Wir, Ihr Team von chefkoch.de, wünschen Ihnen für das nagelneue Jahr 2005 stets Nägel mit Köpfen, Elan, gute Gesundheit und die Zuversicht, dass sich die Dinge immer so fügen mögen, wie Sie es sich vorstellen.
Um Ihnen den Start in’s neue Jahr zu erleichtern und damit Sie schon am Anfang nichts falsches machen, hier ein paar, nicht ganz ernst zu nehmende, Dinge, die Sie hoffentlich zum Jahreswechsel beachtet haben! ;-)
Am Neujahrsmorgen sollte man sehr früh aufgestanden sein, sonst wird man unweigerlich zum chronischen Langschläfer.
Ein Blick aus dem Fenster an diesem Tag zeigt uns, wie das Wetter das gesamte Jahr werden wird – „Wetter wie am Neujahrstag das ganze Jahr uns zeigen mag“, heißt es.
Noch bis zum 6. Januar, dem Ende der Raunächte, sollte jede vernünftige Hausfrau auf das Wäschewaschen verzichten. In dieser Zeit sausen wilde Dämonen in Scharen durch die kalten Nächte. Finden sie Wäsche auf der Leine, dann verstecken sie sich darin und der Besitzer trägt den Dämon das ganze Jahr mit sich herum. Und nicht nur das, sogar 12 schlimme Jahre drohen ihm - na ja, es muss ja nicht ganz so schlimm werden, aber mindestens ein unruhiger Schlaf in den Nächten des neuen Jahres sind ihm gewiss!
So ganz kann man nicht feststellen, wo genau die Ursache dieses Verbotes angesiedelt ist. Vermutlich hat es etwas damit zu tun, dass Wäschewaschen früher eine der schwersten Arbeiten der Hausfrauen war. Nun wollten auch sie in der Zeit nach den aufwändigen Weihnachtsvorbereitungen mal Ruhe haben und so kommt diese Vorsichtsmaßnahme gerade recht.
Nun ein paar Ratschläge, wie Sie es anstellen können, immer genug Geld in den Taschen zu haben:
Ganz wichtig ist es, auf das erste eingenommene oder verdiente Geld des neuen Jahres kräftig zu spucken! Der Speichel ist eine „zauberhafte“ Substanz mit magischen Kräften. Nicht nur, dass er verhindert, dass Geister durch den Mund in den Körper eindringen können, nein, er sorgt auch dafür, dass der Vermehrung des Geldes das ganze Jahr über so nichts im Wege stehen kann.
Außerdem sollten sie unbedingt ihren Geldbeutel beim ersten Gewitter des Jahres recht kräftig schütteln, auch das verhilft zu üppigem Geldsegen.
Aber Vorsicht! Nie das Geld zu oft zählen, dann wird es auf ebenfalls magische Art ständig weniger.
Vielleicht haben auch Sie ein Hufeisen oder ein Glücksschweinchen zu Silvester bekommen?
Wer kennt nicht das Wort: „Hufeisen bringen Glück“. Nun stimmt das so nicht ganz, denn sie bringen nicht das Glück, sondern sie halten das Unheil fern. Der Grund ist, das böse Geister große Angst vor dem Eisen haben, aus dem das Hufeisen gefertigt ist.
Allerdings wirkt der Zauber nur bei gefundenen Hufeisen, denn diese haben die guten Geister dem Finder vor die Füße gelegt – leider müssen wir wohl heute aus Mangel an verlorenen Hufeisen weitestgehend auf diesen Glücksbringer verzichten.
Sollten wir aber doch das Glück haben, eines zu finden, stellt sich noch die Frage, wie man es aufhängt. Mit der Öffnung nach oben, dann fällt das Glück hinein. Bei der Öffnung nach unten kann das Unglück daran abgleiten. Das wird eine schwierige Wahl! ;-)
Schweine bringen Glück! Keine Frage, denn wer kennt nicht den erlösenden Stoßseufzer „Schwein gehabt!“, wenn man glücklich einer brenzligen Situation entronnen ist oder ein riskantes Manöver unterschiedlicher Art geglückt ist.
Erinnern wir uns an die Sage von Odysseus – dort verwandelt Circe, die Zauberin, die Gefährten des Helden in Schweine – warum gerade in Schweine? Das Schwein eines der ältesten Haustiere und schon immer eines der wichtigsten für die Menschen.
In der Antike wurden Schweine sogar als Orakel eingesetzt, denn sie galten als besonders anfällig für das Übersinnliche und ihnen wurden magische Kräfte zugeschrieben. Wer „Schwein“ hatte, hatte sozusagen das Glück im Hause – vielleicht deshalb, weil er somit nicht Hungern musste, wer weiß das schon?
Im Christentum allerdings wurde ihre positive Rolle recht negativ, denn hier gilt es symbolisch für den Teufel und als Hexentier.
Heute ist es schwierig, ein lebendiges Schwein an Silvester oder am Neujahrsmorgen zu treffen, es anzufassen und somit das Glück für’s neue Jahr zu pachten.
Wir müssen meistenteils auf solche aus Marzipan oder auch Plastik zurückgreifen – glauben wir der alten Tradition, dass es auf jeden Fall Glück bringt, egal woraus es ist oder wie es aussieht.
Am meisten Glück im neuen Jahr hat unbesehen jedoch derjenige, der am Neujahrsmorgen einem Schornsteinfeger begegnet und etwas Ruß von seiner Kluft erhaschen kann. Ruß ist ebenfalls ein magischer Stoff – muss er sein, denn wie sonst würden Schornsteinfeger ihre Arbeit unbeschadet überstehen können? Sitzen die Geister doch am liebsten in den Kaminen und Schornsteinen und sind sicher nicht entzückt, wenn der schwarze Mann dort seiner Arbeit nachgeht und sie ziemlich unsanft aus ihrer Ruhe aufstört! Also können wir es mit ein bisschen Ruß ja auch mal probieren, schaden kann es nicht!
Wer keinen „echten“ findet, sollte sich wenigstens einen aus Backpflaumen, einen Pflaumentoffel, suchen - wenn man „Glück“ hat, tut’s der auch!
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