Seit es gelungen ist, die Erdbeere in Kultur zu nehmen, hat sich die Zahl der Sorten ständig erhöht. Sie alle aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Heute ist die Gartenerdbeere in mehr als 1000 Sorten fast auf der ganzen Welt verbreitet, weil sie sich den unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen anpassen kann.
Die Saison für heimische Erdbeeren dauert von Ende Mai bis Juli. Importierte Früchte - denen allerdings oft Aroma und Süße fehlen - sind fast das ganze Jahr über zu haben. Wer Erdbeeren im eigenen Garten heranziehen will, muss einen sonnigen Platz und lockeren, humosen Boden für sie bereithalten, der Kalkgehalt darf nicht zu hoch sein. Am Morgen, wenn der Tau abgetrocknet ist, werden die Beeren gepflückt.
Zum Edelsten, was die Natur an süßen Früchten zu bieten hat, gehören die kleinen Walderdbeeren. Da sie nur gelegentlich angeboten werden und entsprechend teuer sind, muss man sich schon selbst aufmachen, um die süße, höchst aromatische Ernte am Waldrand, in lichten Wäldern oder auf Kahlschlägen einzubringen. Gewarnt sei hier aber vor dem Fuchsbandwurm - dieses Risiko sollte man kennen!
Doch mit Walderdbeeren zubereitet, werden alle Desserts, Torten und Bowlen noch köstlicher und aromatischer. Zum Kochen und Einkochen sind sie natürlich viel zu schade.
Ein gelungener Abkömmling der Walderdbeeren ist die Monatserdbeere, die im Garten bestens gedeiht und sich viele gute Eigenschaften der Form, aus der sie hervorgegangen ist, bewahrt hat. Sie kann dank ihrer "wilden" Großmutter auch halbschattige Standorte gut vertragen. Schon vier bis fünf Wochen nach der Blütezeit beginnt die Ernte, die dann den ganzen langen Sommer über andauert. Die Früchte erreichen zwar nicht die Größe von Gartenerdbeeren, sind aber zwei- bis dreimal so groß wie die Walderdbeeren, denen sie in Aroma und Geschmack sehr nahe kommen.

Henglein
Rama Cremefine