Nun beginnt wieder die Saison der Erdbeeren - niemand kann ihnen wiederstehen! Egal, ob als Kuchen, Dessert, im Salat, konserviert als Marmelade, Konfitüre, als Likör oder einfach pur - frische Erdbeeren sind eine köstliche Gaumenfreude und reich an den Vitaminen C, B1 und 2 und Karotin. Außerdem liefern sie viel Kalium, Kalzium, Phosphor und Eisen. Dabei sind die roten Früchtchen nicht nur ein leckerer, sondern auch ein leichter Snack - zumindest wenn man sie pur isst. Denn 100gr Erdbeeren haben lediglich 32 Kalorien.

Erdbeersorten
Rund hundert verschiedene Erdbeersorten gibt es - sie unterscheiden sich zwar leicht in Geschmack und Farbe, können aber fast nur von den Produzenten erkannt werden. Bekannte Sorten sind unter anderem Honeyone, Ostara, Fresca und Kent. Bitten Sie Ihren Obsthändler um eine kleine Kostprobe, wenn Sie sicher sein wollen, dass Sie süße und aromatische Erdbeeren kaufen.
Eine andere Möglichkeit ist es, Erdbeeren selbst zu pflücken. In den großen einheimischen Anbaugebieten bieten immer mehr Bauern diese Möglichkeit der Selbstversorgung an. Nutzen Sie dieses Angebot, wenn Sie keinen eigenen Garten haben, denn so kann man selbst entscheiden welche Früchte ins Körbchen kommen und welche Erdbeeren auf dem Feld bleiben. So bekommen Sie absolut frische Erdbeeren, was gerade für die Konservierung von entscheidender Bedeutung ist. Außerdem schmeckt keine Erdbeere so gut wie diejenige, die man selber gepflückt hat und ein Spaß für die ganze Familie ist der Ausflug zum Erdbeerfeld allemal.
Erdbeeren: Tipps für den Einkauf
Oft trügt der schöne Schein. Verzichten Sie lieber auf die besonders großen Früchte, die rund um die Kelchblätter noch grün sind. Es ist in der Regel importierte Treibhausware, die unreif gepflückt wurde, im Fruchtinneren noch hart ist und so gut wie kein Aroma hat. Erdbeeren reifen kaum nach!
Auch kleine Früchte, vor allem die aus einheimischem Anbau, sind voll ausgereift und schmecken herrlich süß und saftig - reife Erdbeeren verbreiten einen aromatischen Duft, auch das ist ein Erkennungszeichen.
Achten Sie auch stets auf trockene und feste Erdbeeren mit knackig-frischen Kelchblättern. Wenn Sie Erdbeeren "im Körbchen" kaufen, dann ruhig auch ein, zwei davon anheben und nachsehen, ob die darunter liegenden genauso makellos sind. Ein guter Händler wird Ihnen das ohne Probleme gestatten.
Erdbeeren lagern
Erdbeeren sind empfindliche Gesellen, die eine behutsame Behandlung brauchen. Erdbeeren halten sich nach dem Einkauf höchstens 2 Tage an einem kühlen Plätzchen. Sie sollten aber unbedingt aus der Verpackung genommen, verlesen und auf einer Platte ausgebreitet werden - so stecken faule oder zerdrückte Beeren die anderen nicht an. Erdbeeren verlieren merklich an Aroma, wenn sie vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung erst gelagert werden müssen.
Erdbeeren waschen und putzen
Waschen Sie Erdbeeren nicht unter dem harten Wasserstrahl. Die Früchte können dadurch leicht verletzt und matschig werden und an Aroma, Vitaminen und Mineralstoffen verlieren. Geben Sie sie lieber kurz in eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel, und lassen Sie sie danach auf einem Küchentuch abtropfen. Die Kelchblätter erst nach dem Waschen und kurz vor der Weiterverwendung abzupfen, damit die Früchte nicht wässrig werden. Der Stielansatz kann auch schonend mit einem kleinen Messer entfernt werden.
Erdbeeren haltbar machen
Bei der Konservierung ist vor allem wichtig, dass die Beeren gleichmäßig reif sind. Man
kann Erdbeeren auch im Ganzen einfrieren und legt dazu die sauberen,
trockenen und möglichst gleichgroßen Beeren, am besten einzeln, auf ein
Blech, Tablett oder auf Alufolie und gibt sie zum Vorfrosten ins
Gefrierfach. Die angefrorenen Früchte werden danach portionsweise in
Beutel abgefüllt und so im Gefriergerät konserviert. Besonders
schöne und gleichmäßige Erdbeeren taucht man in kaltes Wasser,
lässt sie auf einem Tuch abtropfen und wendet sie vor dem Vorfrosten
einzeln in Puderzucker. Diese Erdbeeren eignen sich dann hervorragend
zum Garnieren oder für feines Gebäck. Man kann sie noch gefroren auf
eine Torte legen, mit heißer Glasur überziehen und auf diese Weise
schnell auftauen.
