Wie lange ist es her, dass Ihre ganze Familie zusammen am Tisch saß und gespielt hat? Wenn Sie jetzt nachdenken müssen, ist es viel zu lange her.
Gerade in der jetzigen Jahreszeit gibt es oft Wochenenden, wo das Wetter nicht zum Spaziergang einlädt und die Kinder sich langweilen. Wir möchten Ihnen hier eine paar Alternativen zum Fernsehen und zum Computer aufzeigen.
Viele Kinder basteln gerne und wenn man sich kleine Spiele selbst anfertigen kann, macht es nachher um so mehr Spaß damit.
Streichholzhäuschen
Jeder Mitspieler bekommt sechs Streichhölzer. Aus denen soll er ein Haus bauen. Wer an der Reihe ist, ein Streichholz zu „verbauen“ entscheidet ein Würfel. Man legt vorher die Augenzahl fest, die gewinnt und nur, wer diese gewürfelt hat, darf bauen.
Bingo
Jeder Mitspieler zeichnet ein Quadrat mit 16 Feldern auf ein Blatt Papier. In jedes Feld schreibt er eine beliebige Zahl zwischen zwei und zwölf. Es müssen nicht alle zahlen verwendet werden. Zum Würfeln werden zwei Würfel verwendet.
Der Erste würfelt und kreuzt die Zahl auf dem Bingo-Quadrat an, die er erwürfelt hat. Steht eine Zahl nicht auf dem Feld oder ist sie bereits angekreuzt, würfelt der Nächste weiter. Wer es schafft, zuerst eine Reihe (vier Felder) senkrecht, waagerecht oder diagonal anzukreuzen, ruft "Bingo" und hat gewonnen.
Farbenwürfel
Ein Spiel für kleinere Kinder und man braucht dazu einen Farbenwürfel.
Die Farben des Würfels werden mit Filzstiften auf Stoffwäscheknöpfe oder auch auf kleine, ausgeschnittene „Knöpfe“ aus Papp gemalt. Jeder bekommt sechs „Knöpfe“ in den unterschiedlichen Farben des Würfels und legt sie vor sich hin.
Es wird abwechselnd gewürfelt. Jeder legt den zur Würfelfarbe passenden Knopf in die Mitte. Wer diese Farbe aber in einer der nächsten Runden erneut würfelt, muss ihn wieder aufnehmen und zu seinen anderen dazu legen. Gewonnen hat derjenige, der zuerst keine „Knöpfe“ mehr vor sich liegen hat.
Wer hat die meisten Sommersprossen?
Auch wieder ein Spiel für kleinere Kinder, das viel Spaß macht. Wir brauchen nochmals den Farbenwürfel und unsere „Farbknöpfe„.
Jeder bekommt sechs „Knöpfe“ in den unterschiedlichen Farben des Würfels und legt sie vor sich hin. Es wird abwechselnd gewürfelt. Vor jedem Wurf wählt der Spieler einen Knopf aus. Sind Würfel- und Knopffarbe gleich, bekommt er einen Punkt auf die Nase gemalt. Gewonnen hat derjenige mit den meisten „Sommersprossen“.
Münzen werfen
Dazu braucht man viele Ein-Cent- Münzen. Eine vor dem Spiel gemeinsam festgelegte Anzahl kommt in einen Würfelbecher. Der erste Spieler schüttelt den Becher und stülpt ihn um. Die Münzen, bei denen die Zahl oben liegt, darf er sich nehmen. Nun kommt wieder die festgelegte Anzahl Münzen in den Becher und der nächste Spieler ist dran.
Die gewonnenen Münzen wandern in die Sparbüchse.
Überraschung!
Eine oder mehrere Karten eines Kartenspiels werden markiert und alle Karten auf den Tisch gelegt. Abwechselnd nimmt jeder eine Karte hoch. Wer die Karte mit der Markierung aufdeckt, bekommt eine kleine Überraschung.
Spielen macht hungrig
und da heute „Familientag“ ist, gibt es etwas Süßes. Wie wäre es, mit einem selbst gemachten Vanillepudding?
Man braucht dazu einen halben Liter Milch, 45 Gramm Stärkemehl (keine Kartoffelstärke), eine Vanillestange und 60 bis 70 Gramm Zucker.
Das Rezept kann man mit ein bis zwei Eigelb veredeln, die mit der Stärke, dem Zucker und zwei Löffeln erwärmter Milch verrührt werden. Diese Mischung wird mit der restlichen Milch und der Vanilleschote vermengt und aufgekocht.
Eine besonders leichte Creme bekommt man, wenn man auch den Eischnee verwendet. Die Hälfte des Zuckers wird hier mit der geschlagenen Masse vermischt und unter die aufwallende Puddingmasse gegeben.
Milchreis und Grießbrei sind ebenfalls beliebte Süßspeisen bei Kindern. Der Milchreis ist besonders lecker, wenn das Obstkompott gleich untergerührt wird. Damit bei der Zubereitung nichts schief geht, müssen die drei Süßspeisen ständig gerührt werden. Falls aber doch mal etwas anbrennt, gibt es einen Tipp zur Rettung: Wenn Grießbrei oder Milchreis bereits angesetzt haben, darf man nicht mehr rühren, da sich sonst der angebrannte Geschmack auf das ganze Gericht verteilt. Man lässt einfach die angebrannte Schicht im Topf.
Hier noch ein Rezept für Schokopudding:
- 50 g Schokolade oder Kuvertüre
- 3 Eigelb
- 50 g Zucker
- Mark einer viertel Vanilleschote
- 50 g geschälte Mandeln
- 25 g Semmelbrösel
- 3 Eiweiß
- Butter zum Ausstreichen
- Puderzucker zum Ausstreuen
Eine mittelgroße Puddingform mit der Butter ausstreichen und mit Puderzucker ausstreuen. Die Schokolade im Wasserbad auflösen und mit Eigelben, Vanillemark und der Hälfte des Zuckers schaumig rühren. Die Mandeln fein reiben und mit den Semmelbröseln vermischen. Danach das Eiweiß mit dem restlichen Zucker zu steifem Schnee schlagen. Etwa 1/4 des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren und dann den übrigen Eischnee und die Mandel - Bröselmischung vorsichtig unterheben.
Alles in die vorbereitete Form füllen und ins Wasserbad stellen (der Wasserspiegel sollte bis etwa 2 cm unter den Rand reichen). Das Wasser darf nicht kochen, sondern sollte immer unter dem Siedepunkt gehalten werden. Dann im Ofen bei 170° C 35-40 Minuten garen. Zur Sicherheit mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Pudding gar ist. Er kann nun mit halbsteif geschlagener Sahne oder mit heißer Schokosauce serviert werden.
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