Back to the roots – scheinbar ist das der neue Trend für so viele Küchenutensilien. Das fängt beim Bräter an, führt uns wieder zurück zu gusseisernem Kochgeschirr und nicht zuletzt zum Tontopf. Das Schmoren im Tongeschirr ist besonders schonend und verblüffend einfach, wie wir euch zeigen wollen. Für alle, die bei Oma keinen Römertopf ergattern konnten, haben wir außerdem die besten Tontöpfe zum Neukaufen recherchiert.

Alle Zutaten kommen in den Tontopf – und fertig ist ein Hauptgericht. So unkompliziert kochen Menschen seit den Anfängen der Kochkunst – seitdem sie entdeckten, dass aus Ton Gefäße geformt und durch Brennen haltbar und gebrauchsfähig gemacht werden können. Der Tontopf feierte seinen Siegeszug nicht nur bei den Römern, sondern auch in Tunesien, Marokko und Bulgarien, um nur einige Regionen zu nennen. Dadurch ergaben sich unterschiedliche Formen, Größen und Farben.

Tontöpfe in den verschiedensten Formen: Unsere Favoriten

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Klassischer Römertopf

  • Klassiker in der Jubiläums-Edition
  • Kapazität: 5 Liter
  • Mit poröser Glasur im Unterteil

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Blauer Römertopf

  • Abgewandelter Klassiker: schön bunt
  • Maße: 42,5 x 28 x 14,5 cm
  • Auch als Brottopf verwendbar

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Tontopf aus Japan

  • Sorgt für Abwechslung unter den Tontöpfen
  • Maße: 21,1 x 20,9 x 9,2 cm
  • Blickfang in der Küche

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Marokkanische Tajine

Orientalische Tajine

  • Marokkanische Handarbeit
  • Größe: 34 cm / für 3-4 Personen
  • Für Fans der Orient-Küche

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Unsere Produktempfehlung verrät es bereits: Ein Römertopf kommt in den verschiedensten Größen, Formen und Farben vor. Es werden Töpfe von rund bis eckig, bunt oder rostrot und sogar für die Mikrowelle angeboten. Welcher für euch passend ist, hängt von eurer Haushaltsgröße und eurem persönlichem Geschmack ab. Außerdem gibt es viele Quiche- und Kastenformen aus Ton.

Wässern ist wichtig: So geht ihr mit Tongeschirr um

Vor der Benutzung des Tontopfes müssen Topf und Deckel 15-30 Minuten komplett in ein Becken mit Wasser gestellt werden. In dieser Zeit füllen sich die Poren der Ton Außenhaut mit Wasser und geben dieses beim Braten an das Gargut ab. Das Fleisch bleibt auf diese Weise schön saftig und das ständige Begießen entfällt.

Der poröse Ton ermöglicht einen völlig naturgemäßen Garvorgang. Das Wasser in den Poren schafft bei der langsamen Erwärmung eine milde Dunstschicht im Inneren des Römertopfes und der Braten trocknet nicht aus. Solltet ihr doch einmal Flüssigkeit nachgießen, dann unbedingt darauf achten, dass diese schon erwärmt ist.

Der Römertopf im Ofen

Im Tontopf kann also mit einem Minimum oder ganz ohne Flüssigkeit gegart werden. Außerdem könnt ihr in aller Regel auf Fett verzichten. Lediglich bei trockenen Fleischsorten solltet ihr etwas Fett verwenden. Ganz wichtig: Niemals den Topf in den heißen Backofen stellen, er würde sonst sofort zerspringen! Stellt den Topf immer in den kalten Backofen und erwärmt ihn vorsichtig, das gilt vor allem für Gasherde. Hier immer mit der niedrigsten Temperatur beginnen und langsam hochheizen. Der Tontopf darf auch nur im Ofen verwendet werden, niemals auf der Herdplatte oder etwa einer Gasflamme.

Bei elektrisch betriebenen Backöfen kann man sofort die gewünschte Garstufe einstellen, da hier die Erwärmung sowieso langsam erfolgt. Beim Umluftherd können Temperaturen bis 180°, bei Ober- und Unterhitze von 220° und beim Gasherd die Stufen 4 - 5 eingestellt werden (mit Stufe 3 langsam beginnen). Wenn ihr den Topf dann aus dem Ofen nehmt, immer auf ein Tuch oder eine warme Unterlage stellen – kühlt er zu schnell ab, könnte er zerspringen.

Und was bereitet man im Römertopf zu?

Im Römertopf könnt ihr fast alles garen: saftige Braten, Fischgerichte, Eintöpfe und Süßspeisen. Da kaum Flüssigkeit zugegeben werden muss, bleibt der Eigengeschmack optimal erhalten. Für eine leckere Kruste den Deckel ca. 30 Minuten vor Ende der Garzeit abnehmen. Dem Geschmack tut die fettarme Garweise überhaupt keinen Abbruch, im Gegenteil: was im Tontopf zubereitet wird, ist saftig und vor allem aromatisch. Eintöpfe und Aufläufe lassen den Geschmack aller Zutaten vollkommen verschmelzen und Suppen köcheln schonend und langsam vor sich hin.

Aus dem beim Braten entstehenden Fond lässt sich eine aromatische Soße herstellen. Dazu den Fond durch ein Sieb in einen kleinen Topf gießen. Hier sei noch einmal angemerkt, dass der Tontopf nicht auf der Herdplatte erhitzt werden darf. Den Fond etwas einkochen und mit Sahne oder einem Schuss Wein verfeinern eventuell binden und mit passenden Gewürzen abschmecken.

Wenn ihr nähere Informationen zum Kochen mit der Tajine erfahren wollt, empfehlen wir euch den passenden Magazin-Artikel zur Tajine. Mit ihr erfuhr Tongeschirr erst recht ein Comeback – zur Freude unseres Gaumens!