Raclette – individueller Genuss in geselliger Runde

Raclette: Pfännchen für Pfännchen kreativ und vielfältig

Bunt befüllter Raclette-GrillBesonders an Weihnachten oder auch zu Silvester hat das Raclette bei uns Hochsaison. Dann werden die verschiedensten Leckereien in den Pfännchen des elektrischen Tischgrills zubereitet - gute Laune und kreative Genüsse garantiert!

Ursprünglich stammt das Raclette aus dem Wallis, einem Schweizer Kanton, und gehört wie auch das Käsefondue zu den Nationalgerichten der Schweiz. Nach diesem Originalrezept wird der typische Raclette-Käse am Stück vor dem offenen Feuer angeschmolzen und dann schichtweise der geschmolzene Käse abgeschabt. Daher kommt auch der Name, denn das französische „racler" heißt so viel wie schaben oder kratzen. Mittlerweile wird aber selbst in der Schweiz eher selten der Käse am offenen Feuer gegrillt, sondern direkt bei Tisch geschmolzen. Dafür gibt es spezielle Tischgrills - einmal in Form von einem Grill mit einer Platte und darunter liegenden Pfännchen sowie als Raclette-Grill mit einer Vorrichtung, in die ein halber Käselaib eingespannt wird, was der ursprünglichen Art der Zubereitung noch am nächsten kommt. Weiter verbreitet ist jedoch die Variante mit den Pfännchen. Beim Schweizer Raclette werden darin Raclette-Käsescheiben portionsweise geschmolzen und anschließend mit Pellkartoffeln und eingelegtem Gemüse, wie sauren Gurken, Silberzwiebeln und Co gegessen.

Bei uns werden die Raclette-Pfännchen mit weitaus mehr Zutaten gefüllt und anschließend mit dem würzigen Käse überbacken. Und auch die Platte über den Pfännchen wird gern für die Zubereitung von Fleisch und anderen kurzgebratenen Häppchen genutzt. Darum werden Raclette-Geräte mittlerweile nicht nur in verschiedenen Größen mit zwei bis acht Pfännchen angeboten, sondern sind auch mit einer integrierten Grillplatte oder einem heißen Stein ausgestattet.

Raclette: Zutaten und Tipps für die heißen Pfännchen

Bei einem weniger traditionell gehaltenen Raclette darf eigentlich alles in die Pfännchen, was der Tischgesellschaft schmeckt - von Fleisch, Geflügel und Fisch über diverse Gemüse bis hin zu Kartoffeln und Brot. Dazu reicht man verschiedene Saucen, Dips und Salate. Um dem Inhalt der Pfännchen noch ein wenig mehr Würze zu verleihen, kann man Kräuterbutter, andere Würzbutter oder Pesto mit hinein geben. Alle Zutaten werden wie eine Art Buffet auf dem Esstisch gestellt, bei dem sich jeder seine Pfännchen ganz nach eigenen Vorlieben zusammenstellen kann.

Pro Person rechnet man beim Raclette:

  • 200 g gegarte Kartoffeln
  • 100 g Brot, in Kombination mit Kartoffeln nur 50 g
  • 100-150 g Käse zum Überbacken oder 200 g Käse bei traditionellem Raclette
  • 100-120 g Fleisch
  • 120 g Fisch oder entsprechend mehr Fleisch
  • 80 g Salat
  • 200 g Gemüse

Diese Werte dienen der groben Planung und sollten den besonderen Vorlieben der Tischgesellschaft angepasst werden.

Fleisch & Fisch

Damit Fleisch & Fisch schnell gar sind, sollte man Fleischstücke wählen, die sich auch zum Grillen oder Kurzbraten eignen, wie z.B. Filet, Steaks, Schnitzel oder auch Würstchen, und diese dann vorab in mundgerechte Stücke schneiden. Marinierte Stücke haben dabei den Vorteil, dass man die Pfännchen oder auch die Platte nicht einfetten muss. Außerdem bringen die würzigen Marinaden ebenfalls Abwechslung in die Mischung der Pfännchen. Daneben eignet sich natürlich auch Aufschnitt aller Art zum Überbacken mit Käse, wie z.B. Speck, Putenbrust, Schinken oder würzige Salami.

Gemüse & Salat

Das Gemüse sollte schon fertig geputzt und geschnitten in kleinen Schalen auf dem Tisch stehen. Festere Gemüsesorten, wie Möhren, Brokkoli und Kohlrabi, blanchiert man am besten vorab kurz in kochendem Wasser, damit sie schneller gar sind. Weichere Gemüsesorten, wie Zucchini, Tomaten und Paprika, als auch Champignons dürfen roh in die Pfännchen. Die Kartoffeln werden am besten bereits komplett vorgegart.

Als Beilage eignen sich grundsätzlich alle Salate. Wer eine sättigende Beilage sucht, serviert Kartoffelsalat, Nudelsalat oder Reissalat, als erfrischende Beigaben empfehlen sich Blattsalate oder Rohkostsalate mit leichtem Dressing.

Käse

Unangefochtener Star des Raclettes ist aber nach wie vor der Käse, wobei man sich nicht auf eine Sorte festlegen muss, sondern auch eine Auswahl verschiedener Käse anbieten kann. Grundsätzlich sollte man immer Käsesorten mit guten Schmelzeigenschaften wählen, d.h. mit einem Fettgehalt von mindestens 30 Prozent in der Trockenmasse. Klassische Raclette-Käse, die sich auch so nennen, gibt es natürlich aus der Schweiz, aber auch aus Frankreich und Deutschland. Wer es traditionell halten möchte, nimmt einen Raclette du Valais AOC, einen namentlich geschützten Raclette-Käse aus dem Wallis, der schweizerischen Heimat des Raclettes. Andere beliebte Käsesorten sind z.B. Blauschimmelkäse, Gouda, Camembert, Gruyère, Feta, Ziegenkäse oder Appenzeller.

Damit die oberste Schicht aus Käse beim Überbacken nicht anbrennt, sollte man sein Pfännchen nicht zu hoch einfüllen. Auch garen die zusammengestellten Zutaten im Pfännchen besser, wenn dieses nicht zu voll beladen ist. Wer möchte, kann ja auch zeitgleich ein zweites Pfännchen vorbereiten, damit die Zeit zwischen den einzelnen Portionen nicht so lang wird. Viele Hersteller von Raclette-Tischgrills bieten die Pfännchen auch separat zum Kauf an, sodass ein zweiter Satz für den eigenen Grill kein Problem sein sollte.

Auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen viele Rezepte rund um ein gelungenes Raclette vor - von leckeren Dips und Saucen über feine Marinaden bis hin zu beliebten Beilagen.

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