Kartoffelgratin: Passende Beilage für jeden Anlass

Kartoffelgratin: Einfache und schnelle Zubereitung

Mit dem klassischen Kartoffelgratin als Beilage könnt ihr nichts verkehrt machen. Ob festlich oder rustikal – es passt zu fast jedem Hauptgericht, schmeckt immer lecker und es benötigt keine extra Soße. Manchmal möchte man jedoch etwas mehr Abwechslung in das Gratin bringen. Dafür kann man feines Kartoffelgratin mit Gemüse und Obst kombinieren oder die Käsesorte variieren. Hier findet ihr Rezepte und Tipps, mit denen euer nächstes Kartoffelgratin bestimmt richtig lecker wird!

Klassisches Kartoffelgratin

Das Beste am einem Kartoffelgratin ist seine schöne abschließende Schicht aus Käse. Mal ist sie knusprig und kross, mal cremig lecker, mal schmeckt sie intensiv würzig – der Käse sorgt immer für das gewisse Etwas. Das verrät schon der Name, schließlich bedeutet der Name Gratin übersetzt nichts anderes als "überbacken". Doch nicht nur die Käsekruste macht die Beliebtheit des Kartoffelgratins aus. Dank einer Soße aus Sahne schmeckt das Gratin schön cremig und ergibt mit seinem milden Geschmack eine perfekte Beilage für viele Hauptgänge – vom festlichen Braten bis hin zu Wiener Würstchen oder Frikadellen. Aber auch als alleinige Hauptmahlzeit, begleitet von einem frischen Salat, macht das Kartoffelgratin eine gute Figur. Und wenn es ein echter Sattmacher sein soll, lässt es sich mit weiteren Gemüsesorten, Fleischbeilagen und sogar Obst ergänzen. Wir zeigen euch, wie ein klassisches Kartoffelgratin gelingt und bei welchen Rezepten es sich außerdem lohnt, sie einmal auszuprobieren.

Kartoffelgratin – so gelingt die klassische Beilage

Die Kartoffelsorte für ein Kartoffelgratin ist im Idealfall eine festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffel. Dann bleiben die Scheiben im fertigen Kartoffelgratin ganz und werden nicht matschig oder zerbröseln. Wenn ihr das Gratin mit einer größeren Vorlaufzeit vorbereiten möchtet, solltet ihr die Kartoffeln nicht vorkochen. Zwar muss das Gratin dann bis zu 60 Minuten im Ofen bleiben, aber ihr erspart euch das Vorkochen und könnt euch zum Beispiel dem Hauptgang widmen, während die Beilage im Ofen fertig wird. Wer die Kartoffeln vorkocht, bereits gekochte Kartoffeln vom Vortag oder mehlige Kartoffeln verwendet, verkürzt sich die Backzeit je nach Rezept. Die Kartoffeln können dann allerdings etwas zerfallen.

Dann werden die Kartoffeln geschält und sollten auch direkt zum Kartoffelgratin in die Auflaufform geschichtet werden. Denn wenn die geschälten Kartoffeln zu lange an der Luft liegen, werden sie braun. Wenn ihr eure Arbeit bei der Zubereitung unterbrechen müsst, könnt ihr die geschälten Kartoffeln einfach in einen Topf mit kaltem Wasser legen – das verhindert die unschöne Bräunung. Die Kartoffeln raspelt ihr am besten mit einer Reibe in hauchdünne Scheiben und schichtet diese direkt in die Auflaufform. Aber auch mit einem scharfen Messer lassen sich die Kartoffeln in dünne Scheiben oder Spalten schneiden. Die Auflaufform sollte vor dem Schichten ausreichend eingefettet werden.

Jede Schicht sollte etwas gesalzen und gepfeffert werden, damit das Gericht ausgewogen gewürzt ist. Zum Schluss wird dann eine Soße – Zutaten je nach Rezept mit Ei, Schmand, Sahne, Brühe – über das Gratin gegeben. Verfeinern könnt ihr die Soße mit Gewürzen wie etwa Majoran, Muskat, Paprika oder Kümmel. Die einfachste Soße ist eine Mischung aus einem Becher Sahne und einem Becher Schmand, die über die Kartoffeln gegossen wird. Abschließend kommt eine Käseschicht aus geriebenem Emmentaler, Gouda oder Edamer über die Kartoffeln – das sorgt für eine lecker-knackige Kruste. Dann wird das Ganze je nach Rezept ca. 30 bis 60 Minuten im Ofen überbacken. Am besten ihr testet mit einer Gabel, ob die Kartoffeln gar sind, bevor ihr das Gratin aus dem Ofen zieht. Wer das Kartoffelgratin knusprig liebt, kann gegen Ende noch den Grill dazuschalten oder das Gratin kurz auf der obersten Schiene schön knusprig gratinieren.

Video-Player wird geladen ...
Kartoffelgratin ist ein echter Rezeptklassiker

Ob als Beilage oder einfach nur so, das Kartoffelgratin ist seit über 200 Jahren ein absoluter Klassiker. Wie ihr andere Köche alt aussehen lassen könnt und welche Tipps ihr dafür braucht, das zeige ich euch. Bei eurem Kartoffelgratin müsst ihr natürlich auf die Auswahl eurer Kartoffeln achten.

Ich persönlich verwende vorwiegend-festkochende Kartoffeln, dann müssen wir die vorkochen. Solltet ihr auf mehlig-kochende Kartoffeln zurückgreifen, könnt ihr darauf verzichten. Im ersten Schritt bereiten wir unsere gewürzte Sahne vor. Dafür verwenden wir natürlich Sahne. Wir nehmen ein Schluck Gemüsefond, getrockneten Majoran, eine gute Prise Pfeffer, grobes Salz und genau wie Majoran, ist auch Muskatnuss ein klassisches Kartoffelgewürz.

