Wussten Sie, dass ein Mensch in seinem Leben bis zu 70 Liter Tränen vergießt? Das sind weit über 4 Millionen Tropfen. Oder warum wir niesen müssen - meist zu unpassenden Zeiten und Gelegenheiten und den Niesreiz doch nicht unterdrücken können?
Lesen Sie hier über diese und andere „Körpergeheimnisse“, die uns vertraut sind und die wir selten genug hinterfragen, weil sie einfach zu unserem Leben gehören.
„Schmetterlingen“ im Bauch:
Erinnern Sie sich an Ihr erstes Verliebtsein? Wie war das, wenn der oder die Angebetete auf einmal vor einem steht? Ein „komisches Gefühl“ im Magen?
Wissenschaftler haben festgestellt, dass unser Magen von etwa 100 Millionen Nervenzellen umgeben ist. Sie bilden das sogenannte Bauchhirn. Wenn ein Mensch sich zum ersten Mal verliebt, spürt er ein Kribbeln im Bauch. Grund: Der Befehl dafür kommt aus dem Kopf. Die psychische Spannung bringt zunächst die Nerven im Kopf in Bewegung, danach die Magennerven. So kommt das Kribbeln zustande.
Das Bauchhirn merkt sich: "Wenn ich verliebt bin, muss es kribbeln." Kommt dann der Traummann oder die Traumfrau, wird das gespeicherte Gefühl abgerufen - und die Schmetterlinge können losfliegen.
Sternchen sehen:
Wir stoßen uns kräftig aus Unachtsamkeit den Kopf und schon sehen wir vor unserem inneren Auge Sterne.
Diese Sterne werden von den empfindlichen Sinneszellen in unseren Augen erzeugt. Diese reagieren in erster Linie auf Lichteinfall. Aber auch ein starker Druck auf den Augapfel, ein Schlag oder ein Stoß reizt diese Sinneszellen, so dass Lichterscheinungen ausgelöst werden.
Sehr unangenehm - ständiges Erröten bei unpassender Gelegenheit:
Wenn wir z. B. bei irgendetwas „ertappt“ werden, wenn wir uns schämen oder auch vor Wut schießt uns oftmals die Röte ins Gesicht. Das kommt davon, weil sich in diesen Situationen, die oft Stress sind, sich die Arterien in unserem Körper erweitern. Das Blut kann schneller in größeren Mengen hindurchfließen. Die Gesichtshaut wird stärker durchblutet und wir erröten.
Manchmal hilft, ganz konzentriert und gleichmäßig durchzuatmen und dabei mit den Augen einen neutralen Punkt zu fixieren.
Gänsehaut:
Gerade noch war es herrlich warm, aber jetzt geht die Sonne unter und wir merken einen kühlen Lufthauch auf der Haut - das Ergebnis: „Gänsehaut“
Schuld daran ist eine starke Muskelaktivität, denn an jedem einzelnen Körperhaar ist ein winziger Muskel. Bei Kälte zieht sich dieser zusammen. Das Haar richtet sich auf und gleichzeitig zieht der Muskel auch die Haut etwas nach innen.
Durch kräftiges Rubbeln oder auch durch das Gefühl einer wärmenden Jacke entspannen sich die Muskeln wieder. von selbst wieder.
Der Mund wird trocken:
Wir sehen uns einer schwierigen Situation gegenüber, müssen vielleicht vor vielen Menschen reden, der Chef steht vor uns und stellt eine unangenehm Frage - und schlagartig haben wir das Gefühl, die Zunge klebt am Gaumen und der Mund ist so trocken, dass wir kein Wort heraus bekommen
Diese Mundtrockenheit ist die Folge davon, dass durch Stresssituationen große Mengen Adrenalin, das die Herzfrequenz in die Höhe treibt, produziert wird. Die Atmung wird schneller. Der Körper ist dann vollkommen auf Anspannung und Leistung programmiert. Dabei wird die Verdauung zur Nebensache und deshalb wird weniger Speichel hergestellt.
Man sollte sich zwingen, mit der Zunge am Gaumen entlang zu streichen und kräftig zu schlucken. So wird der Speichelfluss angeregt.
Zähneknirschen im Schlaf:
In Stresssituationen und bei aufregenden Träumen pressen manche Menschen die Zähne aufeinander. Meldet das Gebiss, dass einer der Zähne nicht ordnungsgemäß in der Zahnreihe steht und dadurch stärker belastet wird, wird geknirscht und gemahlen, damit die Unregelmäßigkeit abgerieben wird. Das führt auch zu unangenehmen und schmerzhaften Muskelverspannungen.
Hilfe bringt hier eine sogenannte Beißschiene, die der Zahnarzt anfertigen kann.
Tränenlachen:
Sicher kennen Sie das - jemand erzählt etwas und Sie bekommen einen Lachkrampf - Sie lachen, bis Ihnen die Tränen kommen. Das Lachen stimuliert die Tränendrüse.
Der Tränenstrom wird durch einen Reflex im Auge ausgelöst. Dieser Reflex sorgt dafür, dass die Hornhaut mit genug Tränenflüssigkeit versorgt ist. Er kann aber auch durch seelische Gemütszuständen wie Schmerz, Trauer und Wut ausgelöst werden.
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