Die Weihnachtszeit

Weihnachtsessen und kulinarische Traditionen anderswo

Am Weihnachtstag findet in den Familien ein Festessen statt. Hierzu gibt es ganz unterschiedliche Traditionen. Fest zum kulinarischen Weihnachtsbrauchtum gehört jedoch der Christstollen, der ursprünglich aus Sachsen bzw. aus dem Erzgebirge stammt.


Christstollen
  • 2,5 kg Mehl
  • 300 g Hefe
  • 750 ml Milch
  • 500 g Zucker
  • 4 Pkt. Vanillezucker
  • 2 Zitronen, unbehandelt, die Schale abgerieben davon
  • 35 g Salz
  • 200 g Schweinefett
  • 1 kg Butterschmalz
  • 150 g Zitronat
  • 80 Mandeln, bitter, gerieben
  • 200 g Mandeln, süß, gerieben
  • 1,5 kg Sultaninen
  • 250 g Korinthen
  • Rum
  • Butter, Zucker und Puderzucker zum Bestreichen
    Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben, die Sultaninen und Korinthen über nacht mit Rum beträufelt ziehen lasse.
    In das gesiebte Mehl eine Vertiefung drücken und mit der Hefe und etwas lauwarmer Milch einen Vorteig arbeiten. Ist er gut aufgegangen, kommen nach und nach alle Zutaten hinzu, Sultaninen und Korinthen zuletzt. Den Teig sehr gründlich durcharbeiten - je länger um so besser! Warm stellen und mindestens 3 Stunden gehen lassen.
    Dann den Teig nochmals zusammen stoßen und in 1 kg - Stücke teilen. Diese zu Stollen formen, wieder gehen lassen und dann 60 Min. bei Mittelhitze backen.
    Ist der Stollen ausgekühlt, buttern und zuckern in der folgenden Reihenfolge: zerlassenen Butter, feiner, klarer Zucker, Butter, Puderzucker.
    Mindestens 8 Tage ruhen lassen!

    In vielen Ländern feiert man Weihnachten so ähnlich wie bei uns.

    In Griechenland z. B. gibt es auch einen Weihnachtsbaum, aber hier ist das Wichtigste das Treffen der ganzen, meist großen, Familie zum traditionellen Weihnachtsessen, was dann manchmal einen halben Tag dauern kann. Es wird erzählt, gesungen und natürlich gegessen. Früher war das Spanferkel, vor allem im ländlichen Raum, das traditionelle Weihnachtsessen. heute ist es meist der Truthahn.

    Weihnachtssuppe - supa christujeniatiki
  • 250 g Truthahnfleisch
  • 250 g Rindfleisch
  • 250 g Lammfleisch
  • 250 g Schweinefleisch
  • 1.5 Tassen Reis
  • 3 Eier
  • 3 Zitronen
  • Salz und Pfeffer
    Fleisch aufkochen und dabei den Schaum mehrmals abschöpfen, Mit Salz würzen und auf kleiner Flamme ca. 2 Stunden köcheln lassen. Abseihen, Brühe wieder aufkochen und den Reis einrieseln lassen und garen.
    Ei-Zitronen-Sauce: Eier gut verquirlen und langsam den Zitronensaft einrühren. Einen EL der heißen Brühe vorsichtig unterrühren, Suppe vom Feuer nehmen, Sauce einrühren und mit Pfeffer und Salz abschmecken.
    Fleisch anderweitig verwenden oder sehr fein geschnitten in die Suppe geben.

    Gefüllter Truthahn - galopula jemista
  • 1 Truthahn, ca. 3 kg, küchenfertig
  • 300 g Hackfleisch
  • ½ Tasse Reis
  • 1/3 Tasse Pinienkerne
  • 1 Zwiebel, kleingeschnitten
  • 1 Tasse Weißwein
  • 1,5 Tassen Butter
  • 3 Zitronen
  • Salz und Pfeffer
  • 2 kg Kartoffeln
    Truthahn außen und innen mit Zitronensaft einreiben.
    Füllung: Zwiebel und Hackfleisch anbraten, bis keine Flüssigkeit mehr da ist, dann die Hälfte der Butter zugeben, ebenso Salz und Pfeffer, Pinienkerne und Reis, umrühren und den Wein angießen, wenn er aufgesogen ist etwas Wasser zugeben. Ist der reis gar, den Truthahn damit füllen, zunähen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Den Truthahn in eine weite Pfanne legen, etwas Wasser angießen und im Ofen ca. 2 - 2 ½ Stunden braten, Dabei immer wieder mit dem Bratensaft begießen. Eine Stunde vor Ende der Bratzeit um den Truthahn herum die geschälten und geviertelten Kartoffeln legen und mitgaren lassen.

