Pastinaken – winterliches Wurzelgemüse

Pastinaken – Warenkunde, Zubereitung und Rezepte

Jeden Winter dasselbe Spiel: Das Angebot an frischem, regionalem Gemüse ist spärlich, die Importware schmeckt lasch und die Lust auf vitaminreiche Leckereien wird immer größer. Doch es gibt einen Retter: winterliches Wurzelgemüse! Neben Gerichten mit Schwarzwurzel, Knollensellerie, Möhren und Topinambur sind Pastinaken-Rezepte zurzeit die perfekte Wahl gegen kulinarische Winterdepressionen.

Leckere Pastinaken aus dem Ofen

Pastinaken stammen aus dem Kaukasus und gehörten eine ganze Weile auch hierzulande zu den Grundnahrungsmitteln – vermutlich auch, weil Pastinaken als Wildgemüse an Wegesrändern wuchsen. Zwischenzeitlich wurde der Stammplatz der Pastinake, die auch Moorwurzel, Pestnacke, Hammelsmöhre und Pastinak genannt wird, in der Küche allerdings durch Möhren und Kartoffeln verdrängt - doch das würzige Wurzelgemüse ist wieder auf dem Vormarsch. Wer einmal eine frische Pastinakensuppe gelöffelt hat oder köstliche Pastinaken aus dem Ofen genießen durfte, wird das Wurzelgemüse nicht mehr missen wollen und der Pastinake wieder ein Plätzchen im Gemüsefach freihalten.

Warenkunde der Pastinake

Pastinaken gehören zur Familie der Halbrosettenpflanzen. Ihre Frucht ist eine fleischige Rübe, die den bekannten Möhren vom Aufbau her sehr ähnlich ist. Im Vergleich zu Möhren ist die Pastinake jedoch beige bis cremeweiß gefärbt. Pastinaken sind in etwa 20 cm lang und werden bis zu 300 g schwer. Kleine und feste Pastinaken haben meist auch zarteres Fruchtfleisch. Wenn die Haut der Pastinake schon welk ist, schmeckt das Wurzelgemüse meist nicht mehr frisch. Im Gemüsefach können Sie die Pastinake einige Wochen aufbewahren - auch eine Lagerung wie bei Kartoffeln schadet der Pastinake nicht. Meist sind Pastinaken ohne ihr Grün im Handel erhältlich - falls das Grün aber noch vorhanden ist, können Sie es wie Petersilie verwenden. Vor der Weiterverarbeitung sollte man die Pastinake, genau wie Möhren schälen. Die Handhabung der Pastinake in der Küche entspricht ebenso der von Möhren. Das Wurzelgemüse lässt sich anschließend ganz nach Wunsch weiterverarbeiten. Besonders lecker und ein wenig süßer schmecken Pastinaken nach dem ersten Frost.

Das Wurzelgemüse und seine Zubereitung

In der Küche sind Pastinaken vielseitig einsetzbar – gegart oder im Ofen gebacken, in der Suppe oder paniert, im Eintopf oder als Püree schmecken Rezepte mit Pastinaken köstlich. Man kann Pastinaken auch in dünne Scheiben geschnitten mit etwas Öl in die Pfanne geben und wie Bratkartoffeln zubereiten. So schmeckt die Pastinake als Beilage zu Fisch oder Fleisch - besonders zu Rind passt das Wurzelgemüse gut. Auch geraspelt in Salaten ist die Pastinake eine interessante Abwechslung. Oder probieren Sie doch mal in Speck gewickelte Pastinaken! Der Geschmack der Pastinake ist im Vergleich zu Möhren erdig und süß mit einem Hauch Petersilie.

Pastinaken


Zu Kriegszeiten wurde die Pastinake gerne als Bananenersatz verwendet und das Wurzelgemüse landete sogar als Zutat im Kuchen. Wer an einer frittierten Pastinake knabbert, wird ein leichtes Bananenaroma wirklich nicht abstreiten können. Besonders gut schmecken Pastinaken, wenn man sie mit Petersilie, Dill oder Muskat kombiniert - diese Gewürze unterstützen den erdigen Geschmack der Pastinake im Rezept. Auch eine frische Note aus Zitrone, Apfel oder Aprikose steht dem Wurzelgemüse gut.

Pastinaken - so gesund ist das Wurzelgemüse

Neben ihrem Geschmack bringen Pastinaken aber auch Vitamine und Ballaststoffe mit - besonders hoch ist bei Pastinaken der Gehalt an Vitamin C, Kalium und Kalzium. Außerdem hat das Wurzelgemüse einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten und Inulin und macht trotz seiner bescheidenen 59 Kalorien pro 100 g lange satt. Immer mehr Eltern greifen inzwischen statt zu Möhren gern zu Pastinaken, wenn es um die Zubereitung von Babynahrung geht. Dank ihrer guten Inhaltsstoffe, ihrem geringen Nitritgehalt und leichter Verdaulichkeit ist die Pastinake für diesen Einsatz ideal. Pastinaken sind meist von November bis März im Handel erhältlich - besonders auf Wochenmärkten und im Bioladen findet man dann garantiert die ein oder andere Pastinake.

Warenkunde: Pastinaken oder Petersilienwurzeln?

Pastinaken werden häufig mit gelben Möhren und Petersilienwurzeln verwechselt – dabei sind die alle diese Wurzelgemüse recht unterschiedlich. Pastinaken können größer werden, sind weicher, eher knollenförmig und haben einen nach innen gewölbten Stielansatz. Außerdem schmecken Pastinaken intensiver und würziger, dabei leicht nussig und nicht ganz so süß wie die Petersilienwurzel oder Möhren. Pastinaken sind übrigens auch ein leckerer Ersatz für Sellerie, falls eine Sellerieallergie besteht.

Pastinaken köstlich mit Käse überbacken

Es lohnt sich übrigens, versuchsweise die Möhren in so manchem Rezept einfach einmal durch Pastinaken zu ersetzen. Diese Variation verleiht vertrauten Gerichten eine ganz neue, leckere Note. Auf der nächsten Seite finden Sie abwechlsungsreiche und leckere Rezepte mit dem Wurzelgemüse Pastinake als Hauptdarsteller!

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