Mandeln: gesund und lecker als Snack, Gebäck und Co.

Mandeln sind köstlich für Gaumen und Gesundheit

Die Mandel ist wohl die bekannteste Nuss in der Küche. Im botanischen Sinne sind Mandeln jedoch gar keine Nüsse, sondern die Kerne einer Steinfrucht und somit eng verwandt mit Kirschen, Pflaumen und Pfirsichen. Mandeln kann man pur, gestifftelt oder als Mandelblättchen kaufen. Mandeln wirken sich positiv auf die Gesundheit aus und sind demnach eine leckere Unterstützung in Sachen gesunder Ernährung. Wieso das so ist, lest ihr in unserem Ratgeber.

Köstliche Mandeln: gut für die Gesundheit

Abgesehen von den beliebten gebrannten Mandeln und den Süßwaren Marzipan und Mandelnugat, sind Mandeln in Rezepten vorrangig gemahlen Bestandteil von Kuchen und Desserts. Aber auch Gemüse-, Fisch- oder Fleischgerichte werden immer häufiger mit Mandelblättchen- oder stiften verfeinert. Immer mehr Menschen schätzen den Kontrast zwischen würzigen Speisen und dem prägnanten, weichen bis fast schon süßen Geschmack der Mandel. Von besonderer Bedeutung ist jedoch vor allem der positive Effekt auf die Gesundheit, der der Mandel zuzuschreiben ist. Sie stellt eine leckere, vielseitige und gut bekömmliche Ergänzung dar, wenn es um eine ausgewogene Ernährung geht.

Mandeln: Süße Mandel oder bittere Mandel

Die harte Schale der Mandel lässt sich nur mit einem Nussknacker öffnen. Nur die süßen Mandeln lassen sich gut roh essen. Die Haut dieser Mandeln ist rau und zimtbraun. Sie kann bedenekenlos mitgegessen werden, lässt sich aber nach dem Überbrühen mit kochendem Wasser ebenso leicht ablösen. Bittere Mandeln darf man auf keinen Fall in größeren Mengen roh essen, denn Sie enthalten den giftigen Stoff Amygdalin. Amygdalin wird im Darm unter anderem zu Blausäure umgesetzt, was zu schweren Vergiftungen führen kann.

Mandeln sind Früchte, die am Mandelbaum wachsen. Der Mandelbaum ist ein sommergrüner Strauch oder Baum. Er wächst in der freien Naur vor allem an sonnigen Hängen, auch auf steinigen Böden und höheren Lagen fühlen sich Mandeln wohl. Ca. zwei Prozent der Mandeln am Mandelbaum sind Bittermandeln. Deshalb können in Packungen mit ganzen Mandeln auch einige Bittermandeln enthalten sein. Da der Prozentsatz hier jedoch gering ist, besteht für Erwachsene keine Gefahr für die Gesundheit. Kleinen Kindern sollte man aus Sicherheitsgründen für die Gesundheit jedoch keine oder nur wenige ganze Mandeln zum Naschen geben. Sie sind noch nicht in der Lage, zwischen den verschideneen Mandeln zu unterscheiden und erwischen so vielelicht versehentlich zu viele Bittermandeln.

Es gibt auch speziell angelegte Plantagen für Mandeln, auf denen nur Bittermandeln angebaut werden. Diese werden dann für die Gewinnung von Bittermandelöl verwendet. Hierzu wird der giftige Stoff Amygdalin, der für die Bildung von Blausäure verantwortlich ist, aus der Mandel extrahiert. Bittermandelöl wird hauptsächlich zum Aromatisieren verwendet - zum Beispiel beim Backen oder auch bei der Herstellung von Amaretto.

Die Mandel: Eine Nuss für deine Gesundheit

Mandeln haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Dies mag zunächst irritieren, da die Mandel von Natur aus ein überaus kalorienreiches Nahrungsmittel ist und sehr viel Fett enthält. Daher erscheint der positive Effekt auf die Gesundheit zunächst schwer nachvollziehbar. Bei dem Fett, welches in Mandeln so reichlich vorhanden ist, handelt es sich jedoch um ungesättigte Fettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren sind leichter verdaulich als gesättigte Fettsäuren, wie sie z.B. in Butter, Sahne oder Speck vertreten sind. Ungesättigten Fettsäuren hingegen wirken sich positiv auf die Gesundheit aus, da sie in der Lage sind, den Cholesterinspiegel zu regulieren und darüber hinaus vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt wirken. Sie sind daher zurecht ein essenzieller Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Doch dies sind nicht die einzigen positiven Einflüsse, die die Mandel im Rahmen unserer Ernährung auf die Gesundheit haben kann: Sie ist reich an Eiweiß, Calcium, Eisen ebenso wie Flour, Selen und Zink. Ihre braune Haut enthält viele gute Ballaststoffe, sie liefern Vitamin E, Beta-Carotin und gilt als guter Lieferant für die Gruppe der B-Vitamine zu denen auch Folsäure zählt, die der Körper für die Zellteilung benötigt. Gerade in Zeiten einer Schwangerschaft ist Folsäure sehr wichtig.

