Gesund ernähren


Antworten auf Fragen zur gesunden Ernährung

Der Mensch isst in seinem Leben etwa hunderttausendmal. Wir Erwachsenen nehmen in Form von Speisen und Getränken jeden Monat in etwa unser eigenes Körpergewicht zu uns. Das macht Jahr für Jahr eine ganze Tonne. In den letzten 100 Jahren haben sich jedoch nicht nur unsere Essgewohnheiten geändert, sondern auch die Nahrungsmittel sind nicht mehr das, was sie mal waren. Kein Wunder also, dass es zum Thema Ernährung reichlich Fragen gibt.


Antworten auf Fragen zur gesunden Ernährung:

 

  • Fleisch Ist ein wichtiger Eiweißlieferant, doch leider etwas in Verruf geraten. Gibt es dafür Ersatz?
    Hülsenfrüchte bestehen zu mehr als 20 Prozent aus Eiweiß. Kein pflanzliches Lebensmittel hat mehr davon. Sie sind also eine echte Alternative zum Fleisch. Ein Linseneintopf ist mit seinem Eiweißgehalt so wertvoll wie ein Steak. Dazu kommen noch wichtige Vitalstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Ballaststoffe. Bis auf Sojabohnen enthalten die Hülsenfrüchte kein Fett.
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  • Gehört zur Zubereitung von Möhren Fett?
    Es gibt Vitamine, wie z. B. das Vitamin A, die nur durch Fett gelöst und erst so wirksam werden können. Viele Köche bereiten aus diesem Grund Möhren mit Butter zu, um in den Genuss dieses Vitalstoffs zu kommen. Tatsache ist, dass wir genug versteckte Fette zu uns nehmen, die im Verdauungstrakt auf die nachrückenden Vitamine warten. Es ist also nicht nötig, Gemüse mit fettlöslichen Vitaminen in Fett zu garen.
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  • Wie gefährlich sind tierische Fette?
    Für die Herstellung von tierischen Fetten dürfen seit Ende 1997 keine BSE- Risikomaterialien von Rindern, Schafen und Ziegen über zwölf Monaten verwendet werden. Tierische Fette können in Brühen, Suppen und Backwaren enthalten sein. Butter gilt als unproblematisch, da es sich dabei um reines Milchfett handelt.
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  • Gibt es bei Präparaten zur Sportlerernährung ein Risiko?
    Spezielle Sportlernahrung ist mit Eiweiß angereichert. Die Kennzeichnung " Trockeneiweiß" bezieht sich meist auf Hühner-, aber auch auf Milcheiweiß. "Kollagenes Eiweiß " wird aus Knochen und Sehnen, die unter anderem von Rindern stammen können, gewonnen. Alternativen sind Produkte auf pflanzlicher Basis.
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  • Kombiniert man tierische und pflanzliche Nahrungsmittel, wird Eiweiß besser absorbiert. Was isst man am besten zusammen?
    Besonders effektiv ergänzen sich die folgenden Kombinationen, die uns damit eine vollwertige Eiweißnahrung liefern: Fleisch, Fisch oder Milch mit Brot oder Getreideprodukten. Milch, Quark oder Käse mit Kartoffeln. Eier, Weizen oder Roggen mit Gemüse, Salaten oder Hülsenfrüchten. Ungünstig sind: Mehl oder Brot mit Kartoffeln. Soja, Gemüse oder Kartoffeln mit Hülsenfrüchten. Hülsenfrüchte mit Fisch oder Fleisch.
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  • Wodurch unterscheidet sich das helle Brot vom dunklen?
    Die Farbe hängt von der verwendeten Mehlsorte ab. Helles Weißbrot enthält mind. 90 Prozent Weizenmehl. Mischbrot besteht aus Roggen- und Weizenmehl, wobei der Weizenmehlanteil bei 50 bis 89 Prozent liegt. Das aromatische dunkle Roggenbrot wird vorwiegend aus Roggen gebacken.
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  • Was sind eigentlich Flavonoide?
    Sie gehören zu den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen. Es gibt kein Gewächs, in dem nicht in irgendeiner Form Flavonoide enthalten sind. Sie verstärken vor allem die Wirkung von Vitamin C, wirken antibiotisch auf Bakterien und attackieren die Außenwände von Viren, damit sie uns nicht mehr schädlich werden können. Auch im Rotwein sind Flavonoide enthalten, die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Den Inhaltsstoff kann man auch durch reinen Traubensaft aufnehmen.