Praktisch ist es auch, die Beeren zu pürieren
und dann das Fruchtmark im Eiswürfelbehälter des Kühlschranks
einzufrieren. Beim Herausnehmen brauchen Sie nur kurz heißes Wasser über
die Rückseite des Behälters fließen zu lassen und bekommen lauter
einzelne eisige Früchtewürfel, die dann in Beutel abgefüllt und
aufgehoben werden können. Das aufgetaute Erdbeerpüree schmeckt in
Verbindung mit Puddings, Cremes, Flammeris und Mousse.
Auch gemischt mit steifgeschlagener Sahne wird es zum fruchtigen
Hochgenuss.
Erdbeeren verarbeiten
Je nach Verwendung werden die geputzten Früchte halbiert, geviertelt oder auch in Scheiben geschnitten. Dies sollte genau wie das Einzuckern erst kurz vor dem Servieren geschehen, sonst ziehen sie zuviel Saft und werden weich. Ideal ist Puderzucker, denn er löst sich schneller auf als Haushaltszucker. Um Erdbeeren für kurze Zeit, z. B. auf einem Buffet, frisch zu halten, kann man sie in eine Edelstahlschüssel geben und eine passende andere Schüssel mit Eiswürfeln füllen und die Schüssel mit Erdbeeren darauf setzen. Eine besondere Note bekommen die süßen Erdbeeren, wenn Sie sie marinieren. Gut harmonieren z. B. Amaretto-, Orangen- oder Aprikosenlikör sowie Portwein, Rum oder Wodka. Wenn Kinder mitessen, nehmen Sie statt dessen Orangen-, Zitronen- oder den aromatischen Limettensaft.
Natürlich schmecken die Beeren nicht nur roh! Man kann aus ihnen leckere Marmelade kochen, warme Süßspeisen und heiße Fruchtsoßen zubereiten. Tipp für Kompott oder rote Grütze: vorher einen Teil der Früchte beiseite legen und später in Stückchen zugeben - für mehr Biss, Geschmack und Vitamine. Erdbeeren lassen sich rasch mit dem Schneidstab des Handrührgerätes oder mit dem Stabmixer pürieren und ergeben so eine tolle Basis für Cremes, Soßen und Mixgetränke, z. B. Erdbeermilch. Dafür einen hohen Rührbecher nur zu 2/3 füllen, damit nichts herausspritzt. Püree lässt sich auch wunderbar für den Vorrat einfrieren.

Erdbeeren im eigenen Garten
Wer Erdbeeren im eigenen Garten heranziehen will, muss einen sonnigen Platz und lockeren, humosen Boden für sie bereithalten - der Kalkgehalt darf nicht zu hoch sein. Am Morgen, wenn der Tau abgetrocknet ist, werden die Beeren gepflückt.
Zum Edelsten, was die Natur an süßen Früchten zu bieten hat, gehören die kleinen Walderdbeeren. Da sie nur gelegentlich angeboten werden und entsprechend teuer sind, muss man sich schon selbst aufmachen, um die süße, höchst aromatische Ernte am Waldrand, in lichten Wäldern oder auf Kahlschlägen einzubringen. Gewarnt sei hier aber vor dem Fuchsbandwurm - dieses Risiko sollte man kennen! Doch mit Walderdbeeren zubereitet, werden alle Desserts, Torten und Bowlen noch köstlicher und aromatischer. Zum Kochen und Einkochen sind sie natürlich viel zu schade.
Ein gelungener Abkömmling der Walderdbeeren ist die Monatserdbeere, die im Garten bestens gedeiht und sich viele gute Eigenschaften der Form, aus der sie hervorgegangen ist, bewahrt hat. Sie kann dank ihrer "wilden" Großmutter auch halbschattige Standorte gut vertragen. Schon vier bis fünf Wochen nach der Blütezeit beginnt die Ernte, die dann den ganzen langen Sommer über andauert. Die Früchte erreichen zwar nicht die Größe von Gartenerdbeeren, sind aber zwei- bis dreimal so groß wie die Walderdbeeren, denen sie in Aroma und Geschmack sehr nahe kommen.
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits