Knoblauch

Knoblauch und moderne Medizin

Die seit Jahrhunderten gepriesene Schutzfunktion des Knoblauchs vor Infektionskrankheiten im Magen - Darm - Bereich wird auch von der modernen Medizin voll bestätigt. Besonders oft setzt die moderne Heilkunde Knoblauch bei Verdauungsstörungen und chronischen Darminfektionen ein. Diese Wirkung ist einem schwefelartigen ätherischen Öl (Alliin) zuzuschreiben, das sich beim Zerreiben der Zehe in Allicin umwandelt, eine schwefelhaltige Substanz, die auch für den typischen Knoblauchgeruch verantwortlich ist. Mit Allicin können starke Gärungsprozesse, verbunden mit Blähungen und krampfartigen Zuständen, erfolgreich bekämpft werden. Außerdem kann Knoblauch den Gallefluss positiv beeinflussen und den gesamten Verdauungsprozess regulieren.


Vor allem aber bei der Vorbeugung und Behandlung von Arteriosklerose (Arterienverkalkung) gewinnt das ätherische Öl Allicin immer mehr an Bedeutung. Knoblauch vermindert die Neigung zur Thrombosebildung, einer der Hauptgefahren bei der Arteriosklerose, dadurch, dass das Blut flüssig gehalten wird.
Im Atembereich hilft der Verzehr von frischen Knoblauchzehen vor allem bei Symptomen von trockenem Husten, bei Erkältungen, Asthma und Bronchitis.
Die von vielen Ärzten vertretene Meinung, Knoblauch sei wirksam gegen Bluthochdruck, ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Zwar ist eine blutdrucksenkende Wirkung bei Tierversuchen nachgewiesen worden, beim Menschen jedoch ist dieselbe Wirkung noch umstritten. Durch die Erweiterung der Kapillaren (feine Blutgefäße) und die damit verbundene Steigerung der Durchblutung, hervorgerufen durch den Knoblauch, wäre ein solcher Effekt aber durchaus denkbar. Interessant ist, dass auch hier nur der ganz frische Knoblauch Erfolg verspricht.