Kartoffeln


... auch Erdapfel, Erdbirne, Grundbirne oder Grumpern


Dieser Artikel wurde überarbeitet und aktualisiert. Sie finden den aktuellen Artikel unter "Kartoffeln: klassisches Beilagengemüse".

 

 

 

"Vom alten Fritz, dem Preußenkönig, da weiß man viel, doch viel zu wenig, zum einen, dass er die Bratkartoffeln erfand. D´rum heißen sie, das ist kein Witz, auch Pommes Fritz."
(Heinz Erhardt)


Die Kartoffel wird auch Erdapfel, Erdbirne, Grundbirne oder Grumpern genannt. Eigentlich handelt es sich bei ihrem Namen ja um eine Verwechslung, aber wie das mit Künstlern so ist, sie treten gern unter anderem Namen auf. Sie wurde aufgrund ihres knollenartigen Äußeren für einen Trüffel gehalten! (abgeleitet aus Tartuffel; ital. tartufolo)
Es dauerte einige Jahrhunderte, bis die Kartoffel Einzug in die europäische Küche hielt.
Ursprünglich stammt die Kartoffelpflanze aus Peru, aus dem Reich der Inkas. Sie wurde zuerst nur als Zierpflanze wegen ihrer schönen Blüten gezogen. Dass die eigentlichen Früchte - die kleinen grünen Beeren, ähnlich wie bei der Tomate - und das Grün der Pflanzen giftig ist, erkannte man schnell. Deshalb dauerte es sehr lange, bis man den Wert der Wurzelknolle erkannte.


Apropos Solanin
100 g Kartoffeln enthalten zwischen 1,8 und 9,4 mg des Nervengiftes Solanin, ein Glykoalkaloid. Dies ist eine Menge, die für den Organismus absolut unschädlich ist. Der Grenzwert liegt bei 25 mg per 100 g Knolle. Am solaninreichsten sind die unreifen oder grün gewordenen und keimenden Kartoffeln. Konzentriert kommt Solanin in den Keimen, den sogenannten "Augen" vor. Kleine grüne Flecken sollten stets großzügig weggeschnitten werden. Ganz grüne Kartoffeln und solche mit größeren grünen Zonen dürfen nicht mehr verwendet werden.

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Artikel vom 07.05.2004
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