Alle Nährstoffe bleiben erhalten und das Aroma des Garguts kann sich voll entwickeln – das sind die Vorteile vom Garen in Folie. Wer es noch nicht probiert hat, verpasst etwas! Also ran an Bratschlauch!

Im Bratschlauch wird euer Essen kalorienarm zubereitet werden. Vitamine und Mineralstoffe bleiben weitestgehend erhalten. Das Garen in der Bratfolie ist aromatischer, weil sich der Eigengeschmack besser ausbilden kann.
Kein Spritzer im Backofen, alles bleibt sauber und das mühsame Putzen des Backofens entfällt.

Ein weiteres Plus: Während der Garzeit braucht man sich um das Gargut nicht zu kümmern, denn es kann nichts anbrennen oder austrocknen. Begießen und Umrühren erübrigen sich. Das Garen in der Bratfolie ist kinderleicht. In der Bratfolie kann man Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse und Obst prima garen.

Garen in Folie – So geht's

Bratfolie gibt es als Bratbeutel, nur an einer Seite offen, in verschiedenen Größen und als Bratschlauch, der in der Länge dem Gargut entsprechend individuell zugeschnitten werden kann. Der Garprozess läuft immer gleich ab: Die Hitzestrahlen durchdringen die Folie, blähen sie auf und erzeugen im Inneren ein feuchtwarmes "Garklima". Alles bleibt auch ohne Fettzugabe saftig. Durchsichtige Bratfolien sind nur für den Backofen und das Mikrowellengerät geeignet.

Mit wenigen Handgriffen wird das Bratgut in der Folie verstaut: Bratschlauch mindestens 20 cm länger als das Gargut zuschneiden. Eine Seite mit dem mitgelieferten Verschlussstreifen schließen. Den Schlauch (wenn er eine Schweißnaht hat, muss diese nach oben zeigen) weit öffnen. Gewürze, eventuell Flüssigkeit und den Braten hineingeben.

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Von: Carsten Dorhs, Länge: 13:49 Minuten, Aufrufe: 24.578

Offene Seite zusammendrehen, mit Verschlussstreifen fest umwickeln. Auf den kalten Rost legen. Oben einmal knapp 1 cm einschneiden, damit der Dampf entweichen kann. In den vorgeheizten Backofen schieben. Die Folie bläht sich dann rasch auf.

Beim Garen in Bratfolie wird stets mit der höheren Temperatur begonnen (die Bratfolie hält Temperaturen bis 220° aus), damit Beutel oder Schlauch sich rasch aufblähen und sich im Inneren Druck und Feuchtigkeit entwickeln können. Zum energiesparenden Garen bei Fisch nach 1/3, bei Fleisch und Geflügel nach halber Garzeit auf die niedrigere Temperatur zurückschalten. Für besonders knusprige Haut oder Kruste die Folie 15 - 20 Minuten vor Ende der Garzeit vorsichtig aufschneiden und auseinanderziehen. Achtung, der Dampf ist heiß!

Garzeiten

Zur Orientierung geben wir euch noch einige Garzeiten an die Hand:

 Garzeit
(in Minuten)
Ober- und Unterhitze
(in °C)
Umluft
(in °C)
Gas
(Stufen)
Große Braten12 - 15 je cm Höhe200/180180/1603/2
Geflügel, groß40 je kg220/180200/1604/2
Geflügel, klein45-60 je kg200/180180/1603/2
Fische, groß35-45 je kg200/180180/1603/2
Fische, klein20-25 je kg200/180180/1603/2
Gemüse, fein25-30 je kg1801602
Wurzelgemüse45-60 je kg1801602

 

Pergament: Alternative zum Bratschlauch

Eine auch optisch reizvolle Garmethode, die aber leider etwas in Vergessenheit geraten ist, ist das Garen in Pergament. Schon aus dem 19. Jh. sind uns Rezepte mit dieser Garmethode überliefert. Das Pergament schützt die Aromastoffe im Inneren optimal, da Pergament „atmet“ und so die Aromaentwicklung positiv beeinflusst.

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Von: Markus Semmler, Länge: 3:11 Minuten, Aufrufe: 161

Das Pergament muss dick mit Fett eingestrichen werden, damit es beim Garen nicht durchweicht. Wenn man das spezielle Papier nicht bekommt, dann legt man drei Blätter des üblichen Pergamentes übereinander – das funktioniert auch. Allerdings muss man beachten, dass das Pergamentpapier nur eine Temperatur bis ca. 190° - 200° verträgt. Ansonsten verbrennt es.

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