Ich habe ein neues Hobby: Gäste einladen. Gerne spontan auf ein Glas Wein, aber noch lieber zum ausgedehnten Abendessen mit mehreren Gängen. Perfekt bin ich als Gastgeber noch nicht – aber ich koche, backe, dekoriere und empfange mit Liebe. Das ist ein guter Anfang.

Was genau heißt schon perfekt? Ich glaube, es kommt nicht in erster Linie auf das Ergebnis an, sondern auf die Intention, Haus und Küche für andere zu öffnen. Und damit sind so viele Glücksmomente verknüpft: Gute Lebensmittel einkaufen, den idealen Wein oder Likör finden, einladen, in Empfang nehmen, anstoßen, Geschichten austauschen, lachen und natürlich gut essen. Daraus leite ich zehn Tipps ab, die für mich einen perfekten Gastgeber ausmachen.

Der perfekte Gastgeber: aufmerksam, präsent und entspannt

Das Wichtigste vorab: Den perfekten Gastgeber zeichnet nicht das abgefahrenste Fleischgericht oder Dessert aus, sondern die Stimmung, mit der er seine Gäste durch den Abend führt. Das soll jedem Gastgeber den Druck nehmen, zu verkrampft an die Sache heranzugehen. Es geht hier immer noch um Spaß – auch und vor allem beim Gastgeber.

10. Die Einladung

Anlass, Ort und Uhrzeit, Dresscode und eventuelle Anmerkungen – wenn der Anlass groß ist, sind schriftliche Einladungen eine schöne Weise, Gäste zu benachrichtigen. Eine formelle Einladung verleiht eurem Event mehr Gewicht. Geburtstage und Familienfeste bekommen so die Aufmerksamkeit, die sie verdienen.

Für einen Grillabend am Wochenende wäre das sicherlich zu viel des Guten. Wichtig ist aber das Gefühl, das man den Gästen vermitteln will: "Ich würde dich gerne zum Essen einladen. Für Getränke ist gesorgt. Ich freue mich auf einen gemütlichen Abend!"

9. Kein Platz für Ego-Manöver

Ich liebe ja Ziegenkäse – unglaublich hip serviert mit Feigen auf Feldsalat und mit einem Himbeer-Honigdressing. Meine Mutter fand's schrecklich und hat den Salat nicht anrühren können. Die Ziege war schuld – oder doch eher ich, weil ich mich vorher nicht erkundigt habe, ob alle meine Gäste genauso zu Ziegenkäse stehen wie ich. Persönliche Präferenzen hin oder her – einen guten Gastgeber zeichnet aus, dass er sich vorher über Vorlieben, Intoleranzen und Abneigungen informiert. Ihr wollt nicht die Einzigen seid, denen es schmeckt.

8. Befindlichkeiten gehen vor

Wenn die Oma zu Besuch kommt, muss sie bequem sitzen. Wenn eure Gäste mit Kindern kommen, brauchen diese einen kindgerechten Platz am Tisch – oder es gibt einen separaten Kindertisch für die Knirpse. Abends kann es auch einmal kühl werden – wie aufmerksam von euch, wenn ihr Decken für eure Gäste bereitstellt! Was auch immer eure Gäste wollen, Extrawürste sind okay.

7. Kein Versteckspiel in der Küche

Wer hat es nicht schon erlebt: Kaum ist man als Gast angekommen, bekommt man ein Gläschen Sekt in die Hand gedrückt, darf sich das neue Wohnzimmer anschauen, aber den Gastgeber bekommt man so schnell nicht mehr zu Gesicht. Der ist nämlich bis auf Weiteres in der Küche, und fechtet dort seinen Kampf mit der Perfektion auf dem Teller aus. Davon hat niemand etwas. Ich plädiere für einfachere Gerichte und mehr Zeit mit den Gästen! Oder wofür genau habt ihr sie eingeladen?

6. Das Geheimnis liegt im Anrichten: Was Deko für euch tun kann

Ja, Murphy kann böse zuschlagen. Dann geht einfach alles schief. Retten kann euch nur noch eins: ein richtig schicker Tisch und Deko-Elemente, die alle Patzer kaschieren. Dazu gehören schöne Teller, eine Etagere, Stoffservietten und Kerzenschein.

Mir persönlich geht das Herz auf, wenn ich vor Ankunft der Gäste den Tisch eindecke – auch wenn nur jemand zum Frühstück vorbeikommt. Und es macht einfach einen Unterschied, ob man Aufschnitt in der Verpackung behält oder auf einem Teller anrichtet.

 

Kranz selber machen aus Rosmarin
Von: Living at Home, Länge: 1:14 Minuten, Aufrufe: 1.950

5. Leere Gläser füllen sich nicht von allein

In einer perfekten Welt fragt der Gast nicht nach Wasser, wenn er bereits ausgetrunken hat. Bevor er es überhaupt merkt, dass er wieder Durst hat, schenkt der Gastgeber nach. Genau so aufmerksam ist der Gastgeber auch bei Wein – und wenn er wirklich alles perfekt machen will, fragt er nach, ob jemand einen Espresso möchte. Bei so viel Aufmerksamkeit fühlt man sich als Gast doch direkt wohl und bleibt noch ein Stündchen länger.