Neben guten guten Fetten lindern Mandeln übrigens auch Magen-Darm Entzündungen, da sie über eine präbiotische (verdauungsfördernde) Wirkung verfügen. Sie sollen sogar Kopfschmerzen lindern können, weil sie viel Magnesium enthalten.

Die Mandel: Köstlichkeiten mit dem leckeren Kern

Aus Mandeln kann man so manche Leckerei herstellen. Neben klassischem Gebäck, und Kuchen gibt es auch ein paar Speisen, für die die Mandel die Basis liefert und die uns immer wieder aufs Neue begeistern. Darunter fallen Marzipan, gebrannte Mandeln und vegane Mandelmilch.

Leckeres Marzipan aus Mandeln

Marzipan aus Mandeln einfach selber machen

So ist es beispielsweise ganz einfach, aus Mandeln Marzipan selber herzustellen. Hierfür werden Mandeln mit kochendem Wasser übergossen, sodass sie leicht quellen und sich dadurch einfacher schälen lassen. Nachdem die Mandeln trocken sind, werden sie fein gemahlen. Am einfachsten geht das mit einer Küchenmaschine. Nun wird das aus den Mandeln entstandene Pulver mit gesiebtem Puderzucker, ggf. Rosenwasser und Aroma gemischt und erneut portionsweise in der Küchenmaschine gemahlen, bis die Masse bindet. Bis zur Verwendung ist es ratsam, das fertige Marzipan luftdicht aufzubewahren.

Vegane Milch aus der Mandel

Auch als Milchersatz ist Mandelmilch inzwischen vor allem im Rahmen einer veganen Ernährung kaum mehr wegzudenken. Mandelmilch lässt sich unkompliziert selbst herstellen: Mandelmilch wird immer beliebter – vermutlich auch, da man die vegane Milch recht einfach selbst herstellen kann. Mandeln über Nacht einweichen lassen, anschließend abspülen und mit Wasser zusammen in einen Standmixer geben. Je mehr Wasser ihr verwendet, desto dünner ist die Mandelmilch, je weniger Wasser, desto cremiger wird die vegane Milch. Im Mixer werden Mandeln und Wasser mindestens zwei Minuten gemixt – anschließend könnt ihr die Mandelmilch abseihen.

Gebrannte Mandeln super lecker

Ein weiterer Klassiker aus Mandeln sind zweifelsohne die gebrannten Mandeln. Dafür einfach Wasser und Zucker in einem kleinen Topf vermischen und zum Kochen bringen, anschließend den Topf vom Herd nehmen, die Mandeln dazugeben und mit einem Holzlöffel so lange rühren, bis der Zucker erkaltet ist und sich um jede Mandel eine Zuckerkruste gebildet hat. Anschließend die Mandeln in einen großen Topf oder in eine Pfanne geben. Hier ist wichtig, dass jede einzelne Mandel „Bodenkontakt“ mit der heißen Fläche hat und die Mandeln nicht übereinander liegen. Unter ständigem Rühren kann der Zucker so optimal karamellisieren – so lange, bis die Mandeln die gewünschte goldbraune Farbe erreicht haben. Die Mandeln könnt ihr nun super auf einem Backblech verteilen, wo sie in Ruhe auskühlen können.

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Von: Carsten Dorhs, Länge: 8:45 Minuten, Aufrufe: 32.195

Das Rezept zum Video:

Mandeln gern auch herzhaft

Aber auch in herzhaften, pikanten Gerichten macht die Mandel eine gute Figur. In Currys kommt sie bestens zur Geltung. Als Panade um Fisch und Fleisch sorgt sie für ein ganz besonderes Aroma. Als Suppe oder Eintopf, beispielsweise in Kombination mit Brokkoli oder Möhren verleiht sie eurem Eintopf das gewisse Etwas. Oder aber ihr streut einfach ein paar Mandeln als Stifte oder hauchdünne Plättchen über herzhafte Fleischgerichte. Da die Mandel zwar köstlich schmeckt, ihr Geschmack jedoch immer dezent bleibt, harmoniert sie mit einer Vielzahl von Gerichten. Probiert es einfach einmal aus.

Weitere Rezepte mit der gesunden Mandel findet ihr auf der nachfolgenden Seite.

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