Paella ist ein spanisches Gericht mit viel Tradition und noch mehr Variation. Besonders in ihrer Ursprungsregion Valencia gehört eine Paella mit Meeresfrüchten und Fleisch zu jedem Feiertag und Familienfest. Auf die Fragen, was genau eine Paella ausmacht und welche Zutaten unbedingt in das originale Rezept hineingehören, gibt es so viele Antworten wie Köche. Mit den wichtigsten Tipps findet ihr aber schnell heraus, nach welchem Rezept ihr eure perfekte Paellapfanne zubereiten können.

Paella – Ein Pfannengericht, viele Rezepte

Hungrige Touristen finden Paella inzwischen fast überall in Spanien. Ursprünglich stammt Paella aber aus Valencia. Das älteste Rezept für Paella kommt aus dieser Region und wird auf das 18. Jahrhundert datiert. Regelmäßig finden hier Wettbewerbe um die perfekte Paella statt. Laut des Rates der Ursprungsbezeichnung gehören in eine Paella Valenciana nur zehn Zutaten: Huhn, Kaninchen, grüne Bohnen, weiße Bohnen, Tomaten, Olivenöl, Wasser, Safran, Salz und Reis.

Wie ernst diese Liste für Paella von spanischen Hausfrauen genommen wird, sei einmal dahingestellt – ganz zu schweigen von Köchen weltweit. Denn Paella ist zwar heute ein Festessen mit Tradition, ursprünglich wurde Paella aber eher als Resteverwertung genutzt. Was an Gemüse und Fleisch übrig war, landete im Topf. Weitere mögliche Zutaten für Paella sind: Schnecken, Schwein, Chorizo, Artischocken, Knoblauchzehen, Zwiebeln, Erbsen, Paprika, Fisch und Meeresfrüchte wie Garnelen, Muscheln und Langusten. Letztere Zutaten werden natürlich vor allem für eine Paella de marisco, eine Meeresfrüchte-Paella, gebraucht. Gewürzt wird Paella teilweise mit Paprikapulver, Pfeffer und manchmal sogar mit Rosmarin. Rezepte für Paella sind sehr unterschiedlich. Das hat aber auch etwas Gutes: Man kann sie nach persönlichem Geschmack zusammenstellen.

Paella – die wichtigsten Tipps

Damit ihr das ideale Rezept für eine Paella zusammenstellen könnt, solltet ihr Zutaten wählen, die euch am besten schmecken. Wichtiger als einzelne Zutaten ist für eine traditionelle Paella nämlich die richtige Zubereitungsweise.

1. Verwendet eine spezielle Pfanne

Verwendet eine Paellapfanne, eine sogenannte Paellera. Eine solche Paellapfanne sollte möglichst groß, rund und flach sein, damit die Zutaten der Paella höchstens 4 cm hoch liegen. Traditionell wird die große Pfanne auf einem dreibeinigen Fuß über offenem Feuer gegart. Das Raucharoma ist erwünscht und gehört zu einer traditionellen Paellapfanne dazu. Natürlich kann man Paella im Alltag auch in einer normalen Pfanne auf dem Herd zubereiten. Eine gute Idee ist es, sich eine Paellapfanne und einen passenden Gaskocher zu leihen.

2. Verwenden Sie den richtigen Reis

Perfekt eignet sich Rundkornreis für Paella. Besonders traditionell ist die Reissorte Bomba aus der Region Valencia, die als bester Paellareis gilt. Auf keinen Fall solltet ihr für Paella Parboiled Reis verwenden. Er nimmt weder Flüssigkeit noch Aromen so auf, wie Reis es für eine Paella tun sollte. Wascht den Reis auch nicht. Die Stärke sollte erhalten bleiben. Vorkochen solltet ihr den Reis nicht. Er wird mit allen anderen Zutaten kurz angebraten, bevor die Flüssigkeit dazugegeben wird.

3. Olivenöl und guter Fond

Fügt nach dem Anbraten der Zutaten in Olivenöl die gesamte Flüssigkeit zur Paella hinzu. Je nach Geschmack könnt ihr Fischfond, Weißwein, selbst gemachte Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder eine Mischung verwenden. Lasst eure Paella nicht suppig werden. Als Faustregel gilt: eine Tasse Reis auf zwei Tassen Flüssigkeit.

 

Einfache Paella mit Chorizo und Hähnchenkeulen
Von: Anna Walz, Länge: 2:16 Minuten, Aufrufe: 17.706

4. Zu Paella gehört Soccarat

Mit der perfekten Pfanne und dem perfekten Reis könnt ihr auch den perfekten Soccarat herstellen – so bezeichnet man die leckere Kruste, die am Boden zwischen Pfanne und Reis entsteht. Mit Soccarat bekommt eure Paellapfanne mehr Geschmack. Damit er entstehen kann, dürft ihr die Paella nur am Anfang umrühren. Beobachtet die Paella genau: Wenn alle Flüssigkeit verdampft ist und sich kleine Trichter in der Paella bilden, ist der Reis gar. Hört jetzt genau hin und erhöht die Temperatur. Wenn es anfängt, zu knistern und der Reis sich nicht mehr seitlich anheben lässt, ist der Soccarat fertig.

5. Safran gibt Geschmack

Wenn man in Deutschland eine hochwertige Paella zubereitet, gehört Safran eigentlich zum guten Ton – dabei wird in Spanien selbst häufig gelbe Lebensmittelfarbe benutzt. Safran ist allerdings die bessere Wahl, da er der Paella nicht nur ihre gelbe Farbe, sondern auch seinen typischen, leicht bitteren Geschmack abgibt.

6. Paella mit Alufolie bedecken

Bedeckt die Paella die letzten 5 bis 10 Minuten mit Alufolie. So kann die Paella auf niedrigster Flamme zu Ende garen.

7. Mit Rotwein genießen – ¡Que aproveche!

Reicht zu eurer Paella einen leichten, spanischen Rotwein – am besten natürlich aus der Region Valencia.

 

Paella à la Carsten
Von: Carsten Dorhs, Länge: 12:21 Minuten, Aufrufe: 72.532

Das Rezept zum Video:

Meeresfrüchte, Erbsen, Hühnchen, Bohnen und Co. mit Olivenöl und Fond: Rezepte für Paella sind sehr vielseitig. Fünf der leckersten Rezepte auf Chefkoch.de findet ihr hier:

Paella – die fünf leckersten Rezepte

Paella Tomás

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Paella Tomás
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Paella Mixta
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Paellarezepte gibt es so viele wie Zutaten – die einen schwören auf Bohnen, die anderen meinen, eine Paella ohne Kaninchen sei keine Paella. Nutzt einfach die Zutaten, auf die ihr Lust habt. Wenn ihr gerade einen frischen Fisch erstanden habt, bereitet ihr eine Paella de marisco zu, wenn ihr noch Hähnchenflügel übrig habt, kommen diese in die Pfanne. Paella lässt sich übrigens auch wunderbar für Vegetarier und Veganer zubereiten – nutzt einfach eure Lieblingsgemüsesorten, Gemüsebrühe und Weißwein. Wir wünschen viel Spaß mit unseren Paellarezepten und guten Appetit!