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Steffen Henssler live: „Meerjungfrauen kocht man nicht“

Steffen HensslerSteffen Henssler ist viel unterwegs: „Topfgeldjäger" im ZDF, „Kocharena" auf Vox, seine Live-Tour „Meerjungfrauen kocht man nicht", sein YouTube-Kanal „what's for (b)eats", seine zwei Restaurants „Henssler Henssler" sowie das „ONO" und und und... Der Mann, der eigentlich gar nicht Koch werden wollte, kocht heute allen was vor - mit Erfolg! Wir haben mit ihm gesprochen über Sushi, seine vielen Show-Projekte und natürlich über Meerjungfrauen.


Chefkoch.de: Herr Henssler, eine Frage, die Sie wahrscheinlich schon öfter gehört haben: Warum heißt Ihr Live-Programm „Meerjungfrauen kocht man nicht"?

Steffen Henssler: Ja, ich weiß schon - meine nächste Tour wird einen einfachen Namen bekommen... da haben wir uns wirklich was ausgedacht. Also ich fand den Film „Meerjungfrauen küsst man nicht" ganz gut und da ich ja eh was mit Wasser bzw. Fisch zu tun habe, haben wir gedacht das wäre ein geiler Titel. Dazu kommt ja, dass das Programm sich eher an Menschen richtet, die nicht so viel kochen, vielleicht Männer, die für ihre Frauen kochen - so kam die Assoziation Frauen=Meerjungfrauen und die kocht man nicht, sondern FÜR die kocht man. Deshalb ist die Unterschrift ja auch „Liebe geht durch den Magen". Also da haben wir uns sehr schwer Gedanken gemacht über diesen Titel. Ich glaube das nächste Programm nenne ich dann einfach „Steffen Henssler live"...

Chefkoch.de: Was ist denn bei Ihrem Live Programm, wenn Sie da auf der großen Bühne vor viel Publikum stehen, die besondere Herausforderung - was ist das Besondere im Gegensatz zum Kochen in Fernseh-Shows oder im Restaurant?

Steffen Henssler: Das Besondere ist, dass, obwohl das Programm natürlich jeden Abend das gleiche ist, sich jeder Abend, dadurch dass ich Leute auf die Bühne hole, ganz anders entwickelt. Das hat jeden Abend eine ganz andere Dynamik, die Leute lachen über andere Sachen, die Leute sind immer anders drauf. Wenn man natürlich auf so einer großen Bühne steht vor 2000 Leuten, ist das ein ganz anderer Adrenalin-Kick als wenn man sich einfach vor eine Kamera stellt. Und wie gesagt, die Leute machen den Abend aus - man ist ja selbst auch mal anders drauf und probiert mal Sachen auch anders aus. Besonders ist einfach diese Spannung die dann kommt, wenn man halt alles nur einmal machen kann und nicht die Möglichkeit hat, Sachen einfach zu wiederholen.


Chefkoch.de: Gab es denn schon mal irgendetwas, das so richtig schief gegangen ist mitten in der Show auf der Bühne?

Steffen Henssler: Ja, klar. Ich filiere ja zum Beispiel auch einen Lachs auf der Bühne und da habe ich es schon geschafft, beim Filieren oben von der Gräte aus abzurutschen und den kompletten Lachs einmal zu halbieren. Oder wir vergessen auch einfach mal Sachen. In unserer zweiten Show zum Beispiel hatten wir ein Dessert, das gratiniert wurde, vergessen - das ist dann komplett verbrannt. Also irgendwas passiert eigentlich immer, das ist ja auch das Lustige an so einer Live Show.

Chefkoch.de: Sie haben jetzt auch Ihren eigenen Kanal auf YouTube „what's for (b)eats" - eine Verbindung von Kochen und Musik. Wie ist es zu diesem Format gekommen?

