Halloween: Kürbis, Kostüme & Grusel-Gerichte

Halloween oder die “Nacht der Geister”

HalloweenHalloween - das irisch-christliche Fest mit keltischen Wurzeln am Vorabend von Allerheiligen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So werdem am 31.10. auch dieses Jahr wieder einige Halloween Partys gefeiert, natürlich mit den entsprechenden Kostümen, einer gruseligen Deko und den perfeken Halloween Rezepten.

Seit den späten 90er Jahren hat Halloween auch bei uns als eine Art von “Winterkarneval” seine Anhänger gefunden und es werden Jahr für Jahr mehr. Zwar hat Halloween mit deutschem Brauchtum nichts zu tun und hierzulande ist es mehr die äußere Form als der wirkliche Festinhalt, der übernommen wird, aber das tut der Halloween Party keinen Abbruch.

Ursprung von Halloween

Halloween (hallows = Heilige) ist ein Herbstfest der keltischen Druiden in Irland am Vorabend des Allerheiligenfestes und nach damaligem Kalender die letzte Nacht des Jahres.

Der Inhalt war eine Art Erntedankfest für den Sonnengott “Samhain” und wurde mit großen, prächtigen Feuern gefeiert. Das sollte die Freude über eine üppige Ernte und den Dank an den Sonnengott ausdrücken. Aber nicht nur das - in dieser Nacht, so war man überzeugt, kamen die Seelen der Verstorbenen auf die Erde zurück. Waren es Seelen von guten Menschen, so durften sie in ihre Häuser und zu ihren Familien zurück für diese Nacht und fanden Ruhe, waren es aber Seelen von bösen Menschen so mussten sie die ganze Nacht umherirren in Gestalt von Hexen oder Tieren.

Deshalb wurden Strohpuppen, die Hexen darstellen sollten, oder auch aus Stroh hergestellte Tiergestalten auf die Holzstöße gelegt und verbrannt. Die Druiden und nicht nur sie glaubten, dass “Saman”, der “Herr des Todes”, in dieser Nacht die bösen Seelen zu sich rief. Sogar im alten England glaubten die meisten Menschen noch, dass in dieser Nacht Hexen und böse Geister leibhaftig auf der Erde wären und die Menschen durch Spuk erschrecken würden, wenn sie ihnen nicht sogar schlimmeres antaten.

Das Brauchtum

Um sich gegen diese bösen Gestalten und ihren Zauber zu schützen, wurde ordentlich Krach gemacht und man versammelte sich so nah wie möglich am Feuer - Geister und Hexen mögen nämlich Feuer nicht. Auch wurden kleine Fladen oder Kekse gebacken und zur Besänftigung der Geister geopfert. Solches Gebäck oder Früchte wurden auch untereinander ausgetauscht oder von den Kindern gesammelt und dafür wurde den Spendern Glück für die kommende dunkle Jahreszeit gewünscht. Diesen alten irischen Brauch finden wir heute in dem "trick or treat" wieder, wenn die Kinder an den Türen klingeln.

Übrigens haben die Kelten keine Kürbisse ausgehöhlt und daraus diabolische Masken geschnitzt - sie taten das mit Rüben.

Die Geschichte hinter dem Fest

Als die Römer die keltischen Gebiete besetzten, wurden viele Bräuche und Feste in die der Römer integriert. Aus „Samhain“ wurde das Fest zu Ehren der römischen Göttin der Bäume und der Früchte - allerdings ließen sich die keltischen Ursprünge nie unterdrücken, auch nicht ihre alten druidischen Riten.

Papst Gregor IV. nun, dem das immer noch heidnische Fest ganz und gar nicht passte, machte es kurzerhand 837 zu einem christliches Fest, dem Allerheiligenfest.

Aber auch das half nichts und die alten keltischen Traditionen überlebten alle “Vernichtungsversuche” und weiteten sich mit den irischen Auswanderern ab ca. 1840 sogar bis in die “neue Welt” aus. Von da an allerdings veränderte sich der Hintergrund von “Halloween” und auch die Art, dieses Fest zu feiern.

Inzwischen ist dieses “amerikanische” Halloween wieder zurück nach Europa gekommen und wie schon gesagt, wird es bei uns mit immer größerem, auch kommerziellem, Aufwand begangen. Darüber kann man geteilter Meinung sein, die Einzelhändler jedenfalls freut es.