Für das Grillen über Holzkohle eignet sich nicht jeder Fisch. Auch ist das eigentlich nicht so die beste Garmethode für ihn, denn dabei verliert Fisch bis zu 95% des Vitamins D.
Fischarten und Grillmöglichkeiten
Welchen Fisch man sich nun aussucht, ist Geschmackssache. Die am
meisten verwendeten und geeigneten sind: Hering, Sardine, Makrele,
Dorsch, Aal, Barsch (kleinere Exemplare), Bachforelle und natürlich
Renken, der ultimative "Steckerlfisch". Im Mittelmeerraum bevorzugt man übrigens die Meerbarbe.
Geht es um Fischsteak, dann liegt mit Sicherheit der Lachs ganz vorne.
Als Tipp gibt es hier den "Steckerlfisch". Bekommt man
keine Blaufelchen,
Saiblinge oder Renken, dann kann man es auch mit Makrelen, die nicht
größer als etwa 15 cm sind, oder kleineren Forellen versuchen. Die
Fische schuppen, ausnehmen, waschen, innen und außen salzen und einige
Zeit ruhen lassen. Dann der Länge nach auf zugespitzte
Weichholzsteckerln (etwa 1/2 Meter lang) aufspießen und über die
Kohlenglut legen. Öfter wenden, bis sie rundherum knusprig-braun sind.
Eine gute Methode ist es, Fisch in der Alu-Folie zu grillen. Dazu braucht man für einen Fisch von ca. 300 g (Forelle oder Barsch zum Beispiel) ein ca. 40 cm großes Quadrat von fester Grillfolie, darauf wird der Fisch gelegt, 2 gegenüberliegende Seiten zusammengelegt und zweimal umgeknickt. Mit den anderen beiden Seiten genau so verfahren. Das Päckchen muss fest verschlossen werden und wird über der Holzkohle im Abstand von ca. 10 cm auf beiden Seiten gegrillt - ca. 10 Minuten pro Seite reichen völlig aus.
Ein einfaches Rezept für Folienfisch ist dieses für 4 Fische von je ca. 300 g:
Alle Zutaten miteinander gut vermischen und damit die Fische füllen, Fest verschließen wie oben beschrieben.
Dazu
passt prima: 125 g Magerquark mit 1/8 L geschlagener Sahne vermischen
und kräftig mit Meerrettich, Salz. Zitrone und Zucker abschmecken!
Wie erkenne ich, dass der Fisch frisch ist?
Verwendet man frischen Fisch, sollte man beim Kauf besonders auf das Aussehen des Fisches achten, damit man auch wirklich Frischware mit nach Hause nimmt. Allgemein hat frischer Fisch metallisch glänzende, fest haftende Schuppen. Also Finger weg, wenn der Fisch schon fertig geschuppt in der Auslage liegt! Ein guter Fischhändler schuppt Ihnen die Ware auf Wunsch vor Ihren Augen. Verlangen sie ruhig, selbst an einer Schuppe zu ziehen. Ist sie leicht zu lösen, ist die Ware nicht frisch. Sachkenntnis zu zeigen, wirkt manchmal Wunder! Die Haut muss fest gespannt sein und gut am Fleisch haften. Farblos und schlaff oder gar verletzt - nein, danke! Am allerbesten sieht der Laie aber an den Augen, was er da vor sich hat. Frischer Fang hat klare, glänzende etwas hervorstehende Augen. Sind sie eingesunken und milchig, wartet das Tier schon länger auf seine Weiterverarbeitung. Frischer Fisch hat einen ganz schwachen, angenehmen, frischen Geruch.
Achtung: Salmonellengefahr!
Ganz wichtig ist der richtige Umgang mit Frischfisch und natürlich auch Tiefkühlware. Man sollte schon wissen, dass Tieffrieren Salmonellen nicht abtötet, sondern nur Erhitzen, wobei auch das Innere des Grillgutes mindestens 75 Grad erreichen muss, um einer möglichen Salmonellenvergiftung vorzubeugen. Tiefgekühlter Fisch muss vollständig aufgetaut werden, wenn er auf den Holzkohlegrill soll. Die Auftauflüssigkeit wird weggeschüttet und der Fisch gründlich gewaschen und abgetrocknet. Auch soll Fisch nach dem Kauf und der Vorbereitung schnell in den Kühlschrank und erst kurz vor dem Grillen entnommen werden. Das Fleisch sollte fest sein und der Fettgehalt nicht allzu hoch. Wenn möglich, ist das Grillen von ganzen Fischen immer den Filets vorzuziehen. Besonders gut eignet sich ein Grillkörbchen, ein Alupäckchen oder eine Alu-Grillpfanne für gegrillten Fisch.
Natürlich lassen sich neben Fleisch und Fisch auch noch andere leckere Gerichte auf dem Grill zubereiten - wie z.B. aromatisches Gemüse mit feinen Röstaromen!

Henglein
Rama Cremefine