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  • Ist genmanipuliertes Getreide schädlich?
    Pflanzen mit einer veränderten Erbsubstanz sind zwar resistent gegen Bakterien und Unkrautvernichtungsmittel. Die gesundheitlichen Risiken für den Menschen sind aber keineswegs abschätzbar. Es wird befürchtet, dass der pflanzliche Stoffwechsel durch die eingebauten Gene verändert wird und damit Substanzen entstehen können, die für Mensch und Umwelt schädlich sind. Vermutlich kommt es so zu Antibiotika-Resistenz.
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  • Wie belastet sind Gemüse und Salat mit Schadstoffen?
    Aus Wasser, Luft und Boden nehmen Gemüse, Obst und Salat vor allem Schwermetalle und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Es ist aber nicht zu empfehlen, deshalb auf sie zu verzichten. Im Gegenteil: Salat, Gemüse und Früchte sind verdauungsfördernd, stärken die Abwehrkräfte und schützen so wiederum vor Umweltbelastungen.
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  • Ist Gemüse vom Bio-Bauern besser?
    Beim konventionellen Anbau wird eine Vielzahl von Chemikalien eingesetzt - Mittel gegen Unkraut, Schädlinge und Pilzbefall. Sie alle hinterlassen natürlich Spuren im Grünzeug. Gemüse aus kontrolliertem Anbau wird dagegen organisch gedüngt und nicht gespritzt. Bio- Ware enthält so gut wie keine Rückstände von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, aber genauso viele Nährstoffe wie konventionell angebaute.
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  • Ist auch Gemüse aus der Dose gesund?
    Frische Produkte sind besser. Durch Erhitzen und Einlegen in Wasser oder Öl verliert das Gemüse nicht nur an Farbe und Geschmack, sondern auch an Vitaminen und Mineralstoffen.
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  • Ist Milch wirklich so gesund, wie man sagt?
    Ja, sie enthält Nährstoffe, die der Mensch zum Leben braucht. So werden etwa zwei Drittel des täglichen Kalziumbedarfs bereits durch einen halben Liter Milch gedeckt. Die Aminosäuren des Milcheiweißes sind wichtig für den Zellaufbau und können vom Körper nicht selbst gebildet werden. Milchzucker hält die Darmflora in Schwung.
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  • Wie sicher Ist Kuhmilch?
    Bisher konnte der BSE- Erreger darin nicht nachgewiesen werden. Alle Versuche, ihn durch Milch zu übertragen, verliefen negativ. Trotzdem warnen die Experten davor, Milch von infizierten Kühen zu trinken.
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  • Welcher Fisch kann Fadenwürmer enthalten?
    Vor allem Seefische nehmen die Fadenwürmer mit de Nahrung auf. Die Larven sammeln sich dann im Magen-Darm-Trakt und im Bauchlappen. Darum sollten die Fische frühzeitig ausgenommen werden. Bei der Herstellung von Dosen- und Tiefkühlware werden die Fischwürmer abgetötet, ebenso beim Kochen und Braten.
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  • Muss man schimmeliges Brot wegwerfen?
    Ja, das ist ratsam. Es genügt nicht, die befallenen Stellen großzügig abzuschneiden, denn die Giftstoffe wandern im Brot unsichtbar weiter.
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  • Was ist eigentlich an der Ananas so gesund?
    Dieses Obst enthält das Enzym Bromelain, das die Fähigkeit besitzt, Nahrungseiweiß aufzuspalten und dadurch die Eiweißverdauung so richtig in Schwung zu bringen. Allerdings hat nur der frische Saft reifer Früchte diese wunderbare Wirkung. Achten Sie deshalb beim Kauf darauf, dass die Ananas bei vorsichtigem Drücken leicht nachgibt. Ein weiteres Zeichen für den richtigen Reifegrad ist der herrlich aromatische Duft.
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    Artikel vom 05.05.2004
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