Beim Joghurt kennt man zwei Säuretypen: drehen sich die Moleküle im Uhrzeigersinn, so spricht man von rechtsdrehender L(+)-Milchsäure, drehen sie sich entgegengesetzt, spricht man von linksdrehender D(-)-Milchsäure. Die Diskussion um diese beiden Milchsäuren wird gern dramatisiert. Der Körper kann die rechtsdrehenden Milchsäuren relativ schnell verarbeiten. Zur Verdauung der linksdrehenden Säuren braucht er eine gewisse Zeit. Aus diesem Grund ist Joghurt. mit mehrheitlich rechtsdrehenden Milchsäuren zu bevorzugen.
Im Gegensatz zu Joghurt werden beim Biojoghurt gleichzeitig drei Bakterienstämme verwendet:
Lactobacillus acidophilus, seine Milchsäure ist zur Hälfte rechts-, zur anderen Hälfte linksdrehend.
Streptococcus thermophilus, er produziert ausschließlich rechtsdrehende Milchsäuren.
Bifidobacterium bifidum, er erzeugt zu 95 Prozent rechtsdrehende Milchsäuren.
Der Anteil an unproblematischen L(+)- Milchsäuren ist daher beim Biojoghurt deutlich höher als beim normalen Joghurt. Außerdem schmeckt Biojoghurt milder und ist leichter bekömmlich.
Wer Joghurt pur nicht unbedingt mag, sollte ihn mit Früchten, Körnern, Trockenfrüchten, Nüssen, Beeren, Schokolade, Kokosraspel oder was auch immer dem Geschmack entgegenkommt, anreichern.

Henglein
Rama Cremefine

