Kulinarische Herbstzeit

Weinlese und Eintöpfe

Die Tage werden kürzer und kürzer, die Nächte länger und kühler. Wir haben Herbst. Die Weinlese beginnt und es duftet aus den Küchen nach Zwiebelkuchen und anderen deftigen Gerichten. Eine schöne Zeit, der Herbst. Nicht nur im Lied hat er noch goldene Tage.

Herbstzeit Weinlese
Mit der Weinlese im September beginnt wieder die Hochsaison der würzigen Zwiebelkuchen, Flammkuchen oder der pikanten Quiches.
Herzhafter Teig mitwürzigem Belag - so genial einfach ist das Prinzip der vielen Gemüse- oder Speckkuchen. Ebenso wie einstmals der Siegeszug der Pizza seinen Anfang in der bäuerlichen Küche rund um Neapel nahm, so stammen auch die herbstlichen „Winzerkuchen“ aus ländlichen Regionen. Nach anstrengender Arbeit auf dem Feld oder in den Weinbergen brauchte man herzhafte aber unkomplizierte Gerichte.
Den Anfang machten rustikalen Kuchen aus Brotteig. Sie wurden einfach mit Butter oder Schmalz bestrichen und kräftig gewürzt. Im Laufe der Zeit wurden nicht nur die Teige feiner, sondern auch der Belag. Neben den klassischen Hauptzutaten wie Zwiebeln, Käse, Eier und Speck verleihen heute Quark, Sahne oder Creme fraiche den Spezialitäten aus dem Ofen ihren unverwechselbaren Geschmack.
Die Zubereitungen sind so unterschiedlich wie die regionalen Namen - der Flammkuchen im Badischen und im Elsass, Flamiche im Burgund bis hin zur berühmten Quiche Lorraine aus Lothringen.
In Deutschland sind die Zwiebelkuchenvarianten einfach nicht zu zählen. Aber eines ist allen gemeinsam - sie lassen sich problemlos und schnell vorbereiten.
Natürlich darf beim Zwiebelkuchen eines auf keinen Fall fehlen - der Federweißer! Das ist der gerade entstehende Wein des neuen Jahrganges - Traubenmost, der einmal ein Wein werden möchte. Wegen seines prickelnden Geschmackes heißt er auch Bitzler, Sauser, Rauscher oder Brauser und seinen Namen hat er, weil seine milchig - trübe Farbe an unzählige kleine Federchen erinnern.

EintopfEintöpfe
Je dicker die Suppe, desto heißer wird sie geliebt. Bleibt der Löffel drin stehen, so schwärmen die Franzosen, dann ist es ein Eintopf. Brühe, verschiedene Gemüse, Fleisch, Kräuter und Gewürze werden zu köstlicher Harmonie vereint. Aus welchem Vielerlei man sie auch zubereitet, in jedem Falle sind Eintöpfe eine komplette Mahlzeit.
Grundzutat ist, wie bei Suppen, meist die Bouillon, die ihren Namen dem französischen Wort bouillir verdankt, d. h. kochen. Fleisch (oder auch Fisch), Gemüse, Knochen etc. werden in reichlich Wasser längere Zeit gekocht, wodurch die Inhaltsstoffe der Zutaten und ihr Geschmack in das Wasser übergehen. Eine solche selbstgemachte Bouillon schmeckt einfach unübertrefflich gut. Rezepte dafür finden Sie in unserer Rezeptdatenbank.