Das Ganze stellen wir auf den Herd und kochen das mit den Kartoffeln gleich hoch. Die schneiden wir uns einmal, bei so einer kleinen Portion mach ich das direkt mit dem Messer, ohne Küchenreibe und schneide die in circa 1 bis 2 Millimeter dicke Scheiben. Wir machen unser Gratin ja heute in so einer kleinen Königspastetenform. Die Kartoffeln geben wir einmal gesamt zu unserer gewürzten Sahne. Und dann stellen wir das Ganze mal auf den Herd. Damit die Stärke der Kartoffeln nachher das Gratin abbindet, kochen wir das Ganze einmal auf. Ruhig 1 bis 2 Minuten köcheln lassen, das verkürzt auch eure Garzeit beim Gratin.

So, das Ganze einmal vorgekocht, füllen wir es direkt in unsere Förmchen, einmal ausgebuttert. Immer mal wieder ein bisschen Flüssigkeit dazugeben. Sollte schon ordentlich Sahne dabei sein. Und dann können wir das Ganze schon in den Ofen stellen bei circa 160 Grad, bei den kleinen Förmchen 10 bis 12 Minuten. Und dann noch mal hochdrehen auf 170 Grad und da auch noch mal circa 5 bis 10 Minuten garen lassen.

So, während das Gratin im Ofen schmort, kümmern wir uns mal um unseren Käsechip. Wie ihr gesehen habt, habe ich noch kein Käse auf das Gratin gestreut, ich mach das immer separat. Wir machen jetzt einen Käsechip und so kann jeder eurer Gäste oder aus der Familie entscheiden, ob er Käse essen möchte oder nicht.

Ich persönlich nehme immer Gruyère oder Appenzeller, also einen sehr würzigen Käse, wenn ihr ein bisschen milder haben wollt, würde ich auf einen Emmentaler oder Edamer zurückgreifen. Eine gefettete Form, eine kleine Handvoll Käse, ein bisschen platt drücken und genauso gebt ihr das in den Ofen. Fast fertig ist er unser Käsechip, ist natürlich noch wahnsinnig heiß jetzt und der muss noch ein bisschen auskühlen, damit wird der Käse wieder hart, beziehungsweise das Fett in Käse wird Hart.

Wir können ihn, weil wir es vorgefettet haben, einfach rausziehen, lassen ihn abkühlen, der wird richtig fest und wir stecken ihn gleich ins Gratin. So, fertig ist unser Gratin. Unser Chip müsste auch schon ausgekühlt sein, das sieht gut aus. Den könnt ihr einfach am Rand mit ins Gratin stecken und fertig ist euer Kartoffelgratin und jeder kann selbst entscheiden, mit oder ohne Käse.
Von: Fabio Haebel, Länge: 4:13 Minuten, Aufrufe: 55.492

Das Rezept zum Video:

Kartoffelgratin – das Rezept verfeinern

Das Rezept für ein klassisches Kartoffelgratin besteht eigentlich nur aus Kartoffeln, die mit Sahne-Soße bedeckt und mit Käse überbacken werden. Damit etwas Abwechslung in das klassische Gericht kommt, könnt ihr es allerdings mit vielfältigen Zutaten ergänzen. Richtig lecker wird ein Kartoffelgratin zum Beispiel mit folgenden Zutaten:

Kohlrabi

Sellerie

Äpfel

Rosenkohl

Mangold

Möhren

Erbsen

Pfifferlinge

Mais

Einen mediterranen Touch bekommt das Kartoffelgratin mit Tomaten und Mozzarella. Wenn ihr Kartoffelgratin zu einem festlichen Anlass serviert, könnt ihr Mandelblättchen über die Auflaufform streuen, bevor sie in den Ofen kommt. Frühlingshaft wird das Kartoffelgratin mit frisch gehackten Kräutern wie Schnittlauch oder Petersilie. Wer es deftig liebt, kann Röstzwiebeln und Speckwürfel über das Kartoffelgratin streuen, ein waschechter Sattmacher wird das Gericht mit Hackfleisch-Krümeln oder Putenbrust-Streifen. Oder ihr bereitet das Kartoffelgratin mit Camembert, Parmesan oder einem kräftigen Bergkäse zu – das schmeckt überraschend würzig und begeistert jeden Käse-Fan!

Achtung
Übrig gebliebenes Kartoffelgratin verlockt dazu, es einzufrieren. Doch leider leidet die Konsistenz der Kartoffeln beim Auftauen und sie werden matschig. Daher lieber das Gratin im Kühlschrank aufbewahren und an den folgenden Tagen aufgewärmt mit Würstchen, Frikadellen oder einem Salat genießen.

Kartoffelgratin für jede Gelegenheit

Ob ihr euer nächstes Kartoffelgratin nun als vegetarische Hauptspeise mit einem Feldsalat serviert oder an einem festlichen Anlass als Beilage zum Gänsebraten – Kartoffelgratin ist einfach lecker und passt zu allen Gelegenheiten! 30 wunderbare Rezepte haben wir für euch zusammengestellt. Außerdem findet ihr auf den nächsten Seiten eine Schritt-für Schritt-Anleitung, mit der euch das klassische Gericht auf jeden Fall gelingt. Wir wünschen einen guten Appetit!

Autor:
Sie haben Fragen oder Anregungen zu diesem Artikel? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion. Bei allgemeinen Fragen zum Magazin-Bereich: Sprechen Sie uns an, im Magazin-Forum.

Kommentare

Eigenen Kommentar abgeben

Um selbst Kommentare abgeben zu können, müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren.
Wenn Sie schon registriert sind, müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.