4. Gute Vorratshaltung kann den Abend retten

Eine Freundin hatte zu ihrem 30. Geburtstag scheinbar einen todsicheren Plan für eine richtig gute Party: Bier und Wein, keine Sitzgelegenheiten und einen Topf Mitternachtssuppe für 25 Personen – in unserem Alter macht man es sich einfach zu oft in der Küche bei üppigem Essen gemütlich und ist dann zu träge zum Feiern. Nicht mit ihr! Mit Bier und Wein waren alle Gäste erst einmal glücklich. Stehen ging auch noch. Aber eine Kelle Suppe pro Person ohne Brot machte aus der Partyscharr eine rebellierende Meute. Der Dönerladen um die Ecke machte in dieser Nacht ein üppiges Geschäft.

Was hätte meine Freundin anders machen können? Davon abgesehen, dass sie von ihrem Plan überzeugt und nicht umzustimmen war, hätte sie ein Backup an Broten, Dips und Quark bereithalten können. Mensch, was hätte uns das schon zufriedengestellt! Gelernt haben wir alle: Zu wenig Essen und Getränke sind absolute Stimmungskiller.

Der perfekte Gastgeber ist aber nicht nur auf ein großes Event vorbereitet – er kann auch spontane Gäste fürstlich versorgen. Hierfür kann ich gar nicht genug betonen, wie hilfreich es ist, Blätterteig im Kühlschrank zu haben, eine Flasche Weißwein gekühlt zu halten oder Eiswürfel vorrätig zu haben. Wenn ihr keinen Platz im Kühlschrank habt, solltet ihr zumindest eine Flasche Rotwein zu Hause griffbereit haben. Die muss man nämlich nicht kühlen.

3. Musik im Hintergrund laufen lassen

Oft vergisst man, für die Hintergrundbeschallung zu sorgen. Dabei trägt Musik maßgeblich zur Atmosphäre am Abend bei. Ob Klassik, Jazz, Rock, Pop oder House – erlaubt ist, was gefällt. Im Idealfall allerdings nicht nur dem Gastgeber. Eine bunte musikalische Mischung kommt meistens gut an, und extra Punkte für den Gastgeber gibt es, wenn ihr auch noch auf Musikwünsche eingehen könnt.

 

Serviettenring Selber Machen
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2. Die Gäste beenden den Abend

Alle haben das mühsam zubereitete Mahl aufgegessen. Your job is done, alle können gehen, richtig? Das passiert euch nur ein Mal. Danach sind eure Freunde plötzlich bis zum Ende des Jahres ausgebucht. Sehr viel eleganter ist es, die Gäste mit ihren Getränken ins Wohnzimmer zu bitten, wo man zum entspannten Teil des Abends übergehen kann. Vielleicht wartet dort noch eine kleine Käseplatte zum Naschen auf sie. Und bitte lasst das Geschirr stehen! Wenn der Gastgeber anfängt, die Küche zu schrubben, versetzt er alle in Aufbruchstimmung, was ideal zum wichtigsten Tipp für einen perfekten Gastgeber überleitet.

1. Je entspannter der Gastgeber, desto entspannter die Gäste

Wenn wir Gäste einladen, möchten wir gemeinsam den Alltag vergessen und eine entspannte Zeit genießen. Das geht nur, wenn der Gastgeber loslässt, den Gästen nicht mit dem Handstaubsauger hinterherjagt, sein Essen nicht permanent kritisiert, dafür aber den Gesprächsthemen folgen kann. Also lehnt euch zurück, liebe Gastgeber! Ein wenig Imperfektion kann ganz schön perfekt sein!

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Meine Karriere als Gastgeber hat erst begonnen – in der Rolle des Gastes bin ich schon länger. Und die vielen Abende und Events, die ich besuchen durfte, inspirieren mich heute noch zu eigenen Glanzleistungen. Allein wegen der Aufmachung bin ich nach wie vor begeistert von der Dorade im Salzmantel. Fassungslos war ich, als ich zum ersten Mal Malva-Pudding probiert habe. Wie habe ich es nur fertiggebracht, all die Jahre ohne zu leben? Eis vom Grill ist nun meine Geheimwaffe, und wenn ich Sympathiepunkte sammeln möchte, backe ich das Brot selbst. Zudem habe ich immer Weißwein, einen guten Roten und Rosé auf Vorrat – meine Lieblingsweine, aber vor allem die Favoriten meiner Gäste. Denn in diesem Punkt gehen wir meistens auseinander. Aber der perfekte Gastgeber hat ja für alles gesorgt, nicht wahr?