Das Liebesmahl und aphrodisisches zum Valentinstag


Der Tag des "Heiligen Valentin" - oder doch nicht?

Um es vorweg zunehmen - die Existenz des St. Valentin ist nicht eindeutig belegt. Zwar wurde er schon im 4. Jh. in kirchlichen Schriften erwähnt, aber mehr aus "strategischen" Gründen. Es war die Zeit, wo das sich festigende Christentum begann, die alten heidnischen Feiertage zu bekämpfen. Bald erkannte man, dass es mit Gewalt nicht so einfach war, alte, liebgewordene Gewohnheiten abzuschaffen und ging dazu über, die heidnischen Bräuche mit christlichen Hintergründen regelrecht zu "unterwandern". Am 14. Februar wurde im alten Rom in vorchristlicher Zeit das Lupercalia - Fest gefeiert. Es war das Fest der Juno, der Beschützerin der Ehe und der Familie und es war üblich, dass die Ehemänner ihren Gattinnen Blumen schenkten. Da traf es sich gut, dass der Priester Valentinus, als Beschützer der Liebenden, eben an diesem 14. Februar zur Zeit der Christenverfolgung, ein knappes halbes Jahrhundert vorher, hingerichtet worden war und nun als Märtyrer und Heiliger diesem Tag ein christliches Gesicht geben konnte. Den Menschen war es offensichtlich egal - sie behielten die alten Gewohnheiten bei und konnten ihre Feste weiterhin feiern. Interessant ist, dass in ältesten Aufzählungen der Heiligen und Märtyrer ein Valentinus nicht vorkommt. Also alles Legende?


Eigentlich ist das heute völlig egal. Fakt ist, dass im deutschsprachigen Raum seit den Fünfziger-Jahren der Valentinsbrauch mehr und mehr an Bedeutung gewann - nicht zuletzt mit kräftiger Unterstützung der dazugehörigen Geschenke- und Blumenverkäufer!

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Artikel vom 03.05.2004
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