Steffen Henssler: Ja, das macht auch sehr viel Spaß. Also wir hatten schon lange überlegt so etwas zu machen. Ich bin zwar kein Profi was Musik angeht, aber ich höre halt gerne Musik und habe eine Affinität dazu. Und dann haben wir uns überlegt, wie wir Kochen und Musik verbinden könnten und haben uns mal zusammengesetzt und ein Konzept erstellt. Und als YouTube dann mit dem neuen Channel-Konzept anfing, haben wir mal einen Piloten gedreht. So ein bisschen mit heimischen Gefühl - wir drehen bei mir im Büro, also in meinem Privatraum. Und das hat allen gut gefallen und es entwickelt sich seitdem immer weiter. Wir hatten auch wirklich schon tolle Gäste da, zum Beispiel Mrs. Greenbird, Paul Potts, Smudo und viele mehr. Also das ist wirklich auch mal was anderes - online kann man zum Beispiel vielleicht auch mal Sachen sagen, die man im TV jetzt nicht so sagen würde, das macht es auch einfach lustig.

Chefkoch.de: Und wie sieht es mit dem Kochen bei Steffen Henssler privat aus - kochen Sie sich noch etwas, wenn Sie abends nach Hause kommen?

Steffen Henssler: Seltener, meistens esse ich schon im Restaurant. Aber es ist mehr geworden. Früher habe ich so gut wie gar nicht zuhause gekocht, da habe ich mir dann nur noch ein Glas Milch eingeschenkt und gut war, aber mittlerweile wird es ein bisschen mehr.

Chefkoch.de: Und was gibt es dann so?

Steffen Henssler: Ach, also eigentlich immer etwas Schnelles. Ich bin auch so ein Brot-Typ, das heißt ich mach mir gern auch einfach ein Brot. Aber wenn ich tatsächlich noch richtig was koche, dann meistens Gemüse in der Pfanne, einfach ein bisschen mit Sojasauce abgelöscht, Honig dran und ein bisschen Sesam. Meine Kids die wollen natürlich nur ständig Spaghetti Bolognese den ganzen Tag - das esse ich dann halt auch mit.

Chefkoch.de: Was haben Sie denn immer im Kühlschrank oder im Vorratsschrank?

Steffen Henssler: Hm, also was immer da ist, ist Senf, Sesamöl, Sojasauce und Tomaten find ich immer gut - da kann man sich Tomatensalat oder Tomatensauce machen. Und dann noch Knoblauch und Zwiebeln, aber wenn Sie sich meine Küche angucken würden, dann würden Sie nicht glauben, dass das meine ist. Da denkt man glaube ich eher, dass die jemandem gehört, der nie zuhause kocht. Ich würde auch niemals eine Homestory in meiner Küche drehen, das wäre glaube ich sehr entlarvend.

Chefkoch.de: Was würden Sie denn dann anderen Leuten raten, was immer da sein sollte, damit man sich schnell mal was kochen kann?

Steffen Henssler: Also ich glaub wichtig ist immer, dass man Öl oder Butter zum Braten da hat. Zwiebeln und Knoblauch, immer ein bisschen Gemüse, das hält ja auch lange im Kühlschrank unten im Gemüsefach - zum Beispiel Tomaten. Zum Würzen sollte man immer Sojasauce und Currypulver da haben, damit kann man immer schon in verschiedene Richtungen gehen. Und Reis oder ein paar Spaghetti sind natürlich immer gut. Wichtig ist als Utensil auch ein großes Schneidebrett - viele haben immer so kleine Bretter und schieben darauf dann alles immer so hin und her, das ist nix. Ein großes Brett, ein scharfes Messer und eine ordentliche Pfanne und dann ist man schon ganz gut dabei.

Chefkoch.de: Utensilien sind also auch wichtig. Gibt es da ein Küchenutensil von dem Sie sagen, das müssen Sie immer dabei haben?

Steffen Henssler: Nee, so verrückt bin ich noch nicht. Aber das gibt es natürlich. Neulich bei „what's for (b)eats" hatten wir Smudo von den Fantastischen Vier da und der hat seinen eigenen Wein mitgebracht, sein eigenes Olivenöl und sein eigenes Salz. Er war der erste, der seine eigenen Sachen dabei hatte, das fand ich schon sehr lustig.

Chefkoch.de: Vielen Dank für das nette Gespräch, Herr Henssler, und weiterhin viel Erfolg für Ihre vielen Projekte.

Steffen Henssler: Vielen Dank.

 

Steffen Hensslers Live-Programm „Meerjungfrauen kocht man nicht" gibt es jetzt auch auf DVD: hier bestellen >>

Tickets und Termine für die Live-Show finden Sie hier >>

 

 

Steffen Hensslers YouTube-Channel "what's for (b)eats" finden Sie hier >>

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