Kartoffelgratin: Passende Beilage für jeden Anlass

Kartoffelgratin: Einfache und schnelle Zubereitung

Mit dem klassischen Kartoffelgratin als Beilage kann man nichts verkehrt machen. Ob festlich oder rustikal – es passt zu fast jedem Hauptgericht, schmeckt immer lecker und es benötigt keine extra Sauce. Manchmal möchte man jedoch etwas mehr Abwechslung in das Gratin bringen oder gar die Beilage zur Hauptspeise befördern. Dafür kann man feines Kartoffelgratin mit Gemüse und Obst kombinieren oder die Käsesorte variieren. Hier finden Sie Rezepte und Tipps, mit denen Ihr nächstes Kartoffelgratin bestimmt richtig lecker wird!

Kartoffelgratin

Die Kartoffelsorte für ein Kartoffelgratin ist im Idealfall eine festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffel. Dann bleiben die Scheiben im fertigen Kartoffelgratin ganz und werden nicht matschig oder zerbröseln. Wenn Sie das Gratin mit einer größeren Vorlaufzeit vorbereiten, sollten Sie die Kartoffeln nicht vorkochen. Zwar muss das Gratin dann bis zu 45 Minuten im Ofen bleiben, aber Sie ersparen sich das Vorkochen und können sich zum Beispiel dem Hauptgang widmen, während die Beilage im Ofen fertig wird. Wenn Sie die Kartoffeln vorkochen, bereits gekochte Kartoffeln vom Vortag oder mehlige Kartoffeln verwenden, verkürzt sich die Backzeit je nach Rezept, die Kartoffeln können dann allerdings etwas zerfallen.

Dann werden die Kartoffeln geschält und sollten auch direkt zum Kartoffelgratin geschichtet werden. Denn wenn die geschälten Kartoffeln zu lange an der Luft liegen, werden sie braun. Sollten Sie Ihre Arbeit bei der Zubereitung unterbrechen, legen Sie die geschälten Kartoffeln einfach in einen Topf mit kaltem Wasser – das verhindert die unschöne Bräunung. Raspeln Sie die Kartoffeln am besten mit einer Reibe in hauchdünne Scheiben und schichten Sie diese direkt in die Auflaufform. Aber auch mit einem scharfen Messer können Sie die Kartoffeln in dünne Scheiben oder Spalten schneiden.

Jede Schicht sollte etwas gesalzen und gepfeffert werden, damit das Gericht ausgewogen gewürzt ist. Zum Schluss wird dann eine Sauce – Zutaten je nach Rezept mit Ei, Schmand, Sahne, Brühe – über das Gratin gegeben. Verfeinern können Sie Ihre Sauce mit Gewürzen wie etwa Majoran, Muskat, Paprika oder Kümmel. Die einfachste Sauce ist eine Mischung aus einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, die über die Kartoffeln gegossen wird. Abschließend streuen Sie eine Käseschicht aus Emmentaler, Gouda oder Edamer über die Kartoffeln. Dann wird das Gratin je nach Rezept ca. 30 bis 45 Minuten im Ofen überbacken.

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Kartoffelgratin ist ein echter Rezeptklassiker

Ob als Beilage oder einfach nur so, das Kartoffelgratin ist seit über 200 Jahren ein absoluter Klassiker. Wie ihr andere Köche alt aussehen lassen könnt und welche Tipps ihr dafür braucht, das zeige ich euch. Bei eurem Kartoffelgratin müsst ihr natürlich auf die Auswahl eurer Kartoffeln achten.

Ich persönlich verwende vorwiegend-festkochende Kartoffeln, dann müssen wir die vorkochen. Solltet ihr auf mehlig-kochende Kartoffeln zurückgreifen, könnt ihr darauf verzichten. Im ersten Schritt bereiten wir unsere gewürzte Sahne vor. Dafür verwenden wir natürlich Sahne. Wir nehmen ein Schluck Gemüsefond, getrockneten Majoran, eine gute Prise Pfeffer, grobes Salz und genau wie Majoran, ist auch Muskatnuss ein klassisches Kartoffelgewürz.

