Joghurt entsteht aus Gärungsprozessen, die durch Bakterienstämme in Gang gesetzt werden. Diese Bakterien besitzen beachtliche Wirkungen auf verschiedene Krankheiten.
Die im Joghurt enthaltenen Milchsäurebakterien senken den Cholesterinspiegel, in dem sie in den Gallensäurestoffwechsel eingreifen. Dazu bedarf es jedoch mindestens 680 Milliliter fermentierter Milchprodukte. Niedrigere Mengen haben keine Wirkung auf den Cholesterinspiegel.
Joghurt besitzt einen ausgesprochen günstigen Effekt auf virusbedingten Durchfall. So erkrankten Kinder, die regelmäßig Joghurt aßen, deutlich seltener an Diarrhoe als Kinder einer Kontrollgruppe ohne den hohen Joghurtkonsum.
Mögen Ihre Kinder keinen Natur-Joghurt, dann schmeckt ihnen vielleicht dieses Joghurtgetränk hier (lässt sich auch gut zu Eis „verwandeln„):
Eine Candida vaginitis, eine Pilzerkrankung des weiblichen Geschlechtsorgans, kann mit Joghurt geheilt werden. Nach regelmäßigem Joghurtgenuss waren fast alle Patientinnen einer Kontrollgruppe beschwerdefrei. Die Lebendkulturen des Joghurts reduzierten die Candidapilze im Darm und verringerten damit die Gefahr der Selbstansteckung.
Milchsäurebakterien aktiveren das Immunsystem und schaffen dadurch die Grundlage für den körpereigenen Kampf gegen Krebs. Außerdem hemmen sie die sogenannten fäkalen Enzyme, die als Hauptauslöser für Krebs gelten. Bei der Krebstherapie besitzt Joghurt zumindest eine unterstützende Funktion.
Manche Menschen leiden an einer Milchunverträglichkeit, da ihrem Darm das Enzym Laktase fehlt, das für die Verarbeitung des Milchzuckers sorgt. Der Konsum von Milch führt deshalb bei den Betroffenen zu akuten Verdauungsbeschwerden wie Durchfall und Magenkrämpfen. Dennoch können diese Menschen oft ohne Problem Joghurt und andere fermentierte Milchprodukte verzehren, obwohl diese trotz überstandener Gärung immer noch reichlich Milchzucker enthalten. Der Grund: Die mit dem Joghurt zugeführten Milchsäurebakterien versorgen den Darm mit der fehlenden Laktose.

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