume und Pfirsich. Sie verdirbt schnell, darum lose und nicht länger als drei bis vier Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Nektarinen kann man garen, trocknen, einkochen oder kandieren. Sie schmecken auf Kuchen, in Fruchtsalaten, mit Sahne als Crepes-Füllung oder in Eiscreme.
Die saftigen Früchte enthalten viel Kalium, etwas Vitamin A und Vitamin C.

Für welche Frucht Sie sich auch entscheiden, auf der folgenden Seite stellen wir zahlreiche Rezeptideen für köstliche Obstkuchen vor. Bestimmt finden Sie hier altbekannte und geliebte Rezepte sowie neue Rezeptideen für fruchtigen Kuchengenuss.