Auch wenn die
Kokosnuss längst zum festen Bestandteil in deutschen Küchen geworden ist,
verbreitet der aromatische Geschmack des Fruchtfleisches nach wie vor einen
Hauch von Exotik.
Weil die Kokosnuss in den tropischen und subtropischen Teilen der Erde beheimatet ist, verbinden wir mit ihr auch immer eine gute Portion Fernweh und Sommerfeeling. Dabei verwenden wir die Zutaten aus der Kokosnuss das ganze Jahr über - in Gebäck, Currys und Suppen. Am häufigsten kommen Kokosflocken und Kokosmilch zum Einsatz. So ist z.B. die beliebteste Kürbissuppe eine Variante mit Kokosmilch und Curry oder saftige Kokosmakronen ein Plätzchenklassiker in der Weihnachtsbäckerei. Das frische Fruchtfleisch wird hingegen weniger in der Küche genutzt, denn die Früchte müssen über weite Strecken importiert werden und sind dadurch nicht gerade günstig.
Kokosöl, Kokosmilch, Kokosflocken und Co. in der Küche
Auch wenn die Kokosnuss die „Nuss" im Namen trägt, ist sie
dennoch botanisch betrachtet eine Steinfrucht. Zum Verzehr geeignet sind dabei
nur das Fruchtfleisch sowie das Kokoswasser, welche frisch aus der faserigen
Schale entnommen werden. Wenn man das Fruchtfleisch aber trocknet, steigt der
Fettgehalt auf bis zu 70 Prozent und kommt so dem von Nüssen
und Kernen sehr nahe. Aus der getrockneten Kokosnuss lassen sich alle
weiteren Kokos-Produkte herstellen: Geraspelt entstehen die bekannten
Kokosflocken, gepresst gibt getrocknete Kokosnuss das enthaltene Fett als Kokosöl
ab und in Wasser püriert und abgeseiht entsteht die beliebte Kokosmilch. Das
Kokosöl bzw. Kokosfett ist bei Zimmertemperatur fest und wird als weißlicher
Block z.B. als Brat- und Frittierfett angeboten. Man kann es aber auch zum
Backen verwenden. Nicht zuletzt wird Kokosfett auch gern bei der Herstellung
von Motivtorten
zum Ausrollen und Verarbeiten des Fondants eingesetzt. Die Schokoladenmasse selbst
gemachter Pralinen
wird durch die Zugabe von Kokosfett weicher und erhält einen kühlenden Effekt,
wie man ihn von Eiskonfekt her kennt. Kokosmilch und Kokosflocken lassen sich
sowohl für süße Leckereien wie Kuchen, Kekse und Desserts verwenden als auch
für aromatisch-cremige Saucen und Currys bzw. knusprige Panaden mit exotischem
Touch. Für Menschen, die sich vegan
ernähren möchten, ist Kokosmilch außerdem eine beliebte Alternative zu der
konventionellen Kuhmilch oder Sahne beim Kochen und Backen.
Eine Kokosnuss öffnen: So gehts!
Wenn man eine frische Kokosnuss kauft, steht man erst einmal vor der Frage, wie man diese nun so öffnet, dass sich das Fruchtfleisch leicht entnehmen lässt. Im Innern der Kokosnuss befindet sich auch immer etwas Flüssigkeit, das Kokoswasser. Je frischer die Kokosnuss, desto mehr Flüssigkeit ist enthalten. Wer diese vor dem Öffnen aus der Schale ablassen möchte, sticht mit einem Schraubenzieher oder einem anderen spitzen Gegenstand zwei der drei Keimlöcher an einem der spitz zulaufenden Enden der Kokosnuss auf und lässt das Wasser ab. Man kann aber auch die Kokosnuss öffnen, ohne vorher das Kokoswasser abzulassen. Für das Aufbrechen der Schale empfiehlt sich ein Hammer oder ein stabiles Messer. Mit dem spitzen Ende des Hammers oder der Kante des Messerrückens schlägt man nun auf die Kokosnuss quer zur Faser, dort wo diese den größten Durchmesser hat. Nach einigen leichten Schlägen bildet sich ein Riss entlang der Schlagkante, den man durch Drehen der Kokosnuss und weiteres Klopfen einmal rund um die Kokosnuss führen kann. Danach lässt sich die Frucht ganz einfach in zwei Hälften teilen und das aromatische Fruchtfleisch mit einem Esslöffel oder einem kleinen Messer mit kurzer breiter Klinge ablösen.
Das frische Kokosnuss-Fruchtfleisch schmeckt schon pur sehr lecker, lässt sich aber auch zum Verfeinern von Currys, Desserts und Torten verwenden. Weitere köstliche Rezepte von süß bis herzhaft rund um die Kokosnuss finden Sie auf der nachfolgenden Seite.
Deutsche Pute
Galbani
Henglein
Milram
Rama Cremefine
Toppits