Kulinarischer Höhepunkt - Käse aus Deutschland

Europa und der Käse

Zur Römerzeit kannte man in Europa diese Art der Käseherstellung schon länger und Käse wurde hier sogar schon geformt und gepresst.
 
Im Mittelalter entwickelten die Mönche in den Klöstern den Käse als Fastenspeise weiter. Dabei wurden die Rezepte eifersüchtig gehütet und jedes Kloster stellte seinen eigenen, ganz unverwechselbaren, Käse her.
Da Käse die oft eintönige Klosterkost erfreulich bereicherte, entwickelten die Mönche und Nonnen immer wieder neue aromatische Käsesorten und gaben ihnen wohlklingende Namen.
Der Munster z. B. hat seinen Namen vom griechisch-lateinischen Wort „Monasterium", was soviel wie Kloster bedeutet.
 
Zur Zeit der Kreuzritter kamen aus fernen Landen nun auch fremdartige Samen und Gewürze in unser heutiges Gebiet. Das machten sich die Klöster zu Nutze und der dort hergestellte Käse wurde nicht mehr nur mit einheimischen Kräutern verfeinert, sondern man probierte auch die fremdländischen Mitbringsel der Ordensritter aus.
So kam z. B. aus Kleinasien der Samen einer Kleesorte bis ins Kloster Säckingen - Trigonella caerulea - heute als Schabzigerklee bei uns bekannt. Die Nonnen kamen eines Tages darauf, ihren Käse, den Schabziger oder auch Schabzieger, damit zu würzen und das war ein voller Erfolg.
 
In Deutschland hat Frischkäse ohne Labzusatz Tradition. Noch heute nimmt eine Variante dieses Käsetyps fast die Hälfte der deutschen Käseproduktion ein - der Quark.
Unsere deutschen Hartkäsesorten sind nicht älter als ca. 150 - 160 Jahre.
 

Käse als Zahlungsmittel
Käse war ein wichtiges Nahrungsmittel, aber auch ein begehrtes Tauschobjekt und Zahlungsmittel
Die erste Käseverordnung erließ Kaiser Karl der Große Anno 812.
Die Bauern und die Klöster durften Käse als Zahlungsmittel verwenden
Die ersten aber, die wirkliches Augenmerk auf gute hygienische Bedingungen bei der Käseherstellung legten, war der Orden der Benediktiner. Sie entwickelten die Käseherstellung entscheidend weiter.