Der Martinstag und seine Bräuche


Gänsebraten hier und anderswo

Der Gänsebraten "an sich":
Die ausgenommene Gans innen und außen gut mit Salz einreiben, mit einigen möglichst kleinen Äpfeln ohne Kerngehäuse und einem Stiel Beifuss füllen, zunähen, etwas kochendes Wasser untergießen und im eigenen Fett knusprig braun braten. Wenn die Gans sehr fett ist, die Haut an mehreren Stellen einstechen, damit es leichter ausbrät. In diesem Fall die Soße gut entfetten! Häufiges Begießen ist wichtig.
Den Bratsatz mit guter Brühe auffüllen und diesen Saft der zerlegten Gans beigeben. Dazu Apfelrotkohl und Thüringer Klöße

Polnischer Gänsebraten:
Die Gans wie üblich vorbereiten. Zwei ganz fein geschnittene Zwiebeln in etwa 100 g Schmalz {oder auch Gänseschmalz, wenn man es vorrätig hat) anrösten, dazu 500 g bis 750 g in Scheiben geschnittene rohe Kartoffeln geben und unter öfterem Schütteln halbweich dünsten. Dazu die feingehackte Gänseleber und eine Handvoll rohes, kurz geschnittenes Sauerkraut geben, mit Salz, Majoran und zwei Esslöffeln geriebenem Meerrettich würzen. Mit dieser grob durchgearbeiteten Mischung die Gans füllen, zunähen und sehr saftig braten. Als Beilage Grießklöße und Grünkohl servieren.

Ungarischer Gänsebraten:
Eigentlich ist das gar kein spezielles Rezept. Man brät die Gans in Ungarn meist sehr knusprig und reicht dazu unter allen Umständen Gurkensalat in saurer Sahne. Aber auch Kraut und zarten Kürbis in Dill und nicht zu vergessen die Nockerln oder eine andere Mehlspeise.

Schwedischer Gänsebraten:
Die Gans wie üblich vorbereiten und mit Äpfeln und Backpflaumen füllen: die Pflaumen halbgar kochen, aber nicht entsteinen, die Äpfel vierteln, vom Kerngehäuse befreien, aber nicht schälen. Die Gans zunähen, langsam im Ofen braten, häufig begießen. Zu diesem Braten die Soße extra reichen und dazu Äpfel servieren, die man ohne Kerngehäuse halbweich gebraten und mit je einer entsteinten Backpflaume gefüllt hat.

Französischer Gänsebraten:
Die wie üblich vorbereitete Gans mit einer nicht zu fetten Farce aus gehacktem Schweinefleisch und reichlich angeschwitzten Zwiebeln, die man mit etwas Thymian gewürzt hat, füllen; zunähen, sehr saftig braten und häufig begießen. Die Soße mit etwas Apfelmus verrühren und den Braten mit Sauerkraut servieren, das in Gänseschmalz angebraten wurde.

Natürlich kann man Gänsebraten auf sehr vielfältigem Wege zubereiten und Rezepte gibt es jede Menge! Tauschen Sie ihr Lieblingsrezept mit denen anderer User in unseren Foren!


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Artikel vom 01.11.2003
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