Knoblauch


Aufbewahren, Konservieren, Verwenden von Knoblauch

Um ein befriedigendes Kochresultat zu garantieren und damit alle, der gestresste Büromensch wie der anspruchsvolle Hobbykoch, die erfahrene Hausfrau wie der von südlichen Regionen begeisterte Urlauber und der "Knofel-Fan" auf ihre geschmackliche Kosten kommen, ist es vor allem notwendig, vollwertige Knoblauchzehen zu verwenden.


Knoblauch muss kühl und trocken aufbewahrt werden. Unter idealen Lagerbedingungen ist er bis zu 12 Monaten haltbar. Daher sollten Sie die Knoblauchzöpfe, so dekorativ sie auch aussehen mögen, nicht in der Küche aufhängen. Und bei aller Liebe zur Tradition, eines sollte klar sein: Heutzutage ist es nicht mehr notwendig, große Mengen Knoblauch vorrätig zu halten im Handel gibt es immer wieder frischen, importierten Knoblauch.
Wenn Sie aber den "alten" Knoblauch verwenden wollen, so sollten Sie unbedingt auf die Qualität der einzelnen Zehen achten. Schwammiger, verschrumpelter oder verfärbter Knoblauch verdirbt den Geschmack der Speisen und muss daher weggeworfen
werden. Außerdem muss unbedingt die "grüne Seele", die vor dem Auskeimen im Frühjahr auftritt und unangenehm bitter schmeckt, mit dem Messer entfernt werden.
Die für das Kochen verwendeten Knoblauchzehen werden fein gehackt, mit der flachen Messerklinge zerdrückt oder zusammen mit grobkörnigem Meersalz im Mörser zerrieben. Ein dezentes Knoblaucharoma bekommt der tägliche Salat, wenn Sie die Innenwand der Salatschale mit einer Knoblauchhälfte einreiben oder dazu ein mit frischen Zehen aromatisiertes Öl verwenden. Eine andere Möglichkeit, dieses Aroma zur vollen Entfaltung zu bringen, ohne dass der Eigengeschmack der Zutaten erdrückt wird, ist die Benutzung von ungeschälten Knoblauchzehen, die kurz vor dem Servieren entfernt werden.

Eine übertriebene Knoblauchverwendung kann sowohl zu großartigen, ungeahnten Gaumenfreuden führen, aber auch grob und erschlagend wirken. Auch hier geht Probieren über Studieren! Dem unerfahrenen Koch sei es trotzdem empfohlen, mit kleineren Mengen anzufangen - eine Steigerung ist immer möglich.

Nun noch ein Wort über den Geruch. Hände, die den Knoblauchgeruch stark angenommen haben, können zur Geruchsneutralisierung mit Zitrone abgerieben werden.
Sollte sich der Knoblauchgeruch einmal in einem Gefäß oder Behälter ausgebreitet haben, gibt es die Möglichkeit nach der Reinigung mit Spülmittel und Wasser einfach zusammengeknülltes Zeitungspapier hineinzulegen, das Papier nimmt in ein paar Tagen den Geruch völlig auf.
Es sollte jedoch noch einmal erwähnt werden, dass der typische Knoblauchgeruch mit der Wirkung des heilbringenden Inhaltsstoffes Allicin gekoppelt ist.
Als mögliches Gegenmittel empfiehlt der Volksmund das Kauen von Kaffeebohnen, frischer Petersilie oder Kerbel. Auch Gewürznelken, Weinraute, Milch und Rotwein sowie das Essen eines geriebenen Apfels mit einigen Löffeln Honig sollen den Knoblauchgeruch neutralisieren. Die Chinesen, die es als leidenschaftliche Knoblauchesser wissen müssten, raten den Gästen nach der Mahlzeit, einige Kardamomsamen durchzukauen.
Oder einen Pfefferminzkaugummi direkt nach dem Knoblauchverzehr kauen. Und wenn nicht einmal dieser Tipp gegen die Ausdünstungen des Körpers hilft, dann sollte man vielleicht doch am besten das Weite suchen und sich mit der Vorstellung trösten, dass Knoblauch zwar geruchsintensiv ist, aber auf der anderen Seite eine welke und duftmüde Rose zur vollen Entfaltung ihres Duftes anregen kann, wenn er wurzelnah dazugepflanzt wird.

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Artikel vom 03.05.2004
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