Das Ganze stellen wir auf den Herd und kochen das mit den Kartoffeln gleich hoch. Die schneiden wir uns einmal, bei so einer kleinen Portion mach ich das direkt mit dem Messer, ohne Küchenreibe und schneide die in circa 1 bis 2 Millimeter dicke Scheiben. Wir machen unser Gratin ja heute in so einer kleinen Königspastetenform. Die Kartoffeln geben wir einmal gesamt zu unserer gewürzten Sahne. Und dann stellen wir das Ganze mal auf den Herd. Damit die Stärke der Kartoffeln nachher das Gratin abbindet, kochen wir das Ganze einmal auf. Ruhig 1 bis 2 Minuten köcheln lassen, das verkürzt auch eure Garzeit beim Gratin.

So, das Ganze einmal vorgekocht, füllen wir es direkt in unsere Förmchen, einmal ausgebuttert. Immer mal wieder ein bisschen Flüssigkeit dazugeben. Sollte schon ordentlich Sahne dabei sein. Und dann können wir das Ganze schon in den Ofen stellen bei circa 160 Grad, bei den kleinen Förmchen 10 bis 12 Minuten. Und dann noch mal hochdrehen auf 170 Grad und da auch noch mal circa 5 bis 10 Minuten garen lassen.

So, während das Gratin im Ofen schmort, kümmern wir uns mal um unseren Käsechip. Wie ihr gesehen habt, habe ich noch kein Käse auf das Gratin gestreut, ich mach das immer separat. Wir machen jetzt einen Käsechip und so kann jeder eurer Gäste oder aus der Familie entscheiden, ob er Käse essen möchte oder nicht.

Ich persönlich nehme immer Gruyère oder Appenzeller, also einen sehr würzigen Käse, wenn ihr ein bisschen milder haben wollt, würde ich auf einen Emmentaler oder Edamer zurückgreifen. Eine gefettete Form, eine kleine Handvoll Käse, ein bisschen platt drücken und genauso gebt ihr das in den Ofen. Fast fertig ist er unser Käsechip, ist natürlich noch wahnsinnig heiß jetzt und der muss noch ein bisschen auskühlen, damit wird der Käse wieder hart, beziehungsweise das Fett in Käse wird Hart.

Wir können ihn, weil wir es vorgefettet haben, einfach rausziehen, lassen ihn abkühlen, der wird richtig fest und wir stecken ihn gleich ins Gratin. So, fertig ist unser Gratin. Unser Chip müsste auch schon ausgekühlt sein, das sieht gut aus. Den könnt ihr einfach am Rand mit ins Gratin stecken und fertig ist euer Kartoffelgratin und jeder kann selbst entscheiden, mit oder ohne Käse.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:13 Minuten, Aufrufe: 38.776

Das Rezept zum Video:

Kartoffelgratin – das Rezept verfeinern

Damit etwas Abwechslung in das klassische Gratin kommt, können Sie es mit vielfältigen Zutaten ergänzen. Richtig lecker wird ein Kartoffelgratin zum Beispiel mit folgenden Zutaten:

  • Kohlrabi
  • Sellerie
  • Äpfeln
  • Rosenkohl
  • Mangold
  • Möhren
  • Erbsen
  • Pfifferlingen

Einen mediterranen Touch bekommt das Kartoffelgratin mit Tomaten und Mozzarella. Wenn Sie Kartoffelgratin zu einem festlichen Anlass servieren, können Sie Mandelblättchen über das Gratin streuen, bevor Sie es in den Ofen schieben. Frühlingshaft wird das Kartoffelgratin mit frisch gehackten Kräutern wie Schnittlauch oder Petersilie. Wer es deftig liebt, kann Röstzwiebeln und Speckwürfel über das Kartoffelgratin streuen, ein waschechter Sattmacher wird das Gericht mit Hackfleisch-Krümeln. Oder Sie bereiten Ihr Kartoffelgratin mit Camembert, Parmesan oder einem kräftigen Bergkäse zu – das schmeckt überraschend würzig und begeistert jeden Käse-Fan!

Ob Sie Ihr Kartoffelgratin nun als Hauptspeise mit einem Feldsalat servieren oder als Beilage zu einem edlen Fleischgericht – Kartoffelgratin ist einfach lecker und passt zu allen Gelegenheiten! 30 wunderbare Rezepte finden Sie auf der nächsten Seite.

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