Brot backen für Hobbybäcker: Welches Zubehör ihr unbedingt braucht

Mehl, Wasser und Hefe. Das sind die Grundzutaten für ein selbst gebackenes Brot. Die Grundausstattung, um Brot zu backen, ist genauso simpel: Ihr braucht zumindest einen Ofen und ein Backblech. Wenn es euch aber packt und das Backen von Brot zum Hobby wird, könnt ihr Zubehör, das euch Arbeitsschritte erleichtert und das Ergebnis verbessert, gut gebrauchen. Wir zeigen euch, um welche Utensilien es sich handelt.

Brot backen für Hobbybäcker: Das Zubehör

"Ein Brot ohne Zubehör zu backen, ist ungefähr so, als würde man ein Auto ohne Lenkrad fahren: Man kommt voran, kriegt aber die Kurve nicht", weiß Lutz Geißler, der als Hobbybäcker angefangen hat und durch seinen Plötzblog zum Experten beim Brotbacken wurde. Was er damit sagen möchte? Man kann das Brotbacken bis ins kleinste Detail perfektionieren – jedes Gramm Hefe mit einer Feinwaage abmessen, den Garzustand mithilfe eines Thermometers punktgenau bestimmen, einen Brotbackstein für Bedingungen wie in einem Steinofen einsetzen. Alle, die das Thema Brotbacken zu ihrer Wissenschaft erklären wollen, sind hier goldrichtig.

Zubehör fürs Brotbacken

Für Lutz sind die wichtigsten Hilfsmittel beim Brotbacken die eigenen Hände. Darüber hinaus gibt es aber auch das ein oder andere Utensil, um das ihr eure Küchenausrüstung bereichern könnt: eine ordentliche Teigknetmaschine, schützende Handschuhe, Gärkörbe, ein Küchenthermometer und vieles mehr.

Das könnt ihr gut gebrauchen: Gärkorb, Backform und Feinwaage

Zur Grundausstattung beim Brotbacken gehört eine Schüssel, in der ihr den Teig anmischt und gehen lasst. Ihr könnt den Teig besonders gut reifen lassen, wenn ihr in die Schüssel ein Tuch legt. Bevorzugt Leinentücher, da der Teig hier nicht so schnell festklebt wie bei Baumwolle. Eine Alternative zu gewöhnlichen Schüsseln sind Gärkörbe, die den Teigling geformt reifen lassen. Gärkörbe bieten euch den Vorteil, dass die Tempertaur im Teig stabiler gehalten wird und der Teig nicht so stark anklebt. Ihr mehlt den Gärkorb einfach aus und legt den Teig hinein. Dieses und anderes Zubehör haben wir für euch in einer klickbaren Grafik zusammengefasst:

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KüchenmaschineGärkorbBrotbacksteinMehlschaufelBrotbackautomatBackblech für BaguetteFeinwaageBackformTeigkarteRollholz

Bei sehr weichen Teigen helfen euch Kastenformen weiter – entweder solche, die ihr auch zum Kuchenbacken benutzt, oder spezielle Formen wie etwa für Baguette. Wenn ihr Teig für Baguette oder Ciabatta herstellen wollt, können sogenannte Teigwannen praktisch sein. Die Teigwanne ist schon eckig, der Teig fällt einfach aus der Wanne heraus und muss nicht erst noch nachbearbeitet und in Form gebracht werden. Dadurch wird das Gebäck lockerer. Jetzt müsst ihr nur eure Teigportionen abstechen und backen.

Manchmal entscheiden wenige Gramm über das Ergebnis: Zu wenig oder zu viel Hefe, Mehl und Körner verursachen eine andere Teig- und Brotqualität. Wenn ihr es also genau wissen wollt, helfen euch Feinwaagen zur Abmessung aller Zutaten bis hin zum Brotgewürz. Alternativ zur Feinwaage gibt es handliche Löffelwaagen. Und wenn ihr schon dabei seid, genaustens zu messen: Mithilfe eines Küchenthermometers könnt ihr die Teigtemperatur, Wassertemperatur und die Kerntemperatur des gebackenen Brotes bestimmen und ihr seid auf der sicheren Seite, dass all eure Arbeitsschritte zu einem guten Ergebnis führen.

Tipps zum Umgang mit Mehl hat Lutz auch noch für euch: Eine Mehlschaufel hilft euch, das Mehl aus der Verpackung zu entnehmen, ohne dass es etwa durch Teigreste von den Händen verunreinigt wird. Habt ihr einmal zu viel davon erwischt und das Brot trägt eine kleine Mehlhaube, gibt es spezielle Mehlbesen, mit denen ihr zu viel Mehl auf dem Teig wegbürsten könnt. Eine solche Bürste kann auch nass zum Einsatz kommen: Bestreicht ihr damit eure Teiglinge, verursacht das einen schönen Glanz auf der Kruste.

Zubehör für einfachen Umgang mit Teig

Wenn ihr immer wieder mit dem Teig zu kämpfen habt: eine Teigkarte anschaffen! Damit bekommt ihr den Teig von der Hand geschabt und könnt den geformten Teig in praktische Portionen abstechen. Wenn ihr mit klebrigen Teighänden nichts zu tun haben wollt, braucht ihr eine Küchenmaschine, die in erster Linie als Teigknetmaschine zum Einsatz kommt. Zwei bis drei Kilo Teig sollte sie fassen können, stabil sein und im besten Fall das Auge erfreuen.

Teig ausrollen kann die Maschine leider nicht – dafür gibt es das Rollholz, mit dem ihr den Teig für eine schönere Form auch eindrücken könnt. Und wenn wir schon bei schönen Formen sind: Ein Messer mit Wellenschliff hilft euch, senkrecht und tief in den Teig einzuschneiden, ohne dass der Teig mitreißt. So läuft das Brotbacken wie am Schnürchen.

Für das Backergebnis ist die Leistung eures Backofens nicht ganz unentscheidend. Ober- und Unterhitze sind Pflicht, 250 °C sorgen für beste Ergebnisse. Die Bedingungen lassen sich aber noch weiter optimieren: ein Brotbackstein, den ihr auch als Pizzastein nutzen könnt, muss dann her. Er speichert die Wärme im Ofen und gibt sie optimal an das Brot weiter. Ein Metallblech, das häufig mitgeliefert wird, kann euch helfen, das Brot auf den heißen Brotbackstein aufzulegen. Alternativ habt ihr das Brot in einen Gusseisentopf oder Bräter gelegt, um es darin auszubacken. Wenn ihr keinen Ofen habt, müsst ihr dennoch nicht auf frisches Brot verzichten: Ein Brotbackautomat hilft euch weiter!

Woher wir das alles wissen? Von der Brot-Akademie von Chefkoch.de mit Lutz Geißler – der neuen App, mit der ihr in die Welt des Brotbackens einsteigt. Hier bekommt ihr einen Vorgeschmack auf das, was euch erwartet: Lutz zählt weiteres Zubehör auf, das eure Küchenausrüstung bereichert.

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Von: Lutz Geißler, Länge: 8:26 Minuten, Aufrufe: 6.730

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, solltet ihr euch der Brot-Akademie anschließen – einfach im App Store laden und zum Brotbäcker werden!

Wenn dir das Leben Apfelstrudel gibt, bestell Eis und Sahne dazu! #mangönntsichjasonstnichts

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