Banane - der Star unter den Tropenfrüchten

Banane: Herkunft, Anbau und Lagerung

BananeSeit Jahrzehnten bereichert eine süße Frucht im gelben Mäntelchen das ganze Jahr über unsere Obstschalen: die Banane. Von Babybeinen an bis ins hohe Alter begleitet sie uns durch das Leben. Kranke und Spitzensportler profitieren gleichermaßen von ihrem hohen Nährwert. Sie ist uns als kleine, leichte Zwischenmahlzeit bekannt. Aber was wissen wir sonst über die Banane? Und die Frage, warum die Banane krumm ist, ist wohl eines der größten Rätsel unseres Erdballes.

Banane: Die Paradiesfrucht

Eine alte Legende aus dem 5./6. Jahrhundert v. Chr. übermittelt uns aus dem südindischen Raum, dass Adam von Eva nicht mit einem Apfel, sondern mit einer Banane verführt wurde. Inspiriert von dieser Geschichte verpasste der Wissenschaftler Carl von Linné im 18. Jahrhundert der Kochbanane den lateinischen Namen „Musa paradisiaca“. Den Weg in unsere Obstkörbe hat jedoch die „Musa sapientum“, die „Banane der Weisen“ gefunden.

Die Banane und ihre Herkunft

Die Banane stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Ihre Reise um die Welt begann im 6. Jahrhundert. Afrika, zunächst Ägypten galt es zu erobern. Von hier aus wurden die Pflanzen über Westafrika nach Mittel- und Südamerika gebracht. Auch im tropischen/subtropischen Klima der Karibik wurde sie schnell heimisch. Zum bedeutenden Exportartikel wurde sie jedoch erst mit der Erfindung von Kühlsystemen. Sogenannte „Bananendampfer“ brachten die exotischen Köstlichkeiten ungefähr ab dem Jahre 1900 auf unsere Ladentheken.

Deshalb ist die Banane krumm

Ein warmes, feuchtes Klima ist die Voraussetzung eines erfolgreichen Plantagenanbaus. Zum Wachsen benötigt die Bananenpflanze reichhaltige Nährstoffe aus dem Boden. Was aus diesem Boden herauswächst, sieht aus wie ein Baum, ist aber eine Staude, die ungefähr zwischen drei und neun Metern hoch wird. Die Bananenstaude entwickelt sich aus Blättern, die sich umeinander legen. Die Pflanze erhält so einen „Scheinstamm“. Nach sieben Monaten bekommt sie eine große, meist rote Blüte, die nach unten hängt. Nur die weiblichen Blüten tragen Früchte, die wie Finger aussehen ( arab. Banan = Finger) und zunächst, wie die Blüte, nach unten wachsen. Da sie sich aber der Sonne zuwenden, krümmen sie sich während ihres Wachstums immer mehr dem Licht entgegen, die Banane wird krumm. Womit nun die wichtigste aller Fragen beantwortet wäre.

Ein Jahr dauert es, bis die Bananen reif sind und geerntet werden können. Dabei wird die Mutterpflanze abgeschlagen. Jedoch wurde bereits für Nachwuchs gesorgt. Aus ihrem Wurzelstock – dem Rhizom – hat sich ein neuer Schössling entwickelt. Ungefähr 20 Jahre kann eine Plantage gehalten werden. Danach sind die Böden durch die hohe Nährstoffentnahme ausgelaugt, in der Regel wird nun eine neue Plantage angelegt.

Bananen: Saison und Lagerung

Wie bereits bemerkt, hat die Banane das ganze Jahr über Saison. Sie wird unreif und grün geerntet und in Bündeln, den sogenannten Bananenhänden, verpackt. Vor dem Versand muss sie sich noch ein Tauchbad gefallen lassen, das gegen Pilzbefall hilft und blinde Passagiere (Kleingetier) entfernt. In unseren Breitengraden angekommen, werden die Bananen in großen Reifehallen nachgereift. Einen optimalen Verkaufszustand erreichen sie, wenn der Stielansatz und die Spitze noch leicht grün sind.

Diese noch nicht ganz reifen Früchte reifen bei Zimmertemperatur rasch nach. Sie werden nun druckempfindlich. Zeigen sich die ersten „Sommersprossen“ ist sie vollreif und sollte möglichst rasch zum Verzehr kommen. Bananen haben im Kühlschrank nichts verloren, dort ist es ihnen zu kalt, die Temperatur darf nicht unter 12° C liegen. Das Nachreifen kann in einem kühleren Raum jedoch ein wenig verzögert werden. Reifen hingegen grün eingekaufte Bananen zu langsam aus, kann man die andere Paradiesfrucht, also einen Apfel, zu den Bananen legen. Den gleichen Effekt erzielt man durch das Einwickeln der Bananen in Zeitungspapier. Zu genießen ist die Banane bei Raumtemperatur, dann entfaltet sie ihr Aroma am besten.

Nicht gegessen werden sollte das Ende der Bananenfrucht, das in der meist schwarz gefärbten Spitze liegt. Hier können sich noch Keime und Reste von Pflanzenschutzmitteln anfinden. Auch sind beim Kauf Bananen mit matt-gräulicher Schale zu meiden.