Ein guter Aperitif sollte zum einen nicht zu viel Alkohol enthalten und zum anderen an die Jahreszeit angepasst sein. Bei sommerlicher Hitze beispielsweise ist eine Waldmeister- oder Erdbeerbowle ideal. Gleichzeitig - und das ist die wahre Herausforderung - sollte der Aperitif auf alle Speisen und folgenden Getränke abgestimmt sein. Eine heiße Suppe kann nach einem Aperitif auf Eis als unangenehm empfunden werden. Ein trockener Wein passt nicht nach einem süßlichen Aperitif. Und ein aromatischer Aperitif wie Pastis kann den Geschmack einer Vorspeise überlagern.
Auf keinen Fall gehören Milchprodukte (wie Sahne), Sirup, Eier oder ähnliches in einen Aperitif.
Aperitifauswahl
In der Praxis legt der Gastgeber meist die Menüfolge für seine Gäste fest und sucht dann passende Weine aus. Somit richtet sich der Aperitif zwangsläufig nach diesen Vorgaben. Dieses mühsam ausgetüftelte geschmackliche Gleichgewicht lässt sich allerdings nur einhalten, wenn der Gast nicht die Auswahl aus der ganzen Welt der Aperitifs hat. Stattdessen bietet es sich an, zwei oder drei passende Aperitifs vorzuschlagen oder gar schon auf Tabletts vorbereitet zu haben.
Auch ein oder zwei Getränke ohne Alkohol sollten vorrätig sein. Ein frisch gepresster rosa Grapefruitsaft oder ein kleiner, gut gewürzter Tomatensaft machen sich hervorragend.
Kleine Häppchen zum Aperitif
Die Häppchen werden passend zum Aperitif gewählt: Blätterteigteilchen mit Käse passen nicht zu Kir, Oliven sollten ausschließlich zu Sherry gereicht werden. Canapees mit Lachs hingegen passen eigentlich fast immer dort, wo später kein Lachs in der Menüfolge auftaucht.
Wichtig ist also auch, dass Doppelungen mit späteren Speisen vermieden werden. Wer mit der Auswahl der Häppchen nichts falsch machen möchte, der fährt auf Sparflamme: auch kleine, salzige Knabbereien oder nur Gemüsestückchen mit oder ohne einem Dip sind eine Alternative.
Im Übrigen sind Appetithäppchen durchaus kein Muss - schon gar nicht, wenn ein schönes, ausgiebiges Essen folgt.
Als Gast sollte man beachten, dass die kleinen, mundgerechten „Fingerfoods“ den Appetit anregen, aber nicht stillen sollen

Henglein
Rama Cremefine