    In Polen ist es in manchen Familien Tradition, am 24. Dezember, nach Einbruch der Dunkelheit, im Kreise der Familie ein ausgiebiges "Tafeln" zu veranstalten, bei dem es 12 Speisen gibt. Die Zahl 12 soll hier an die Apostel erinnern. Während des Essen bleibt ein Stuhl am Tisch leer für einen unerwarteten Gast - eine uralte Sitte, die die Gastfreundschaft der Polen wiederspiegelt.
    Ein Brauch ist es auch, vor allem in den ländlichen Gegenden, Heu unter das Tischtuch des Festtisches zu legen. Unverheiratete junge Männer und Mädchen ziehen einen Halm hervor - ist er grün, steht eine Liebe oder Heirat ins Haus - ist er grau, tja, dann wird's noch nichts mit der Ehe im kommenden Jahr!
    Beim Festessen darf der Barschtsch nicht fehlen.

    Barschtsch (für 10 Personen)
  • 50 g Pilze, getrocknet, eingeweicht
  • 1 kg Rindersuppenfleisch
  • 600 g Gemüse (Möhren, Sellerie, Porree, Zwiebeln)
  • Salz und Pfeffer
  • Lorbeerblätter
  • Pimentkörner
  • 2 Knoblauchzehen
  • Essig
  • 1 kg Rote Rüben
  • Brühe von Roten Rüben
    Das Fleisch wird mit den Pilzen in 3 Liter Salzwasser gekocht. Etwa eine halbe Stunde, bevor das Fleisch gar ist, kommt das geschnittene Gemüse dazu und die Gewürze. Die Roten Rüben werden extra gekocht, das Kochwasser aufgehoben. Die Suppe wird dann mit allen Gemüsezutaten, auch den Roten Rüben, durch ein Sieb passiert, das Fleisch kommt kleingeschnitten dazu, abschmecken und mit dem Kochwasser aufgießen.

    Interessant finde ich immer wieder, welche Sitten und Bräuche um eine und dasselbe Fest in verschiedenen Ecken unserer Erde entstanden sind. In den Bolivianischen Anden z. B. ist es üblich, am Weihnachtstag die 3 jüngsten Lämmer der Schafherde mit bunten Bändern zu schmücken. Diese werden dann mit zum Gottesdienst genommen. Als Erklärung für diesen Brauch geben die Menschen an, dass ja die Hirten die ersten waren, die das Jesuskind im Stall zu Betlehem besuchten und kein guter Hirte lässt seine Schafe unbeaufsichtigt - also nahmen sie diese mit! Die Kinder erhalten dann Süßigkeiten und kleine, selbstgemachte Geschenke. Weihnachtsbäume kennt man nicht, aber ein Festessen gehört natürlich dazu.

    In einigen Gegenden Mexikos gehören "Tamales", in Maisstroh gewickelte Füllungen aus Fleisch, Schmalz und Maismehl, zum Weihnachtsessen. Sie werden gebacken und heiß gegessen und sie sollen das in Windeln gewickelte Kind, das in Heu und Stroh in der Krippe liegt, darstellen. Die Geschenke bringt hier der Santa Claus. Der Höhepunkt ist eine festliche Prozession - das soll die Suche nach einer Herberge nachstellen. Danach beginnt das Festessen.

    Geflügelsuppe mit Mandeln
  • 50 g Butter
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 3 EL Sellerie, in feinen Streifen
  • 50 g halbierte Mandeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Mehl
  • 1 Liter gute Hühnerbrühe
  • Salz und Pfeffer

    Als Einlage:
  • Gekochte Hühnerfleischwürfel
  • Tomatenstückchen In der Butter werden die Zwiebeln, Sellerie und Mandeln goldgelb angeschwitzt. Tomatenmark und Mehl zugeben und mit der Brühe aufgießen, 10 Min. kochen lassen, würzen und mit dem Fleisch und den Tomatenstücken in vorgewärmte Suppenschalen verteilen. Mit Kräutern bestreuen.

    In unseren Foren und der Rezeptdatenbank finden Sie viele weihnachtliche Rezepte. Viel Spaß beim Kochen und Backen und eine besinnliche und gute vorweihnachtliche Zeit wünscht Ihnen das chefkoch - Team