Zum Erhitzen
sind allerdings nur wenige Blüten geeignet. Die großen Kelche von Zucchini oder Kürbis kann man dazu gut nutzen. Sie werden in Bierteig frittiert, gebacken oder lecker gefüllt mit Hackfleisch, Lachs oder Reis.
Vor der Verarbeitung müssen Staubgefäße, Fruchtknoten und der grüne Kelch entfernt werden.
Falsche „Kapern“
Viele Gerichte gewinnen durch die Zugabe von falschen Kapern. Sie lassen sich aus vielen Blütenknospen ganz einfach herstellen. Die Knospen werden in einer Salzlake aus einem Liter Wasser und 400 Gramm Meersalz eingelegt. Zum Aromatisieren können zusätzlich Lorbeer, Nelken, Thymian und Senfkörner verwendet werden. Nach zwei bis drei Wochen werden die Knospen aus der Lake genommen und zusammen mit Olivenöl in einem Glas im Kühlschrank aufbewahrt.
Blüten vorbereiten
Die Blüten sollten so frisch wie möglich sein. Auf keinen Fall dürfen Blumen vom Floristen oder Markt verwendet werden, wenn sie nicht ausdrücklich als zum Verzehr geeignet gekennzeichnet sind.
Wer einen eigenen Garten hat, der kann essbare Blüten problemlos selbst ziehen, natürlich ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mit wenig Dünger. Geerntet wird am besten morgens, sobald der Tau getrocknet ist und bevor die Sonne knallt. Die Blüten werden vorsichtig unter laufendem kaltem Wasser abgewaschen. Ein kurzes Bad in Eiswasser erhält den Geschmack und die Farben. Dann werden die Blüten mit Haushaltspapier abgetupft. Je nach Größe müssen der Stängel, der Stempel, alle grünen Teile und die Staubgefäße vorsichtig entfernt werden.
Diese Blüten sind essbar:
Ackerstiefmütterchen, Apfelblüte, Artischocke, Bärlauch, Basilikum, Begonien, Bohnenkraut, Borretsch, Chrysanthemen, Dahlien, Dill, Fenchel, Gänseblümchen, Herbstaster, Gladiolen, Glockenblume, Holunder, Jasmin, Kamille, Kapuzinerkresse, Karottengrün, auch wildes, Klee/ Rotklee, Koriander, Kornblume, Lauch, Lavendel, Lein, Liebstöckel, Lindenblüten, Löwenmaulblüten, Löwenzahn, Magnolien, Majoran, Malven, Melde, Mohn, Orange, Passionsblume, Petunien, Pfefferminze, Phlox, Rapsblüten, Ringelblumen, Rosen, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Schlüsselblume, Schnittlauchblüten, Sellerie, Senfrauke, Sonnenblumen, Spitzwegerich, Stiefmütterchen, Taglilien, Thymian, Veilchen, Vergissmeinnicht, Wicke, Wiesenkerbel, Zierlauch, Zucchiniblüten und Zwiebeln.
Experimentieren Sie einfach mal - versuchen Sie ein Rissotto mit Blüten oder verzieren Sie ein Süppchen oder Ihren Salat damit. Sie werden sehen, es sieht nicht nur gut aus, sondern es schmeckt auch ganz herrlich frisch.
(Quelle: OZ - Teilpassagen aus Ratgeber Essen und Trinken)

Henglein
Rama Cremefine

