Orientalische Küche - wie aus 1001 Nacht


"Mezze", die Vorspeisen

Wer in Nordafrika oder im Vorderen Orient zu einem Gastmahl eingeladen wird, der kann sicher sein, dass ihn die üppigsten kulinarischen Genüsse erwarten.

Orientalisches Essen Eine einheitliche orientalische oder arabische Küche gibt es allerdings nicht. Der Lebensraums in diesem Gebiet ist so groß, dass die einzelnen Länder zum Teil bis zu fünf Flugstunden voneinander entfernt liegen.
Doch schon vor mehr als 1000 Jahren ließen die Kalifen von Bagdad Zubereitungsarten und Zutaten für verschiedenste Speisen aus den entferntesten Provinzen und eroberten Gebieten zusammentragen. Diese wurden dann in die einheimischen Kochkunst integriert.

Aber auch die zahlreichen Handelskarawanen, die Pilger, welche in Scharen nach Mekka, Jerusalem und die vielen anderen heiligen Stätten zogen, brachten fremde Gerichte mit, die in den Küchen teilweise übernommen und den örtlichen Gepflogenheiten angepasst wurden.
Schon im 8. Jahrhundert wurden Kochbücher verfasst, die zur Verbreitung der Gerichte auch außerhalb des Hofes des Kalifen beitrugen. Das berühmte Kochbuch des Muhammad al-Baghdadi aus dem 13. Jahrhundert ist sogar bis heute erhalten geblieben.

Schon die Vorspeisen, "Mezze", präsentieren sich als lukullische Vielfalt: Gebackener Ziegenkäse, Tomatensalat, eingelegte oder gegrillte Gemüse und Spieße mit Fleischbällchen sollen den Appetit anregen.
Zu allen Gerichten wird Brot gereicht - "Pita", "Pide" oder " Khubz" genannt.
Daneben sind Hülsenfrüchte ein wesentliches Grundnahrungsmittel im Orient: Getrocknet lassen sich Bohnen, Linsen und Erbsen lange halten und gut transportieren, sind also wüstentauglich. Und: Sie können vielfältig zubereitet werden.
In Ägypten hat sich der Bohnenbrei "Foul" zum Nationalgericht entwickelt. "Falafel", aus Kichererbsen- und/oder Bohnenteig zubereitete Frikadellen, werden mit Tomaten und der Sesamsauce " Tahina" in Fladenbrot gewickelt. Dazu gibt es oft "Hummus", eine Creme aus gekochten pürierten Kichererbsen und Sesammus.
"Foul, Falafel, Hummus und die Auberginencreme Babaganoush sind ein Muss auf jeder Mezze- Tafel.

Unter den Gemüsesorten sind Auberginen besonders beliebt: zum Dippen, als ganze Frucht eingelegt, gegrillt oder gefüllt.

Auberginencreme:

  • 600 g Auberginen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 EL Tahina (Paste aus Sesamsamen, in Gläsern und Dosen erhältlich)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz
  • 1 eingelegte Chilischote
  • Öl
Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Auberginen einölen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und im 15- 30 Min. je nach Größe, garen bis sie weich sind. Die abgekühlten Auberginen längs einschneiden. Das Fruchtfleisch herausschaben, pürieren oder hacken und in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen und zerdrücken. Die Blätter der gewaschenen Petersilie abzupfen und fein hacken. Nach und nach Knoblauch, Petersilie, 1 -2 EL Tahinapaste und 2 EL Zitronensaft zur Auberginenmasse geben und alles gut verrühren. Das Olivenöl unterrühren, mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Zitronensaft abschmecken. In eine Schüssel füllen und die Chilischote drauf legen.

Tipp: Wird die Creme zu bitter, geben Sie einfach noch etwas Joghurt dazu.

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Artikel vom 08.01.2005
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