Die Grillsaison beginnt


Was ist Barbecue?

Kurz gesagt - Grillen auf amerikanisch. Es ist aber mehr für die Amerikaner, es ist die beliebteste Art, im Sommer zusammen im Freien zu Feiern. Dabei kommen durchaus nicht nur Steaks auf den Grill. In den Südstaaten bevorzugt man z. B. Krustentiere und Catfish, eine Welsart. Gewürzt wird er mit Cayennepfeffer, Koriander, Senf- oder Chillipulver. Dazu gibt es Baked Potatoes und Salate. Zum Nachtisch liebt man dort "Blueberry Pie". Ein Barbecue in Texas sieht da schon anders aus. Es werden riesige Feuerlöcher gebuddelt und darauf wird dann ein halbes Rind gegrillt! (Die gemäßigtere Variante mit einem ordentlichen Stück Fleisch auf dem Gartengrill passt da vielleicht doch besser in unsere Gärten!) "Barbecue" - das ist für die Amerikaner also keine schnelle Angelegenheit. Bis zu zehn Stunden braucht das Fleisch bei einer Temperatur von 80 - 100 Grad in den allseits beliebten und verwendeten großen, geschlossenen "Smokern". Auch gibt es deutliche Unterschiede zu unseren bevorzugten Gewürzen. Lieben wir es mehr deftig oder pikant, würzt man in Amerika eher süßlich. In den Südstaaten sind die Marinaden scharf, die Grundgewürze sind Apfelessig und Chili. Texas liebt Saucen, die ein volles Raucharoma haben auf der Basis von Tomaten und Ketchup und in Kalifornien setzt man auf die asiatische Note mit Hoisin- und Sojasaucen.

Was waren die Ursprünge des "Barbecue"?

Es wird berichtet, dass das Wort "Barbecue" von Indianern auf Haiti stammt. Es soll so etwa heißen: "einen Holzspieß mit Fleisch über das Feuer halten." Später übernehmen Kreolen den Ausdruck, verbreiteten ihn und die Cajuns brachten ihn bis nach Texas. So richtig in Schwung kam die Methode des Grillens von Fleisch, Geflügel und Fisch auf Kohle in Amerika erst in den 50- iger Jahren. Damals hob sich der Lebensstandard Dank der guten Wirtschaftslage, es gab mehr Freizeit und man konnte sich im Freien zusammenfinden und dem neu entdeckten Hobby frönen. WBQA

Was ist denn das, werden sich einige fragen. Was hat das mit unserem Thema "Barbecue" zu tun? Viel - es heißt nämlich " World Barbecue Association" - Grill-Weltmeisterschaften!
Die gibt es tatsächlich und die Trophäen sind, im wahrsten Sinne des Wortes, "heiß" begehrt. Es gibt auch Europa- und Deutsche Meisterschaften, nebenbei bemerkt. Diese Meisterschaften sind nicht nur dazu da, das Können am Grill zu zeigen, sondern das sind richtig gut einstudierte Shows mit Dekoration und allem drum und dran. Die Weltmeister beim WBQA im US-Bundesstaat Tennesee im Jahre 2000 in der Königsklasse (Rindfleisch) des Grillens überhaupt wurden - nein, nicht die Amerikaner, es waren die "Black Forrest- Griller" aus Schwaben /Deutschland. 72 Teams waren damals angetreten und die 5 Schwaben erhielten 180 von 180 möglichen Punkten! Herzlichen Glückwunsch im Nachhinein und viel Erfolg dieses Jahr im November in Kapstadt.

Rezepte fürs Barbecue

Da es inzwischen den Catfish (Zwerg- oder Katzenwels) auch bei uns tiefgekühlt immer öfter zu kaufen gibt, hier ein Grillrezept. Vielleicht halten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf mal nach diesem milden Edelfisch mit fester Struktur (eignet sich deshalb prima zum Grillen) Ausschau! Er wird in den Südstaaten in Naturteich- Farming Gebieten gezüchtet.

  • 4 Catfish-Filets (mindestens 200 g/Stück)
  • Zitronensaft
  • gemahlener Chili
  • weißer Pfeffer
  • Salz
  • etwas Öl
  • 3 Frühlingszwiebeln, geputzt in Ringe geschnitten

    Alle Zutaten verrühren und die Fischfilets darin mindestens 4 Stunden marinieren, dabei öfter wenden. Für jedes Filet eine großes Stück Alu-Folie bereitlegen, die Filets abtropfen lassen und in die Alu-Folie wickeln. Von jeder Seite 7-8 Min. Grillen, dabei den Abstand zur Glut nicht zu gering halten. Ruhen lassen und mit Baked Potatoes und Sour Cream servieren.

    Spareribs mit Senf und Honig
  • 1,5 kg Spareribs
  • 2 Knoblauchzehen fein zerdrückt
  • 5 EL gutes Olivenöl
  • 4 EL kräftiger Honig
  • 4 EL grobkörniger, süßlicher Senf
  • Zitronensaft, ca. soviel, wie eine Zitrone hergibt
  • 3 EL brauner Zucker
  • Tabasco, Salz und schwarzer Pfeffer

    Aus den Zutaten eine Marinade rühren, die Spareribs in Portionsstücke schneiden und darin mindestens 5 Stunden, besser noch über Nacht marinieren. Die Spareribs ca. 30 Min. grillen, mehrfach wenden und mit der restlichen Marinade zwischendurch bestreichen.

    Bitte wenden Sie nicht die allseits beliebte Unsitte des Vorkochens der Spareribs an! Es ist völlig unnötig, wenn lange genug mariniert wird und auf die Qualität des Fleisches geachtet wird. Der Geschmack und die "Saftigkeit" gehen verloren!

    Mehr Rezepte, auch für Dips und andere Beilagen können Sie in unserem Grill-Forum bekommen. Schreiben Sie uns einfach Ihre Rezeptwünsche und diskutieren Sie dort mit den andern Grillfreunden und uns.

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    Artikel vom 28.05.2004
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